Interview mit Rita Maria Fust

Hallo erst mal und vielen Dank das du dir Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten :) 

Sehr gerne. Hallo zusammen!

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Klar, ich heiße Rita Maria Fust, habe Literatur- und Medienwissenschaft studiert und arbeite seit ein paar Jahren als Autorin und Texterin.

Seit wann schreibst du? 

Das weiß ich ganz genau! Angefangen hat alles am 7. März 2010. Da war Tag der Archive vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. Ich ging also ins Stadtarchiv Lippstadt ... und bekam vor Augen geführt, wie spannend Geschichte ist.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich sprach damals mit der Leiterin des Archivs über dies und das der Lippstädter Geschichte. Irgendwann - auf der Treppe, ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen - sagte sie: "Lippstadt hat Geschichte, darüber müsste man eigentlich schreiben." 

"Jaaaa!!!", dachte ich. "Coole Idee!" Mit diesen Worten bzw. Gedanken ging es los und fast auf den Tag genau vier Jahre später war er da, "Der Kaufmann von Lippstadt", mein Debüt, mein historischer Kriminalroman.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Als ich beim Schreiben meines ersten Romans an einem Punkt angekommen war, an dem ich dachte: "Jetzt muss ich ihn "nur noch" zu Ende bringen." Da bekam ich zum ersten Mal so eine Ahnung, dass ich vielleicht doch Autorin bin oder sein oder werden könnte.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein Debüt: "Der Kaufmann von Lippstadt" erschien 2014.

Mein zweiter Roman "Die Gunst der Köngin" ist jetzt gerade (2. März 2016) erschienen.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

JAAA. Ganz viel. Bei historischen Romanen geht das nicht anders. Ich habe sowohl die jeweilige Zeit - einmal Ende des 18. Jh. und einmal die ersten Jahre des 19. Jh. - recherchiert, als auch die Themen: "Die Gunst der Königin" ist ein historischer Apotheken-Krimi, dazu habe ich mich in die Apotheken- und Pharmaziegeschichte eingearbeitet. Ganz untypisch ist übrigens, dass meine historischen Romane auch in der Gegenwart spielen. "Die Gunst der Königin" spielt in den ersten Jahren des 19. Jh. und 2012. Vielleicht erinnert sich jemand?! 2012 war das Jahr, in dem Lance Armstrong seine Tour de France-Siege abgeben musste und die weißrussische Kugelstoßerin ihre olympische Goldmedaille aus London wieder verlor. So bestimmte Doping die aktuelle Presse und in "Die Gunst der Königin" auch die fiktive: In Lippstadt stirbt ein Sportler beim Altstadtlauf. Dopingverdacht kommt auf. Da musste ich natürlich auch "Doping" recherchieren - was übrigen irre spannend ist.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause am Schreibtisch. Da habe ich immer die Bücher und Kopien zur Hand, die ich brauche, wenn ich mal (schnell) was nachschlagen will. Darüber hinaus genieße ich die Ruhe ...

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, ein Ritual habe ich nicht. Ich schreibe - wie gesagt - immer am Schreibtisch. Allerdings habe ich feste Zeiten: in etwa von 8 bis 14 Uhr, montags bis freitags. Diese Zeit ist aber nicht ausschließlich für das Roman-Schreiben reserviert, sondern allgemein für das Schreiben von Texten ... 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, ich habe ein neues Projekt (und irre viele Ideen!), aber verraten mag ich noch nichts. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nein, nicht wirklich. Eigentlich gar nicht ...

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Oh, das ist nicht einfach zu beantworten. Ich bin eher fasziniert von einer Zeit: die 1920er Jahre. Kennt ihr den Character Gil Pender aus "Midnight in Paris" (Woody Allen)? Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich Gertrude Stein in ihrem Salon besuchen; würde nicht nein sagen, wenn Alice B. Toklas was Gekochtes anbietet und einen wunderbaren Abend mit all den Künstlern verbringen, die bei Gertrude Stein ein- und ausgehen. Am nächsten Tag würde ich mich in Sylvia Beachs "Shakespeare and Company" inspirieren lassen, Djuna Barnes und den anderen Ladies der Left Bank "Guten Tag!" sagen und natürlich auch in der Buchhandlung von Adrienne Monnier vorbeischauen. Zum Abschied würde ich mit Hemingway in einem guten Café auf der place St-Michel eine Tasse Kaffee trinken, mindestens eine Zigarette rauchen und versprechen, bald wiederzukommen.  

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Was für eine Frage?! Lesen natürlich.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Einen Wunsch? Mal abgesehen von der Zeitreise ins Paris der 1920er Jahre? Ich würde gerne in Manhattan einen Szene-Roman über Manhattan schreiben ... Aber das haben schon so viele. Bestimmt fällt mir noch etwas anderes ein!

 Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig! Deshalb habe ich mit meinem "Kaufmann von Lippstadt" vor zwei Jahren eine Leserunde bei Lovelybooks gemacht. Der Gmeiner-Verlag hat mir dankenswerter Weise Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Das war eine tolle Erfahrung! Und natürlich habe ich viel dazugelernt und bei "Die Gunst der Köngin" einiges anders gemacht.

In Kürze starte ich eine Leserunde zu "Die Gunst der Königin". Vielleicht hat jemand Lust, dort mitzumachen?

Danke das du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ja klar! Ich freue mich auf Feedback von euch, z. B. über Facebook ...  Rita Maria Fust - Autorin https://de-de.facebook.com/Rita-Maria-Fust-Autorin-100170143463549

Wer mag, findet mehr über mich auf www.rita-maria-fust.de

DANKE und allerbeste Grüße aus Westfalen

Rita


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