Interview mit Alexander Hartung

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Alexander Hartung. Ich erblickte das Licht der Welt an einem Samstag im April 1970. Nachdem ich die Schule mit dem Abitur endlich hinter mich gebracht hatte, begann ich mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre. In diese Zeit fallen meine ersten Schreibversuche. Nach meinem Diplom lebte ich ein halbes Jahr in Berlin, was mit ein Grund ist, warum meine Bücher dort spielen. Bis heute besuche ich unsere Hauptstadt immer wieder gerne.

Seit wann schreibst du? 

Die Anfänge liegen in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts. Richtig ernsthaft (weil regelmäßig) schreibe ich seit acht Jahren.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Häkeln macht mir keinen Spaß und irgendein Hobby braucht der Mensch. 

Außerdem ist mein Job in der IT-Branche ein wenig trocken. Da ist Schreiben eine gute Kompensation.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Ich habe schon immer gerne Geschichten erzählt, aber der Wunsch Autor zu werden, war nie besonders ausgeprägt. Ich weiß, dass manche Kollegen schon in ihrer Schulzeit davon geträumt haben. Bei mir kam das viel später.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Die Jan-Tommen Serie:

Bis alle Schuld beglichen

Vor deinem Grab

Wenn alle Hoffnung vergangen

Die Erinnerung so kalt

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Das ist ein wesentlicher Teil des Schreibens von Krimis. Einerseits müssen die Örtlichkeiten stimmen, andererseits auch die Fakten, vor allem in Bezug auf Polizei-Ermittlungen, Forensik und Recht.

Das Internet ist dabei sehr hilfreich, aber ich nutze auch den direkten Kontakt zu Experten, wie Anwälten oder Ärzten.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause am Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Da ich noch kein hauptberuflicher Autor bin muss ich die Zeit nutzen, die noch übrig bleibt. Meistens abends und am Wochenende. Die Uhrzeiten schwanken dabei sehr.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Band 4 meiner Krimi-Reihe ("Die Erinnerung so kalt") ist abgeschlossen und steht kurz vor der Veröffentlichung, daher arbeite ich schon an den Ideen an Band 5. Noch gibt es aber zu wenig, um darüber zu schreiben. Auch habe ich noch keine Idee für den Titel.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Es gibt einige Autoren, die ich wirklich bewundere, aber ich habe keinen von ihnen analysiert oder auf andere Art mir ihren Stil versucht anzueignen. 

Da ich ein sehr visueller Mensch bin, kommt mein Einfluss auch sehr stark vom Film. Meine Begeisterung zum Krimi wurde nicht durch ein Buch, sondern durch "Mord im Orient-Express" mit Albert Finney geweckt.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Salman Rushdie – Des Mauren letzter Seufzer.   

Rushdie ist ein Genie im Umgang mit Sprache. Alleine deswegen muss man das Buch lesen.

Dominique Lapierre – Stadt der Freude.

Ein sehr bewegendes und erschütterndes Buch.

Ernst Jünger – In Stahlgewittern

Nirgends spürt man das Grauen des Krieges drastischer, als in diesem Buch. Viel eindringlicher und schonungsloser als bspw. Remarques "Im Westen nichts Neues".

Jim Butcher - Harry Dresden Serie

Eine großartige Serie, die selbst nach 16 Büchern nicht langweilig wird. Butcher hat er einen sehr lockeren Stil zu schreiben, der unterhaltsam ist, auch wenn nichts passiert.

Tess Gerritsen - Totengrund 

Der beste Rizzoli&Isles-Roman.

Karl Edward Wagner - Reflections for the winter of My Soul

Eine Kurzgeschichte aus Wagners Fantasy-Epos um den unsterblichen Kane. Sehr dicht, sehr spannend.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Die meiste Zeit schreibe ich. Außerdem betreibe ich noch ein wenig Sport und versuche meine Gitarren-Fähigkeiten weiter auszubauen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Eine eigene Metal-Band. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr, sehr wichtig. Ich schaue mir alle Rezensionen an und versuche alle Fragen von Lesern zu beantworten. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Danke für die Unterstützung, die Mails und die Rezensionen in den letzten Jahren. Es bedeutet mir sehr viel und ich werde mich hoffentlich mit vielen tollen Büchern revanchieren können.


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