Interview mit Cornelius Hartz

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1973 in Lübeck geboren und lebe seit der Schulzeit in Hamburg. Unter anderem habe ich als Barmixer, Unidozent, Tontechniker und in der Reisebranche gearbeitet, 2007 habe ich in Hamburg meinen Doktor gemacht, ich habe über lateinische Lyrik promoviert. Heute verdiene ich mein Geld nur noch mit dem Schreiben, als freier Übersetzer u. a. von Sachbüchern („1177 v, Chr.“, „Die Iden des März“, „Hitlers heimliche Helfer“), als Lektor und als Autor von Romanen, Krimis und Sachbüchern. Nebenbei berate ich hin und wieder Autoren und Verlage, und ich betreue das Literatur Labor Wolfenbüttel – eine ganz großartige Einrichtung, die Schriftstellertalente zwischen 16 und 21 Jahren fördert.

Seit wann schreibst du?

Mitte 2008 erschien mein erster Roman, an dem habe ich zwei Jahre gearbeitet.

Wie bist du zum Bücher Schreiben gekommen?

Über meine Doktorarbeit. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass mir Schreiben und Formulieren unheimlich Spaß macht. Viel mehr als das Forschen und die ganze Uni-Geschichte.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Ab dem Moment, als ich damals den Karton mit den ersten Exemplaren meines Romans geöffnet habe.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Fünf Romane und zwölf Sachbücher. Ein paar meiner Sachbücher gibt es auch als Hörbuch.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Na klar. Vor allem für Krimis muss man viel mehr recherchieren, als ich vorher gedacht hätte. Wenn man die Polizeiarbeit einigermaßen realistisch darstellen will, darf man sich nicht auf das verlassen, was man aus dem „Tatort“ kennt – im Gegenteil. Das geht bei den Dienstgraden los, geht über die Zuständigkeiten von Kripo und Staatsanwaltschaft und hört bei der Arbeit der Spurensicherung noch lange nicht auf …

Wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe sehr gerne im Freien, aber nur wenn es warm ist, und das sind hier in Hamburg (gefühlt) höchstens zwei Wochen im Jahr. Ansonsten meistens in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch, am Rechner.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eigentlich nicht. Höchstens, dass ich ziemlich früh aufstehe. Morgens um fünf, halb sechs, kurz bevor die Sonne aufgeht, bin ich oft ziemlich inspiriert. Und es ist noch nicht so trubelig in der Wohnung.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Erstens: ja. Und zweitens: leider nein.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Klar, den hat doch jeder Autor, ob er will oder nicht. Ich würde Michel Houellebecq dazuzählen, John Irving und Henning Mankell.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

„Last Exit Volksdorf“ von Tina Uebel, „Ausweitung der Kampfzone“ von Michel Houellebecq, alles von Sjöwall/Wahlöö, „Die grüne Wolke“ von A. S. Neill. Ansonsten: Sven Regener, Finn-Ole Heinrich, Wolf Haas, Frank Schulz, Joachim Meyerhoff und T. C. Boyle.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Reiten, ich habe auch ein eigenes Pferd.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Wenn irgendwann der Bestseller kommt, kaufen wir uns einen Reiterhof. Oder wandern ins Warme aus.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig, ich freue mich immer über Mails, wenn Lesern etwas gut gefallen hat – oder es (konstruktive) Kritik gibt.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ja, ich hoffe auch, dass Kommissar Brook irgendwann zurückkehrt …!


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