Rezension: Schändung - Jussi Adler-Olsen

Buchinfo

Schändung - Jussi Adler-Olsen

Taschenbuch - 458 Seiten - ISBN-13: 978-3423247870

Verlag: dtv - Erschienen: 1. September 2010

EUR 14,90

 Kurzbeschreibung

»Der Blutdurst der Jäger. Wie würden sie es machen? Ein einzelner Schuss? Nein. So gnädig waren die nicht, diese Teufel, so waren sie nicht ...«

Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Zwei Geschwister sind brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Einer von ihnen gesteht.

Zwanzig Jahre später. Nachdem Carl Mørck aus dem Urlaub zurückkommt, stößt ihn sein Assistent Assad mit der Nase auf die verstaubte Rørvig-Akte. Doch von oberster Stelle werden ihnen weitere Ermittlungen verboten. Carl und Assad ist klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt: Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen – und sie führen ganz weit nach unten, in die Abgründe der Gesellschaft, zu einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele ...

Bewertung

In Jussi Adler-Olsens zweiten Fall des Sonderdezernat Q, Schändung, stößt Carl Mørck erneut in die tiefsten Abgründe der menschlichen Existenz. Ich war vom ersten Fall schon begeistert. Aber der zweite Fall hat genau meinen Nerv getroffen. Ich interessiere mich für das Phänomen der Psychopathie und fand daher die Charaktere in diesem Buch besonders spannend. Gerade die Schilderungen aus der Ich-Perspektive fand ich gelungen. Wie schon im ersten Band, läuft auch in diesem die Geschichte der Ermittlungen parallel zu den eigentlichen Tätern. Während man jeden Ermittlungsschritt Møerks verfolgen kann, begleitet der Leser auch die ehemaligen Internatsschüler. Und je näher Møerk ihnen kommt, umso mehr Einblick erhält man auch in ihre Erinnerungen an ihre Internatszeit.

Fazit: Beklemmender Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. 

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