Interview mit Petra Nacke

© Marco Schrage

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Seit wann schreibst du? 

Das war der Klassiker: angefangen hat alles mit meinem ersten Tagebuch, da war ich zehn.Später bin ich zur Zeitung, dann zum Rundfunk, hatte also schon einige Jährchen als Autorin verbracht, bevor das erste Buchprojekt kam.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Der Verlag, in dem ich vorher bereits als Herausgeberin aktiv war, fragte an.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Das war keine bewusste Entscheidung, mehr ein Prozess, in den ich hineingeglitten bin.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Als Herausgeberin: 

"Abenteuer des Alltags" (Kurzgeschichten von Ralf Huwendiek; ars vivendi)

"Leiche sucht Autor" (Kurzkrimis; ars vivendi)

Als Autorin:

"Rache, Engel!" (Kriminalroman)

"Blaulicht"  (Kriminalroman)

"Der Mittagsmörder" (Roman)

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, ohne Recherche geht es nicht. Am intensivsten sicherlich für den "Mittagsmörder", weil es sich erstens um einen authentischen Fall, zweitens um eine Art Sittenbild der 60er Jahre handelt.

Wo schreibst du am liebsten?

Am Küchentisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich bin eine Nachtschreiberin, weil es nachts am wenigsten Außenreize gibt.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Es gibt einiges in der Pipeline, aber verraten wird noch nichts. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Es gibt nicht nur einen, es gibt unzählige.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Erstaunlicherweise sind es keine Kriminalautoren, die ich zu meinen Lieblingen zähle, die Ausnahmen bilden Wolf Haas und Patricia Highsmith. Ich mag den lakonischen Stil und skurrilen Humor von Andrej Kurkow, die sprachliche Präzision von Flaubert, das Abgründige von T.C.Boyle oder Kurt Vonnegut... die Liste würde endlos lang. Momentanes Lieblingsbuch ist "Goulds Buch der Fische" von Richard Flanagan

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Musik, Kino, gute Gespräche und natürlich reisen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Da bin ich abergläubisch: Träume und Wünsche behalte ich für mich.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Natürlich möchte man Lob und Anerkennung für seine Arbeit oder auch konstruktive Kritik, deshalb ist Feedback schon wichtig. Zu sehr auf dieses Feedback zu warten und womöglich sogar darauf hinzuschreiben, verdirbt aber das Eigene.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Es war mir ein Vergnügen, und ja: Liebe Leser, denkt daran, dass es nicht nur Kriminalromane, sondern auch jede Menge andere gute Literatur gibt.


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