Interview mit Jürgen Edelmayer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Sehr gerne. Ich freue mich, dass du mir die Gelegenheit gibst, mich hier vorzustellen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Aber ja, doch. Ich bin 57, gelernter Buchhändler und habe rund dreißig Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Frau unweit des  berühmten Loreley-Felsens. Seit 2013 arbeite ich als freier Texter und Schriftsteller. 

Seit wann schreibst du?

Erste Versuche gab es bereits in der Kindheit, so mit zehn oder elf Jahren. Aus dieser Zeit gibt es aber keine Belege meines Schaffens mehr.  

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich schreibe eigentlich vorzugsweise Kurgeschichten, von denen inzwischen eine ganze Reihe in diversen Anthologien erschienen sind. Irgendwann wollte ich jedoch wissen, ob ich auch einen Roman zustande bringe. Nachdem ich eine Leseprobe meines Erstlings „KnieFall“ auf einer Literaturplattform präsentiert hatte, zeigte ein Verlag Interesse und verlegte das Buch.  

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Da gab es mehrere Initialzündungen. Eine so vor mehr als zwanzig Jahren, als ich für eine eingereichte Kurzgeschichte mein erstes Honorar erhielt. Einen weiteren Impuls erhielt ich im Jahre 2009, als zwei meiner Kurzkrimis vertont wurden. Einer davon wurde für einen Preis nominiert.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Zwei Kriminalromane und zwei Kurzgeschichtensammlungen als eBook. Eine davon enthält vier Kurzkrimis mit dem sehr, sehr schrägen Ermittler Auguste Le Meur, der auch in meinen Kriminalromanen eine Rolle spielt. Meinen zweiten Kriminalroman: „VermisstenFall“ habe ich selbst bei BoD herausgebracht. Wie im Vorgänger treiben es der chaotische Privatermittler Tim Strecker und seine skurrilen Freunde Maschine und Kommissar Auguste Le Meur recht bunt. Wer auf Situationskomik steht, könnte an der Lektüre seine Freude haben. Bei „VermisstenFall“ handelt es sich um einen abgeschlossenen Krimi, für den keine Kenntnis des Vorgängers nötig ist.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Recherchen fallen immer wieder an. Vieles lässt sich heutzutage dank des WWW von zuhause aus erledigen. Hin und wieder war aber auch schon eine Recherche vor Ort nötig, um die Atmosphäre von bestimmten Schauplätzen adäquat wiedergeben zu können. Das wird sicher auch künftig der Fall sein.  

Wo schreibst du am liebsten?

Da bin ich recht flexibel. Ich habe einen Schreibtisch, an dem ich vor allem längere Manuskripte schreibe. Oft tut es aber auch der Küchentisch oder die Wohnzimmercouch. Wenn ich mit dem Zug unterwegs bin, notiere ich meine Einfälle oder auch mal eine ganze Kurzgeschichte mit dem Kugelschreiber in ein Notizbuch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Wenn, dann höchstens das, dass ich mir etwas zu trinken bereit stelle, ehe ich anfange zu schreiben. Das mache ich vor allem dann, wenn ich beabsichtige über längere Zeit hinweg zu schreiben.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Schon seit langem arbeite ich an einem Thriller, der wirtschaftliche Themen mit Gesellschaftspolitik verknüpft. Zudem stelle ich eine Sammlung von Kurzgeschichten zusammen, die ich als eBook herausbringen möchte.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Möglicherweise Stephen King und Andrew Vachss. Ich mag Autoren, die temporeich schreiben und es schaffen, mit wenigen Sätzen stimmungsvolle Bilder zu kreieren. Von denen versuche ich dann auch zu lernen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Das wechselt schon mal. E.A. Poe finde ich seit meiner Jugend grandios. Derzeit mag ich die Thriller von Mo Hayder sehr.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Wandern, lesen, gut essen und mit dem Besuch von Ausstellungen, Lesungen oder Konzerten meinen Kulturhunger stillen. Fernsehen schaue ich auch gerne, vor allem Krimis. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ein Wunsch wäre die Muße zu finden, einige Klassiker der Weltliteratur zu lesen. Von Dostojewski und Dickens würde ich mir gerne noch das ein oder andere Werk zu Gemüte führen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Das ist mir sehr wichtig. Es mag immer Ausnahmen geben, aber ich neige zu der Annahme, dass Schriftsteller gemeinhin nicht für Schublade schreiben, sondern möchten, dass ihre Bücher gelesen werden. Das beinhaltet meiner Meinung nach auch den Wunsch nach Feedback.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Herzlichen Dank allen, die das Interview bis hierhin gelesen haben. Wer mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchte, kann gerne meiner Homepage: http://juergen-edelmayer.de/ einen Besuch abstatten. Habt einen schönen Tag!


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