Interview mit Martin S. Burkhardt

Hallo erst mal und vielen Dank das du dir Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten :) 

Vielen Dank, dass ich Deine Fragen beantworten darf ;)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1970 in Hamburg geboren und lebe auch heute noch mit meiner Frau, zwei Kindern, zwei Katzen und einem Hund in der Nähe. Gelernt habe ich etwas grundsolides Kaufmännisches, ehe ich mich dann zuerst mit einer Webagentur, dann mit einer Musicalzeitschrift und schließlich mit einer Online-Schreibschule selbständig machte. 

Seit wann schreibst du? 

Für mich selbst habe ich schon immer geschrieben, seit ich in der 5. oder 6. Klasse war, auch längere Storys.

Richtig konsequent los ging es allerdings erst nach der ersten Veröffentlichung 2010.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe irgendwann vor vielen Jahren ein Horrorbuch genervt gegen die Wand gepfeffert, weil es unheimlich nichtssagend und austauschbar geschrieben wurde.

Und dann wollte ich einfach sehen, ob ich es besser hinkriege. Denn eine Geschichte lesen und sich darüber zu ärgern ist eine Sache, eine eigene Story zu entwickeln und zu Papier zu bringen, eine ganz andere. 

Ob mein erstes Werk dann wirklich besser geworden ist, bezweifle ich - aber seit dem war ich angesteckt und habe immer weiter geschrieben.   

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Autor alleine würde mir auch heute noch nicht reichen. Einen halben Tag bin ich kreativ, die andere Hälfte eher mit kaufmännischen Tätigkeiten beschäftigt. So finde ich es ideal.

Du schreibst ja Grusel und Horror, warum hast du dich für dieses Genre entschieden? 

Ich habe vor Jahren bei einem Jugendbuch-Schreibwettbewerb des Rowohlt Verlages mitgemacht. Bei über 1000 Einsendungen kam mein Manuskript unter die ersten fünf. Warum es dann letztendlich nicht veröffentlicht wurde, lag an gewissen Szenen. Die Jury schrieb: „Fazit: Ungeheuer spannend, teilweise aber extrem brutal. Für die Zielgruppe nicht unbedingt geeignet. “

Aber umschreiben kam für mich nicht in Frage, das hätte der Spannung der Story geschadet. Und so wusste ich, dass ich wohl in den Mainstream-Genres nichts zu suchen hatte und mich auf die (wunderschöne) Nische „Horror“ konzentrieren musste. Auch wenn manche meiner Titel unter der Bezeichnung „Thriller“ laufen. Aber das ist eine andere, marketingstrategische Geschichte ...   

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Ausradiert

Moritz wird auf einen Schlag für die gesamte Welt unbekannt. Als er kurz darauf von nebulösen Erscheinungen angegriffen und beinahe getötet wird, ist das erst der Anfang eines schrecklichen Albtraumes.

Auf Leben und Tod

Henry, ein schüchterner und introvertierter Mann, erbt den elterlichen Bauernhof, verschleppt Menschen und lässt sie kämpfen, auf Leben und Tod.

Ruhiggestellt

Lenny sorgt sich um das Trinkwasser. Es kocht nicht mehr. Eine Substanz ist ins Wasser geraten, die alle Lebewesen furchtbar aggressiv macht.

Parkdeck B

Lars erfährt von einer Parallelwelt, die unserer Welt abgesehen von zwei Ausnahmen exakt gleicht: Man ist unserer Zeit um mehrere Stunden voraus, und die Charaktereigenschaften der Personen sind gegensätzlich. Schnell kommt er in Schwierigkeiten.

Seelentausch

Peter bekommt Visionen von Kriegseinsätzen im Schnee, einem diabolischen Hauptmann und im Kampf erlittenen Verletzungen, die oft noch lange nach den Visionen schmerzen. Ein fürchterliches Geheimnis verbirgt sich dahinter. 

Lenas Freundin

Die vierjährige Maria kommt durch einen Autounfall ums Leben. Für ihre Eltern Lena und Robert bricht eine Welt zusammen. Lena verändert sich stark und findet Gefallen an Vergeltungsfantasien. Als Robert niedergeschlagen wird und gefesselt im Keller seines eigenen Hauses aufwacht, weiß er, Lena ist zu allem fähig.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja. Ohne Recherche geht es nicht. Das wird von vielen angehenden Autoren leider manchmal vergessen, aber selbst, wenn ich eine ganz banale Szene schreibe, die an einem realen Platz auf dieser Welt spielt, muss ich recherchieren, schauen, wie die Gegebenheiten dort sind, oder mich im Internet schlau machen, sonst wird es Murks.  

Wo schreibst du am liebsten?

Am meisten schreibe ich zu Hause, aber am liebsten schreibe ich auf Föhr, vor den Dünen bei Goting. Leider ist das Wetter dort an der nordfriesischen Küste nicht wirklich kalkulierbar, denn es darf weder zu stark die Sonne scheinen, noch regnen. Und meistens tut es genau das eine oder andere ... ;)  

Hast Du ein festes Schreibritual?

Tatsächlich nicht. Weder Zeit noch Ort sind bei mir festgelegt, noch andere Dinge, die ich um mich haben müsste, um in Schreiblaune zu gelangen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Das habe ich.

In einer Story geht es um einen Protagonisten, der plötzlich den gleichen Mann kurz hintereinander an zwei weit auseinanderliegenden Orten sieht und von diesem Kerl auch noch bedroht wird - und die der zweiten Story sorgt ein längst vergessenes Nervengas der Sowjetarmee für allerhand Blut und Chaos.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Viele Autoren inspirieren mich aber beeinflusst hat mich niemand.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Schlaflos, Insomnia, von Stephen King - komischerweise ein Buch, bei dem King selbst sagt, es ist nicht sein Bestes geworden, aber mir gefällt es.

Stein und Flöte - von Hans Bemmann. Ein ewiger Klassiker.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Eindeutig zu wenig Sport. Ich spiele zwar gern Badminton, jogge und fahre Fahrrad, aber alles viel zu selten.

Ansonsten bin ich eher der Typ, der sich beispielsweise spannende Serien an einem Stück hintereinander im TV reinzieht, um völlig in den Geschichten zu versinken.  

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Irgendwann möchte ich ein paar Tage in einem schottischen Schloss verbringen, in dem es spukt. Es gibt solche Locations, die man buchen kann. Aber irgendwie ist meine Frau dafür nicht zu begeistern ...

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig.

Leser erleben eine Geschichte oft anders, als der Autor selbst, der manchmal eine Art Tunnelblick entwickelt, wenn er über viele, viele Monate an einer Story arbeitet. Kritisches Feedback hilft, sich immer wieder zu hinterfragen.

Und positives Feedback streichelt die Seele - was gibt es Schöneres? ;) 

Danke das du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Vielen Dank fürs Durchhalten!

Mehr von mir gibt es unter www.martin-s-burkhardt.de


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