Rezension: Das Hannibal-Syndrom: Phänomen Serienmord - Stephan Harbort

Buchinfo

Das Hannibal-Syndrom: Phänomen Serienmord - Stephan Harbort

Taschenbuch - 352 Seiten - ISBN-13: 978-3492236508

Verlag: Piper Taschenbuch - Erschienen: 1. Februar 2003 - EUR 9,99

                             Kurzbeschreibung

Dank Hollywood gilt Hannibal Lecter als Inbegriff des infernalischen Serienmörders. Doch wer sind diese Täter in der Wirklichkeit? Der Kriminalexperte Stephan Harbort hat zahlreiche von ihnen in ihren Hochsicherheitszellen besucht und interviewt, um Motivation, Tathergang und Täterprofil zu erforschen. Er befasste sich mit allen 75 deutschen Serienmördern seit 1945 – eine aufschlussreiche und schockierende Dokumentation, aus der man viel über die Psyche solcher Täter erfährt.

                                        Bewertung

Stephan Harbort ist wohl der beste "Profiler" den die deutsche Polizei aufzubieten hat. In einem erschreckend flüssigen Stil beschreibt er die grausamsten und brutalsten Übergriffe von Serientätern in Deutschland. Besonders hervorzuheben sei hier noch, das er sich nicht an die "allgemein gültige" Klassifizierung der Serientäter, der amerikanischen "Kollegen" (Douglas/Ressler) einfach anhängt, sondern den Lesern vielmehr ein weitaus größeres (genaueres?) Spektrum an verschiedenen Tätertypen aufzeigt. Zum Schluß sei noch erwähnt, das es dem Autor nicht um marktschreierische Verbreitung der allgemeinen Meinung nach schärferen Gesetzen und härteren Strafen geht, sondern um die Möglichkeit der Schuld einer Gesellschaft, die solche Menschen hervorbringt.


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