Interview mit Bettina Plecher

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne! Ich bin 1969 in München zur Welt gekommen - und nach ein paar Jahren in der Ferne auch hierher zurückgekommen. Ich lebe hier mit meinem Mann, der als Klink-Arzt arbeitet. Seine wilden Geschichten aus der Welt der Medizin liefern mir genügend Stoff für meine Toxikologen-Krimis. 

Außerdem springen bei uns zu Hause zwei quietschfidele Kinder und ein sehr fauler Gastkater herum, Naja, der Kater springt eigentlich eher selten.

Seit wann schreibst du?  

Etwa seit 2011. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Als meine Kinder klein war, wollte ich mich intensiver um sie kümmern, habe schweren Herzens meinen Beruf als Gymnasiallehrerin hintenangestellt und zu schreiben begonnen. Was damals als Mordsspaß begann, ist inzwischen mein zweiter Beruf.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Immer schon. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Giftgrün, 2013: In diesem Roman wird ein Oberarzt mit einem Bärlauchpesto, in das Herbstzeitlosen-Blätter gemengt wurde, vergiftet. 

"Isarlauf", 2016: Hier ging es um Marathon, einen Frauenclub und psychedelische Pilze. Wie das zusammenpasst, möge die geneigte Leserin oder der geneigte Leser selbst herausfinden. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Klar! Im Zentrum meiner Krimis steht ja der grantelnde Toxikologie Quirin Quast - und so wird in meinen Büchern fleißig vergiftet. Wenn's ums Gift geht, berät mich der Münchner Toxikologie Dr. Dr. Pfab. Bei allen anderen medizinischen Fragen muss mein armer Mann herhalten. Danke, Bruno! 

Wo schreibst du am liebsten?

Ab 15 Grad aufwärts sitze ich in meinem ungeheizten Wintergarten, brüte und sehe dem Treiben auf der Straße zu. Wenn's zu kalt ist, schreibe ich am Küchentisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, ich schreibe immer, wenn ich sich die Gelegenheit bietet. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Gerade ist mein zweiter Krimi erschienen - im Moment sammle ich Ideen für einen dritten. Wer also eine geniale Vergiftungsmethode kennt, möge sich bei mir melden! 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nein, nicht so direkt. Aber ich lese viel, wahllos und hingebungsvoll. Da gibt es immer wieder Anregungen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich liebe die britische Unterhaltungsliteratur. William Boyd, Julian Barnes, Ian McEwan, Nick Hornby, die Liste ließe sich ewig fortsetzen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Da ich das Glück habe, beruflich das tun zu dürfen, was mir Spaß macht, unterrichten und schreiben, trenne ich gar nicht so scharf zwischen Freizeit und Arbeit. Wenn ich nicht lese oder schreibe, gehe ich gerne in die Berge, koche für Freunde und widme mich der Familie.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig! Beim Schreiben bin ich so nah an meinem Text, dass ich den Überblick verliere. So bin ich auf die Rückmeldung der Leserinnen und Leser angewiesen, um herauszufinden, ob der jeweilige Roman als Ganzes wirklich funktioniert. Jedes Feedback ist toll, weil es mir einen neuen Blick auf das Geschriebene ermöglicht. Also immer her mit den "sachdienlichen Hinweisen"! (gerne über meine Website: http://www.bettina-plecher.de)

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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