Interview mit Roland Lange

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Hallo und danke, dass du mich fragst ;-)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Jahrgang 1954 und lebe seit 1982 in Katlenburg. Das ist ein Ort in der Nähe des Harzes, etwa 25 Kilometer von Göttingen entfernt. Aufgewachsen bin ich in Förste am Harz. Bis auf meine Studienzeit in Hamburg und ein paar Jahre in Göttingen habe ich mein gesamtes Leben am und im Harz verbracht. Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und zwei Collies.

Bis 2014 habe ich neben meiner schriftstellerischen Tätigkeit in meinem sogenannten Brotberuf als Vermessungsingenieur gearbeitet. Seitdem bin ich ausschließlich schriftstellerisch unterwegs, hauptsächlich im Krimi-Genre.

Seit wann schreibst du? 

Schreiben gehört zu meinem Leben, solange ich denken kann, wobei ich das Schreiben aber lange Jahre neben anderen Möglichkeiten, mich künstlerisch auszudrücken, ausprobiert habe. Als mir schließlich klar wurde, dass mein Talent zum Malen oder zum Spielen eines Instrumentes nicht ausreicht, habe ich mich ganz auf das Schreiben konzentriert. Angefangen hat es dann mit Liedtexten.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Albrecht Gralle, ein guter Freund und Kollege, hat mich Ende der 1980er Jahre mit dem Lektor eines christlichen Buchverlages bekannt gemacht. Aus dieser Bekanntschaft ist mein erstes Buch mit Kurzgeschichten hervorgegangen. Es wurde 1991 unter dem Titel Schatzsuche veröffentlicht.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Das kann ich nicht genau sagen. Möglicherweise war ein entscheidender Zeitpunkt der, als ich mich beruflich festlegen musste und bei der Wahl zwischen Journalismus und einem mathematischen Studium die Weichen hin zur Vermessungskunde gestellt habe. Ich habe mich oft gefragt, ob es die richtige Entscheidung war. Heute bin ich mir allerdings sicher, dass mir der Druck, mit dem Schreiben meinen Lebensunterhalt verdienen zu MÜSSEN, nicht gut getan hätte. Insofern war es gut, mich parallel zu meinem Beruf als Vermessungsingenieur ohne Druck schriftstellerisch entfalten zu können. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Im Vordergrund stehen natürlich aktuell meine bisher fünf Harz-Krimis mit dem Ermittler Hauptkommissar Ingo Behrends. Daneben habe ich mehrere Beiträge in Anthologien veröffentlicht, ebenso Kurzgeschichten, Kinderbücher, ein Pferdebuch im Kosmos-Verlag und eine Erzählung, die sich mit der Lichtensteinhöhle in der Nähe meines Geburtsortes befasst. Auch ein humoriges Theaterstück für Amateurbühnen befindet sich unter meinen Veröffentlichungen.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja. Recherche gehört zu meinen Buchprojekten alternativlos dazu. Das bedingt allein schon die Tatsache, dass meine Krimis zu den Regio-Krimis gehören, also hauptsächlich Leser ansprechen, die sich in der Gegend, wo meine Bücher spielen, bestens auskennen. Daneben liegen der Handlung oft reale Geschehnisse zugrunde, oder sie spielt vor einer bekannten Kulisse, sodass ohne Recherche gar nichts geht. Daneben sollte man sich natürlich mit den grundlegenden Dingen, z.B. der Polizeiarbeit, vertraut machen. 

Wo schreibst du am liebsten?

Einen Lieblingsort zum Schreiben habe ich eigentlich nicht. Dank meines Notebooks kann ich mich immer in die Ecken verziehen, in denen es mir gerade gefällt. Das ist im Winter meist der Platz am Kachelofen oder im Sommer das Gartenhaus. Hauptsache, ich bin ungestört.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ein festes Schreibritual habe ich ebenso wenig wie einen festen Platz zum Schreiben. Wenn ich jedoch an einem neuen Manuskript arbeite, das heißt, wenn die notwendigen Vorarbeiten (Recherche etc.) erledigt sind, dann sind vier Schreibstunden pro Tag das Minimum, allerdings ohne festen Rhythmus. Was sich jedoch täglich wiederholt, ist die Stunde Spaziergang mit meinen Hunden am Nachmittag. Dabei lösen sich Blockaden auf, kommen mir neue Ideen. Ich habe hinterher einfach einen klaren Kopf. Das ist für mein Vorankommen im Manuskript ganz wichtig.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Für dieses Jahr sind zwei Projekte geplant. Das eine ist ein neuer Ingo-Behrends-Krimi, der voraussichtlich im Frühherbst erscheinen wird. Das zweite ist eine Anthologie mit kurzen weihnachtlichen Harz-Krimis, die ich vermutlich im November im Prolibris-Verlag herausgeben werde.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Einen einzigen Autor, oder auch ein paar wenige Autoren, kann ich da nicht nennen. Im Grunde ist es so, dass ich sehr viel lese, hauptsächlich Krimis und Thriller, und mir von allen Büchern etwas im Gedächtnis bleibt, was mir sehr gut oder auch überhaupt nicht gefallen hat. Das hat dann sicher, neben vielen anderen Eindrücken, Einfluss auf mein Schreiben. Mein Bestreben ist aber von Anfang an gewesen, meinen eigenen Stil zu finden und nicht zu schreiben, wie der oder die berühmte Autor/Autorin. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Mir kommen immer wieder Lieblingsautoren/-autorinnen unter. Aus der Vielzahl der guten Schriftsteller möchte ich allerdings keinen gesondert hervorheben. Wenn ich doch Namen nennen müsste, dann vielleicht Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die mein Einstieg in die Krimiwelt waren. Und Kurt Tucholsky! Der hat mich sehr beeindruckt.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Meine Lieblings-Freizeitbeschäftigung sind die Spaziergänge mit meinen Hunden. Darüber hinaus beginne ich erst jetzt, nach so vielen Jahren, der Harz richtig kennenzulernen. Zu Fuáß. Daneben besuche ich gern mal Konzerte (Prog-Rock, Metal, Klassik-Rock). Und natürlich Lesen, Lesen, Lesen!

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Einen Bestseller möchte ich schon gerne schreiben ;-) Und eine Weltreise per Schiff machen. Das hätte was.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Leser-Feedback ist mir sehr wichtig. In jeder Form. Und natürlich ganz besonders auf Lesungen. Also: Ich lasse mich gern zu Lesungen einladen. Einen direkteren Kontakt mit den Lesern gibt es vermutlich nicht.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Vielen Dank allen, die mir bislang die Treue gehalten haben und die mich mit ihrem positiven Feedback, aber auch mit ihren kritischen Anmerkungen immer wieder motivieren, weiterzumachen. Und ich freue mich auf all jene, die durch dieses Interview auf meine Bücher neugierig geworden sind. Vielleicht darf ich sie ja demnächst zu meinen Fans zählen. 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0