Interview mit Martin Arz

Copyright Stefan Rumpf

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Autor, Künstler und Verleger und lebe in München. Früher lag mein Schwerpunkt mehr auf der Malerei, ich hatte viele Ausstellungen im In- und Ausland. Aber in den letzten zehn, fünfzehn Jahren hat sich der Schwerpunkt immer mehr zum Schreiben verlagert. Meinen Verlag (Hirschkäfer Verlag) habe ich 2007 mehr aus der Not heraus gegründet, denn ich hatte die Schnauze voll davon, dass mit immer alle möglichen Leute in die Buchprojekte hineinquatschen wollten. Ich wollte damals ein Sachbuch veröffentlichen, für das ich bei anderen Verlagen zu viele Zugeständnisse hätte machen müssen. Nun bin ich also auch Verleger ...

Seit wann schreibst du?

Journalistisch bereits seit dem Studium, also seit den späten 1980ern. Belletristik bzw. Krimis schreibe ich seit 1998.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Da gab es lange diesen Drang in mir, endlich mal jemand zu ermorden – also rein literarisch! Ich habe monatelang eine Grundidee mit mir rumgetragen und im Kopf drum herum einen Plot entwickelt. Schließlich habe ich mich dann doch mal eines schönen Tages hingesetzt und einfach das Schreiben angefangen. Es ist nur so geflutscht.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Wollte ich überhaupt mal Autor werden? Eher nicht. Ich habs also nicht gewusst. Es hat sich eher so ergeben.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Da sind schon einige zusammengekommen. Ich schreibe ja nicht nur Krimis, sondern auch Sachbücher. Krimis aus der Max-Pfeffer-Serie: „Das geschenkte Mädchen“ (2004, Leda Verlag), „Reine Nervensache“ (2005, Leda Verlag), „Die Knochennäherin“ (2009, Quer Verlag), „Pechwinkel“ (2011, Hirschkäfer Verlag), „Westend 17“ (2014, Hirschkäfer Verlag) und „Geldsack“ (2015, Hirschkäfer Verlag). Gibt’s übrigens alle auch als E-Books.

Zuvor habe ich vier mittlerweile vergriffene Krimis mit einem Hobbydetektiv veröffentlicht.

Dann noch 14 Sachbücher, meist über München. So z.B. „Todsicheres München“ über die spektakulärsten echten Kriminalfälle der Stadt.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Immer. Für die Sachbücher muss ich sowieso recherchieren. Bei den Krimis ist mir wichtig, dass das Setting oder Hintergrundgeschichten stimmen. Für „Das geschenkte Mädchen“ bin ich z. B. tief in die deutsche Kolonialgeschichte eingetaucht, bei „Reine Nervensache“ habe ich mich in Sachen Neurotheologie weitergebildet, bei der „Knochennäherin“ über Katakombenheilige usw.

Wo schreibst du am liebsten?

Ganz unspektakulär: Am Computer am Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, nicht wirklich. Ich beginne aber jeden Schreibtag damit, dass ich erst einmal das vorher geschriebene noch einmal durchgehe.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Nein, das verrate ich nicht. Sorry!

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Nein.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ich lese querbeet, darum wird die Antwort schwierig. Einige Lieblingsbücher: „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel, „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ von Jonas Jonasson, „Die Entdeckung des Himmels“ von Harry Mulisch, „Die Korrekturen“ von Jonathan Frantzen

Einige Autoren, die ich gerne lese: David Sedaris, Jo Nesbö, Val McDermid, Walter Moers, Tommy Jaud, Thomas Glavinic

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Extreme-couchsurfing + hardcore-fernglotzing!

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Der Traum wäre ein Häuschen im Grünen im Süden und der Wunsch wäre ein Bestseller, der mir das finanziert.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Wichtig. Aber das bekommt man leider viel zu selten. Vor allem Lob.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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