Interview mit Thomas Cerveny

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Thomas Cerveny, ich wurde 1980 in Wien geboren und schreibe Romane bzw. Drehbücher für Spiel- und Kurzfilme.

Seit wann schreibst du? 

Kurzgeschichten und Gedichte haben ich schon während meiner Kindheit/Jugend verfasst. Mit dem Schreiben von Romanen begann ich 2004. Zu Beginn allerdings nur als Hobby und Ausgleich zu Studium und Arbeit.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen? 

Ich habe immer gerne gelesen, nicht nur Bücher, sondern auch Comics wie zum Beispiel Clever & Smart oder Lucky Luke. Auch die haben meinen Humor maßgeblich geprägt. Was Bücher betrifft ist es so, dass ich mich mit keinem, der mir bekannten Autoren hundert Prozentig identifizieren kann. Vom Schreibstil her (sofern man bei den meisten Autoren überhaupt von einem eigenständigen Stil sprechen kann), spricht mich der Großteil, der am Markt erhältlichen Bücher überhaupt nicht an. Bei fast allen Büchern steht die Handlung im Vordergrund, nicht aber wie sie dem Leser erzählt wird. Das löste in mir das Verlangen aus es besser zu machen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Das war ein Selbstfindungsprozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen war. Während meiner Studienzeit, mit Anfang Zwanzig, suchte ich nach einem geistigen Ausgleich, der, im Gegensatz zu trockenen Lehrinhalten, meiner Phantasie und Kreativität Spielraum gab und nahm mir vor einen Krimi zu schreiben – „Wen der Tod rockt“, basierend auf wahren Ereignissen. Im Laufe der Monate und Jahre des Schreibens kristallisierte sich immer mehr heraus, dass ich   im Schreiben meine Berufung gefunden hatte.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

2012 erschien mein erstes Buch „Wen der Tod rockt“ als eBook, im Jahr darauf als Print. Dabei handelt es sich um eine Krimikomödie, deren Handlung im Wien der Gegenwart beginnt, sich aber rasch in die kalifornische Rockmusikszene verlagert und mit Ereignissen verstrickt ist, die bereits über 30 Jahre zurück liegen.

2014 erschien „Kurt Stein – Ein Schwein wird Privatschnüffler“. Der Mann hat mehr Troubles am Hals, als Haare in der Arschfalte. Dennoch gibt er, all seinen Lastern zum Trotz, nicht auf und hält sich immer irgendwie über Wasser. Sein zweites Abenteuer erscheint demnächst im Gonzo Verlag aus Mainz.

2015 erschien das Drehbuch zu Christian Vargas Horrorthriller „Scary Fairy Tale“. Das Drehbuch kann über meine Homepage www.thomascerveny.com heruntergeladen werden. Scary Fairy Tale steht den Zuschauern auf https://www.youtube.com/watch?v=-u4oX5URxvM zur Verfügung.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Das mache ich immer, halte den Umfang der zu recherchierenden Inhalte aber bewusst in Grenzen. Diesbezüglich bin ich ganz der Meinung Stephen Kings, der meint, dass man über die Inhalte schreiben soll, mit denen man vertraut ist. Im Fall meines ersten Buchs war das die Rockmusik. Außerdem bin ich jedes Jahr für mehrere Wochen in den USA, vorwiegend in Kalifornien und Florida. Los Angeles als Schauplatz für Wen der Tod rockt auszuwählen war daher naheliegend.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten im Freien, wenn das Wetter es zulässt. Im Schatten eines Baums oder beim Baden in der Natur.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, ich halte nichts von Ritualen, die würden bloß meine Kreativität einschränken. Ich schreibe fast jeden Tag, manchmal morgens, dann wieder unter Tags oder am Abend bis spät in die Nacht. Je nachdem, wie es meine Termine und sonstigen Verpflichtungen zulassen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Wie bereits erwähnt erscheint Kurt Stein Band 2 demnächst. Das Buch ist fertig und wird gerade vom Verlag lektoriert. Sowohl das Cover, als auch mehrere Illustrationen im Buch, wurden von der Wiener Comiczeichnerin Sabine Resperger gestaltet.

Darüber hinaus schließe ich gerade die Arbeit an Sin Francisco ab, für das sich ein großer deutscher Verlag interessiert, dessen Namen ich aber noch nicht nennen darf. Es handelt sich dabei um eine spritzige Actionkomödie, bei der ein ungleiches Brüderpaar in die kalifornische Pornobranche einsteigen will um endlich ans große Geld zu kommen.

Abgesehen davon arbeite ich gerade am Drehbuch zum Kurzfilm „Special Agent“, der durch CV-Film realisiert werden wird.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ja, das war Robert B. Parker, der Schöpfer von Privatdetektiv Spenser und Jessy Stone, mit Tom Selleck in der Hauptrolle seit Jahren erfolgreich verfilmt. Ich traf Parker 2006 während eines USA-Aufenthalts. Ein Ereignis, das den Anstoß gab aus einem Hobby meinen Beruf zu machen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich habe weder Lieblingsautoren noch Lieblingsbücher. Neben Sachbüchern, Biographien usw. lese ich jedes Jahr etwa 20 Romane. Von allen möglichen Autoren aus den verschiedensten Genres. Müsste ich mich dennoch für eine Buchempfehlung entscheiden, würde meine Wahl auf die Bibel fallen. Hat aber nichts mit Glauben zu tun, sondern mit dem Aspekt, dass kein anderes Buch existiert, das derart viel über die menschliche Natur aussagt.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich betreibe sehr viel Sport, vor allem Fitness, fahre Motorrad und halte mich bei schönem Wetter gerne im Freien auf, gehe Radfahren, Wandern, Schwimmen usw. Abgesehen davon fotografiere und filme ich sehr gerne. Demnächst auch ein Musikvideo für den DJ und Musikproduzenten Leonardo Tambornino.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Da gibt es viele. Ich bin der Ansicht: Wer keine Träume und Wünsche hat, die er verfolgen kann, steht still. Als Autor möchte ich ganz hoch hinaus. Einer meiner Wünsche ist daher, meinen Namen eines Tages auf der New York Times Bestsellerliste zu sehen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Das Feedback einzelner Personen interessiert mich nur, wenn sie fachkundig und frei von Missgunst ist. Ganz egal was ein Künstler hervorbringt – es wird immer auch Leute geben, denen es nicht gefällt, die sich nicht angesprochen fühlen, Verbesserungsvorschläge haben... 

Wenn ich mir Ratschläge hole, dann von Kennern bestimmter Milieus, über die ich schreibe. Zum Beispiel Prostituierte oder Zuhälter. Aber auch von Polizisten, Anwälten, Musikern, Schauspielern, Ärzten usw.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich freue mich über alle, denen meine Bücher Kurzweil und Freude bereiten. Wer auf Facebook vertreten ist, wird hiermit herzlich eingeladen mein dortiges Autorenprofil https://www.facebook.com/CervenyThomas zu besuchen und ein „Gefällt mir“ da zulassen, oder einen Blick auf meine Homepage www.thomascerveny.com zu werfen.


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