Interview mit Petra Scheuermann

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Gerne doch!

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1959 in Frankenthal/Pfalz geboren. Seit vielen Jahren lebe ich in Mannheim. Von Beruf bin ich Dipl.- Sozialarbeiterin, Heilpädagogin und Erzieherin, widme mich aber heute hauptberuflich dem Schreiben. Ich bin Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller, im Syndikat, bei den ›Mörderischen Schwestern‹ und im Literarischen Zentrum Rhein-Neckar ›Die Räuber ´77‹.

Ich schreibe Romane und Kurzgeschichten. Meine Texte sind in Genre und Thematik sehr vielfältig und reichen von Kriminalromanen über lustige Geschichten bis zu nachdenklich stimmenden Texten über die kleinen und großen Probleme des Lebens. Den größten Reiz auf mich übt jedoch das Schreiben über psychische Phänomene und menschliche Grenzsituationen aus. Manchmal kann es hierbei auch zu Mord oder Totschlag kommen.

Seit 2010 wurden, neben meinen Kriminalromanen ›Schoko-Engel‹, ›Schoko-Pillen‹ und ›Schoko-Leiche‹, zahlreiche meiner Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht.

Seit wann schreibst du?

In Richtung Veröffentlichung schreibe ich seit 2010. Da wurde meine erste Kurzgeschichte zu einem Literaturpreis nominiert und veröffentlicht.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ich wollte eigentlich immer Bücher schreiben, habe mich aber nicht getraut, meinen Job zu kündigen. Nachdem ich aber ein Schreibseminar besucht hatte, beschloss ich danach, es einfach mal zu versuchen.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Eigentlich wollte ich schon immer Autorin werden, seit ich denken kann. Meinen ersten Roman schrieb ich mit 13 Jahren. Ich schrieb mehrere Schulhefte voll mit einer Geschichte im Stil von „Hanni und Nanni“. Sehr viel später kamen ein Roman zum Thema „Jugendalkoholismus und Drogen“ dazu und ein Frauenroman. Aber die beiden Romane habe ich immer noch nicht veröffentlicht.

Du schreibst ja Kriminalromane, warum hast du dich für dieses Genre entschieden?

Nachdem ich 2012 einige Kurzgeschichten und Kurzkrimis veröffentlicht hatte, fragte der Verlag KSB-Media bei mir an, ob ich nicht einen Genusskrimi für den Verlag schreiben wolle. Ich habe dann Mitte Dezember 2012 ein Exposé und die ersten 30 Seiten von ›Schoko-Leiche‹ per Mail eingereicht und am nächsten Tag hatte ich eine Antwort des Verlags und im Anhang einen Verlagsvertrag. Dann hatte ich 16 Monate Zeit, um meinen ersten Kriminalroman zu schreiben. Es folgten dann in schneller Folge zwei weitere Schokoladen-Krimis.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

›Schoko-Leiche‹, Tanjas Eppsteins erster Fall, wurde im Oktober 2014 im Verlag KSB-Media veröffentlicht. Im März 2015 wurde die Serie der Genusskrimis um Tanjas ›Schoko-Traum‹ mit ›Schoko-Pillen‹ fortgesetzt. ›Schoko-Engel‹, der dritte Kriminalroman der Serie, ist im Oktober 2015 erschienen. Die Krimis spielen hauptsächlich in Heidelberg, aber auch immer in einer anderen Stadt.

Tanja Eppstein ist Inhaberin der Chocolaterie ›Schoko-Traum‹ in der Heidelberger Altstadt. Bei heißer Schokolade und köstlichen Pralinen löst sie die kleinen, manchmal auch die großen Probleme ihrer Kunden und Freundinnen und ab und zu auch einen Kriminalfall.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, natürlich. Die Recherche ist extrem wichtig. Es muss ja stimmen, was man schreibt. Der Showdown von ›Schoko-Engel‹ spielt zum Beispiel in Berlin. Da bin ich extra nach Berlin gefahren und habe mir die Gedenkstätte Hohenschönhausen angesehen und nach möglichen Tatorten in Berlin gefahndet.

Wo schreibst du am liebsten?

In der Regel schreibe ich in meinem Arbeitszimmer an meinem Schreibtisch. Da habe ich am wenigsten Ablenkung.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Neben meinem Schreibtisch steht eine Kanne grüner Tee. Den brauche ich zum Schreiben.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Nachdem ich drei Krimis innerhalb sehr kurzer Zeit veröffentlicht habe, möchte ich zunächst einen anderen Roman schreiben. Mein Roman zum Thema „Jugendalkoholismus und Drogen“ muss noch einmal überarbeitet werden. Allerdings habe ich für dieses Projekt noch keinen Verlag. Aber später geht es auf jeden Fall mit Krimis weiter.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Da gibt es sehr, sehr viele Autoren. Ich nenne mal zwei: Zeruya Shalev und Ingrid Noll. Zwei sehr unterschiedliche Autorinnen, aber ich schreibe auch sehr unterschiedliche Texte.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Alle Bücher von Zeruya Shalev, Ingrid Noll und Martin Suter.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen und Reisen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich würde gerne noch zwei Romane schreiben, die schon lange in mir drin sind und endlich mal raus wollen. Und natürlich würde ich auch gerne einen Verlag für meine Romane finden, die keine Krimis sind.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Das Feedback von meinen Leserinnen und Lesern ist mir sehr wichtig. Deshalb liebe ich Lesungen so sehr, denn dort steht man ja in direktem Kontakt zum Publikum.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich danke meinen Leserinnen und Lesern, sie sind großartig.

Und dir, liebe Bianca, danke ich für das Interview.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0