Interview mit Robert Baur


Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Wenn ich gerade keine Kriminalromane schreibe, helfe ich Menschen bessere Chefs zu werden oder trainiere Mitarbeiter in Rhetorik & Präsentation. Ich mache Seminare und Workshops. Wie man sich vorstellen kann, ist diese Arbeit abwechslungsreich und ebenso spannend wie ein Krimi. Das Schreiben ist für mich der perfekte Ausgleich: keine Menschen, nur ich und die Tastatur. Ursprünglich habe ich Psychologie, Andragogik und Soziologie studiert und darin promoviert.

Seit wann schreibst du?

Seit 2011.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ehrlich gesagt, die Idee kam unerwartet. Nachdem ich eines Abends den Stummfilm "Metropolis" auf ARTE gesehen hatte, kam mir am nächsten Tag der Gedanke, einen Krimi rund um die Dreharbeiten zu diesem Film zu schreiben. Dann begann das Abenteuer: Recherche, Schreiben, Verlag finden usw.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

(siehe oben)

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

2 Krimis aus dem Berlin der 20er Jahre:

Mord in Metropolis (2014), Gmeiner Verlag und

Engelsflug (2016), Gmeiner Verlag

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Wie gesagt: Beide Krimis spielen in den 20er Jahren. Ich musste sehr viel Zeit für die Recherche aufwenden. Als erstes besorgte ich mir einen Stadtplan von Berlin aus dem Jahr 1925 und pinnte ihn an die Wand. Jede Straße und jedes Gebäude sollte stimmen. Dann Fotos, Postkarten, Filme, Literatur und die Hilfe von Experten. Ich war überrascht, wie aufregend und freizügig diese Zeit war. Außerdem lernt man viele interessante Gesprächspartner kennen. Für "Engelsflug" brauchte ich Informationen über eine ganz bestimmte Region in Dagestan. Dort kommen nämlich die Seiltänzerinnen her. Tatsächlich kam ich in Kontakt mit einer Frau aus dem Volk der Laken, mit der ich bis heute in Kontakt bin.

Wo schreibst du am liebsten?

In meinem Büro oder in meinem Van (mit Blick auf den Ammersee)

Hast Du ein festes Schreibritual?

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ansonsten: Ruhe und eine Schale Matcha, japanischer Grüntee.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ich schreibe gerade am 3. Band. Mein Exkommissar Grenfeld ermittelt in einem neuen Fall.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Der Pulitzer-Preisträger Michael Chabon hat mich sehr beeinflusst. Er ist ein Wortakrobat, tanzt oft am Abgrund. Außerdem bewundere ich Henning Mankell, wie er in seinen Wallander-Krimis mit einfachsten Mitteln Spannung aufbauen konnte: kein Wort zuviel, im Weglassen lag seine Kunstfertigkeit.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

(siehe oben)

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich liebe die Sonne, die Wärme, das Wasser, das Meer, Südfrankreich, absichtslos durch Städte und Museen streifen, meiner Tochter zuhören und mit ihr lachen, Konzerte von Mitch Ryder, Van Morrison und Dylan.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich will in Zukunft mehr Lesungen abhalten, am liebsten zusammen mit Musikern. Das habe ich mir vorgenommen. Ansonsten möchte ich lange gesund bleiben und schreiben können. Das ist schon viel. Der Super-Traum: Eine Verfilmung der Berlin-Triologie.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr, sehr wichtig. Auf meiner Autorenwebseite www.baur-robert.de gibt es die Möglichkeit, mit mir in Kontakt zu kommen. Ich freue mich über jedes Feedback!

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Danke für Dein Engagement, die Fragen habe ich gerne beantwortet.

An die Leser: Viel Spaß beim Eintauchen in die Welt der Zwanziger Jahre. Es lohnt sich!


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