Interview mit Beate Maxian

© Michael Maritsch

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin eine österreichische Autorin, Moderatorin und Journalistin mit bayerischen Wurzeln (geb. in München), lebe in Oberösterreich und Wien. Der Beruf meines Vaters hat mich als Kind in den arabischen Raum und nach Afrika geführt. Darin liegt möglicherweise meine Neugier auf fremde Kulturen und Menschen begründet. Nach meiner Schulzeit arbeitete ich als Produktions- und Regieassistentin für diverse Filmproduktionen und ORF. Ich bin Initiatorin und Organisatorin des Krimi Literatur Festival at (das 2016 sein 10jähriges Bestehen feiert) und Referentin der Talenteakademie OÖ.

Seit wann schreibst du?

Seit ich schreiben kann. Schon als Kind hat es mir großen Spaß gemacht, mir Geschichten auszudenken und diese aufzuschreiben.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Den Wunsch hatte ich schon immer. Irgendwann hab ich mich hingesetzt und es einfach getan.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Mit etwa acht Jahren habe ich erstmals ausgesprochen, dass ich Schriftstellerin werden möchte.

Welche Bücher hast du veröffentlicht?

Wien-Krimis mit Sarah Pauli :„Tödliches Rendezvous“ (2011); "Die Tote vom Naschmarkt (2012);

"Tod hinter dem Stephansdom" (2013); "Der Tote vom Zentralfriedhof" (2014); "Tod in der Hofburg" (2015); alle im Goldmann Verlag, München

Atterseekrimis mit Sandra Anders: „Tote lächeln“ (2005); „Tote morden nicht“(2006) beide im Resistenz Verlag, Linz-Wien; „Tod mit Seeblick“ (2008); „Tod dem Knecht“ (2010), beide im Prolibris Verlag, Kassel

Thriller: „Tödliche SMS“ Wien-live Edition, Echomedia Verlag, Wien 2007

Sachbücher

„Über Mondsee, Attersee, Vöckla und Hausruck“ (2004); „Über Kohle und Leben im Hausruck“ (2006); beide im Trauner Verlag

"Hausruckviertel“, Oberösterreichverlag, 2014

Kinderbuch: „2010 und noch mehr Nächte“, Echomedia Verlag, Wien 2007

(Märchenbuch für UNICEF)

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ich recherchiere sehr genau. Zum Glück beantworten mir Kriminalinspektoren, Gerichtsmediziner, Ärzte, Rechtsanwälte, Notare und viele andere Fachleute jederzeit meine Fragen. Wobei sich manchmal die Realität der Fiktion beugen muss, wenn es die Geschichte verlangt.

Zudem habe ich mich jahrelang mit der Entstehung und Entwicklung des Aberglaubens beschäftigt. Dieses Wissen kommt meiner Figur, der abergläubischen Journalistin Sarah Pauli zugute, für ihre Kolumne und die Lösung so mancher Fälle.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich zuhause an meinem Schreibtisch. Mein kleines Büro sieht ein bisschen wie eine Bibliothek aus. Ich fühl mich unter Büchern einfach wohl.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eine Tasse Tee oder Kaffee neben dem PC, darf nicht fehlen. Ansonsten sitze ich diszipliniert spätestens um 9 Uhr an meinem Schreibtisch. Im Hintergrund läuft manchmal Musik. Je nachdem an welchem Kapitel ich arbeite, Klassik, Rock oder Pop. Nur ab und zu muss es ganz still sein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Eigentlich habe ich zwei neue Projekte.

Im Moment schreibe ich am siebten Wien-Krimi mit der sympathischen Journalistin Sarah Pauli. Diesmal führt sie ihre Recherche in den Wiener Prater. Der Roman erscheint 2017. Davor (Sept. 2016) erscheint „Mord in Schönbrunn“. Für diesen Roman stecke ich gerade mitten im Lektorat.

Und vor wenigen Tagen habe ich ein generationsübergreifendes Roman-Manuskript beendet. Eine Geschichte, die mir vier Jahre lang im Kopf herumspukte. Nach einiger Recherchearbeit und Figurenentwicklung habe ich sie schließlich geschrieben.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Schwer zu sagen. Aber ich denke, nein. Ich lese sehr viele Bücher unterschiedlichen Genres, und das schon seit meiner Kindheit. So gesehen, könnten es viele oder keiner sein.

Meine Krimis mit Sarah Pauli sind Thema einer derzeit entstehenden Diplomarbeit. Vielleicht zieht diese Germanistin einen Vergleich mit einem Autor/einer Autorin. Dann weiß ich, wer genau mein Schreiben beeinflusst, oder eben nicht.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Da gibt es so viele, dass ich gar keinen extra erwähnen möchte, um nur ja keinen zu vergessen :)

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen. Etwas mit meiner Familie unternehmen. Freunde treffen. Museen besuchen. Städtereisen. Kurzum: Das Leben genießen!

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Eine eigene Buchhandlung zu besitzen und auf einer Art Farm zu leben. Ich liebe Tiere, lebe jedoch derzeit, zum ersten Mal ohne Hunde und Katzen in meinem Haus und Garten. Das würde ich sehr gerne wieder einmal ändern.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Das ist mir sehr wichtig, denn ich schreibe ja für meine Leser. Ich höre ganz genau hin, sowohl bei Lob (das freut mich natürlich sehr), als auch bei Kritik. Beim Schreiben rufe ich dann das eine oder andere ab. Wenn mir meine Leser/Leserinnen erzählen wie gut ihnen die Romane/Figuren gefallen und die Frage stellen, wann denn endlich der nächste Roman erscheint … das alles gibt Energie und Kraft fürs Schreiben.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Herzlichen Dank für eure Lesetreue und für die Mails und persönlichen Gespräche bei meinen Lesungen. Solltet ihr mich mal irgendwo sehen, einfach ansprechen.  


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