Interview mit Ralph Llewellyn

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Seit wann schreibst du? 

Nach diversen Sachbüchern begann ich 2005 meinen ersten Fantasy-Roman zu schreiben. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Das Schreiben von Romanen ist sicherlich wesentlich kreativer, als das Verfassen von Sachbüchern. 

In Romanen kann man seine eigene Welt aufbauen, Themen die einem berühren verarbeiten, Denkanstöße geben und vieles mehr. 

Besonders reizen mich dabei mystische, sich dem rein logischen Verstand nicht völlig erschließende Themen, 

in denen der Leser auf eine Reise mitgenommen wird, bei der er ständig denken muss. Er wird so zum aktiven Leser. 

In diesen Bereich gehören Mystik-Thriller, Mystik und auch Mystik-Fantasie.  

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Die Welt der Literatur reizte mich bereits bei meinen ersten Sachbüchern. 

Ich wusste zwar noch nicht, in welche Richtung ich gehen sollte, aber ich wusste eines; am Schreiben werde ich nicht vorbeikommen. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

1989, EDV-Lehrbuches, MERKUR-Verlag.

1992, Sachbuches „Grauimporte, Auto-Reimport“, FINK-KÜMMERLY + Frey - Verlag.

1996, Sachbuches "Erfolgreich Selbständig", CORNELSEN - Verlag.(Startup-Unternehmen, Probleme, Finanzierung, Strategien) 

2011, Roman „Der Dunkle Fürst“, Fantasy, Projekte-Verlag Cornelius-Hahn, 433 Seiten

2011, Roman „Der Kult“, Fantasy, Projekte-Verlag Cornelius-Hahn, 523 Seiten

2014, Roman „7 Tage mit Gott“, Mystik, Verleger deutschsprachiger Raum: Engelsdorfer Verlag, Englischsprachiger Raum: SadWolf-Verlag. 

2016, Roman "In Cognito – Das Erbe des Königs“, Mystik-Thriller, 340 Seiten, SadWolf – Verlag

In der Schublade liegen noch zwei Mystik-Thriller (Alex-Baxtor-Reihe) und eine vierbändige Fantasy-Reihe. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Es kommt immer auf das Thema an. Für meine Alex Baxtor Reihe und Incognito, sowie meinem aktuellen Projekt, musste ich vorher viel recherchieren. 

Wo schreibst du am liebsten?

Es gibt keinen Lieblingsort. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Als ich mit der Belletristik begann, konzentrierte ich mich hauptsächlich auf die frühen Morgenstunden. 

Ich begann also bereits um 5.00 Uhr mit dem Schreiben. Nach etwa einer Stunde lässt dann die Konzentration nach. 

Somit arbeitete ich täglich etwa 1 Stunde an meinen Manuskripten. Heute hat sich an der Menge nichts geändert. 

Ich schreibe nach wie vor immer nur etwa eine Stunde am Tag. Jedoch verteile ich die Stunden.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich habe sowohl fertige Manuskripte in der Schublade, für die ich große Verlage suche als auch ein neues Projekt an dem ich gegenwärtig arbeite. 

Bei meinem aktuellen Manuskript geht es um eine Abrechnung mit aktuellen politischen Geschehnissen:

Der Inhalt

In Nürnberg kommen 4 Immobilienmakler, die unterschiedlicher in ihrer Lebensart nicht seinen können, auf einem Symposium miteinander ins Gespräch. 

Sehr schnell stellen sie fest, dass sie zumindest eines vereint, nämlich die Frustration über ihre Arbeit und die wenige Anerkennung, die sie dabei finden. 

Nach einer durchzechten Nacht, wissen sie erst nicht, was am Abend vorher genau geschah. 

Nach und nach wird ihnen bewusst, was sie aus ihrer Frustration heraus angezettelt haben und dass sie es nicht mehr stoppen können; der Verkauf des Reichspalasts. 

Da der Reichspalast nicht Deutschland, sondern dem Deutschen Reich gehört, wird das, was anfänglich als unmöglich erscheint, 

zunehmend zu einer lösbaren Aufgabe, die sich allerdings auch als ein gefährlichen Spiel im Kreuzfeuer der Geheimdienste erweist. 

Hintergrund der Geschichte

In diesem Roman dreht es sich nicht um die kleine Welt der Makler, sondern um viel mehr. 

Es geht um Menschen, die genug haben von der desillusionierenden Politik, der Scheinheiligkeit unserer Gesellschaft und der täglichen Konfrontation von ignoranter Dummheit, 

mit der wir durch das Leben geführt werden. 

Dieses Leben überdrüssig, beginnen diese vier Protagonisten, sich zu rächen. 

Mit viel bissigem Humor wird der Leser durch die heutige Kultur der Beliebigkeit geführt.

Es ist ein Roman, der den Finger in eine alte historische Wunde legt, 

die Gesellschaft mit ihrer medialen Welt betrachtet und die Politik als das offenlegt, was sie ist; käuflich und von Egoismen durchtrieben. 

Historische Basis:

Bis zum heutigen Tag ist als Eigentümer des Deutschen Reichstags das Deutsche Reich im Grundbuch eingetragen, doch das Gebäude gehört zum Vermögen der Bundesrepublik Deutschland. 

Zumindest aus Sicht Deutschlands. Es besteht ein emotional geführter Streit darüber, ob und wie die Nachfolge tatsächlich besteht.

Die damit zusammenhängenden rechtlichen Staatsverträge stehen damit auf tönernen Beinen. 

So wird zum Beispiel der zwischen der damaligen DDR und Deutschland geschlossenen Wiedervereinigung ein Einigungsvertrag, der ebenfalls aus rechtlicher Sicht nicht ganz sauber ist. 

Lebt Deutschland heute noch in einem Status des Waffenstillstands? 

Ein Friedensvertrag jedenfalls liegt nicht vor. Es gilt abzuwarten, wie die Gerichte letztendlich diese Thematik abschließen. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Eigentlich nein. Ich lese gerne und es gibt viele Autoren, die mir sehr am Herzen liegen. 

Auch lese ich neben Romanen gerne Biographien und historische Abhandlungen. 

-Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Herr der Ringe von Tolkin. 

Sehr gerne las ich auch "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Mich mit Freunden treffen. Gerne bestreite ich auch Lesungen und bin immer dafür zu gewinnen ;-)

Dann eben Lesen, Tennis und meine Arbeit.  

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich würde gerne in einer Verfilmung mitspielen über eine Geschichte meiner Bücher! Das ist mein Traum!

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Autoren sind schnell in die eigenen Werke verliebt. Übersehen dann auch, wenn die Passagen langweilig werden. 

Das Feedback ist ungeheuerlich wichtig. 

Aus diesem Grunde suche ich immer Probeleser für die neuen Manuskripte, bevor sie auf den Markt kommen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Nur eines: Danke! Letztendlich ist ein Schriftsteller ohne Leser genauso viel wert, wie ein Schauspieler ohne Publikum; nichts.


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