Interview mit Lutz Kreutzer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich stamme aus dem Rheinland, ich bin in der Nähe von Aachen in einem beschaulichen Dorf aufgewachsen. Ich habe in Aachen studiert, dort auch später gearbeitet, aber irgendwann hat es mich nach Wien gezogen, wo ich acht Jahre gearbeitet und gelebt habe. Jetzt bin ich schon seit fünfzehn Jahren in München. Ich habe lange als Alpin-Geologe gearbeitet und war in der Forschung und Hochschullehre tätig. Dadurch hatte ich einen recht abenteuerlichen Berufsweg, der mich durch viele Länder Europas geführt hat. Ich bin begeisterter Bergsportler und alpin bis zum 7. Grad geklettert und war einer der wenigen Gleitschirmflieger, der den Schirm die Wände hochtrugen, um sich anschließend den Abstieg ins Tal zu ersparen. Heute mache ich diese extremen Dinge zwar nicht mehr. Aber den Bergen gehört immer noch meine Leidenschaft. Sie bieten mir immer wieder eine dräuende Kulisse für meine Romane. Heute arbeite ich als Experte für Öffentlichkeitsarbeit  in Technologie und Wissenschaft und als freier Schriftsteller in München.

Seit wann schreibst du?

Mein Vater hat mir früher jeden Abend eine spannende Geschichte erzählt. Kriminalfälle, Verbrechen, Weltverschwörungen. Er war Polizist und gelernter Kunstmaler. Ich wollte einfach noch besser erzählen können als er. Die ersten Schulaufsätze haben mir so richtig Spaß gemacht, und ich bekam gute Noten. Seitdem schreib ich gern.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen?

Irgendwann als Student war ich viel unterwegs. Da gab’s noch kein Internet. Und da hab ich angefangen, verrückte und komische Briefe zu schreiben. In einem alten Wohnmobil mit Füller und so. Die haarsträubendsten Geschichten. Alles war erfunden, aber so, dass die meisten Adressaten es geglaubt haben (mein Lieblingstag war immer schon der 1. April). Das fand ich klasse.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Ich bekam viel Feedback wegen meiner Briefe. Ein Kollege sagte mir irgendwann mit einem Grinsen, von all dem, was ich erzählte, müsse man fünfzig Prozent abziehen, um der Wahrheit nahe zu kommen. Und davon sei auch nur höchstens die Hälfte wahr. Da hab ich gemerkt, Geschichten müssen nicht wahr sein, nein, gut müssen sie sein. Und da ist der Entschluss gereift, irgendwann einen Roman zu schreiben.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Sechs Romane:

Schröders Verdacht (http://www.schroedersverdacht.de)

Gott würfelt doch – Abgrund (Bd. 1) (http://www.gottwuerfeltdoch.de)

Gott würfelt doch – Untergang (Bd. 2) (http://www.gottwuerfeltdoch.de)

Bayerisch Kongo – Sperbers erster Fall (http://www.bayerischkongo.de)

Der Grenzgänger – Eddy Zett und der Mörder vom Sternberg (http://www.eddyzett.de)

Thailandeiland – Sperbers zweiter Fall (http://www.thailandeiland.de)

und einen Erfahrungsbericht, also einen Autorenratgeber, nachdem mein Thriller „Schröders Verdacht“ unter 1,5 Millionen anderen Titeln auf Platz 1 im amazon Kindle Shop und mein Spannungsroman „Gott würfelt doch“ auf Platz 1 der Belletristikliste waren:

Platz 1 bei amazon – Wie man E-Books nach oben bringt (http://www.platz1-bei-amazon.de)

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Natürlich. Da ohne geht es ja nicht, wenn ich glaubwürdig sein will. Meine Romane sind bis ins Detail recherchiert. Ich lege großen Wert darauf, dass alle Geschichten genau so hätten passieren können.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause oder auf einer griechischen Insel.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Und doch. Also das lässt sich schwer sagen. Ich habe ja die ersten Bücher neben meinem Hauptberuf geschrieben. Da kann man ja nur in der Freizeit arbeiten.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ich schreibe an einem Kriminalroman, der ein ungewöhnliches Ermittlerteam in München zum Thema hat. Es geht um knallharte organisierte Kriminalität.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Nein. Es gibt zu viele gute.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Auch hier kann ich kaum eine Antwort geben. Aber große Favoriten sind als Roman „Die Entdeckung des Himmels“ von Harry Mulisch und als Sachbuch „Bildung“ von Dietrich Schwanitz.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

In die Berge fahren, Kochen, Lesen und Schreiben.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Nur noch zu schreiben. Obwohl ich rein rechtlich gesehen als Schriftsteller und Publizist anerkannt bin, muss ich noch daran arbeiten, ausschließlich vom Schreiben leben zu können.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Ohne Feedback macht es keinen Spaß. Gott sei Dank gehöre ich zu den Glücklichen, die zum allergrößten Teil sehr positive Kritiken und Rezensionen erhalten. Aber ich nehme auch negative Kritik sehr ernst.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich wünsche jedem viel Freude an meinen Büchern und bin dankbar für jede Zuschrift und jede Rezension.


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