Interview mit Robert Preis

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Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 43, lebe in der Nähe von Graz, hab Familie, bin Zeitungsredakteur und erzähle gerne Geschichten.

Derzeit sind es gerade Krimis und mysteriöse, düstere Abenteuer, die mir durch den Kopf schwirren. 

Seit wann schreibst du? 

Seit der Oberstufe, also irgendwann ab 16, 17. Während der Studentenphase in Wien kam der nächste Schub, 

richtig los ging es aber erst mit 30 - als ich kaum noch Zeit dafür hatte... Mit 34 erschien mein erster Roman.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Das Feuer geweckt hat mein Vater, der mich immer sehr gefördert und unterstützt hat. Und ich hatte einen Deutschlehrer, der mich animiert hat, 

mehr daraus zu machen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Bücherschreiben wollte ich schon immer. Da hab ich kein Schlüsselerlebnis im Kopf. Als Kind habe ich Comics gezeichnet, später eben Geschichten geschrieben. 

Ein Bücherleben war aber immer vorgezeichnet.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Neben Sachbüchern und Beiträgen für Anthologien sind es bislang sechs Romane.

"Schatten über Anderswo" (Fantasy, Federfrei); "Das Gerücht vom Tod" (Hist.Roman, Leykam) und die vier Trost-Krimis "Trost und Spiele" (Federfrei), 

"Graz im Dunkeln", "Die Geister von Graz" und "Der Engel von Graz" (jeweils bei Emons).

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, ohne Recherche geht es nicht. Will ich es auch gar nicht. Mir macht es Spaß, mit jedem Projekt etwas Neues zu erfahren. Neue Leute kennenzulernen. 

Aber meine Arbeiten nähren sich natürlich auch häufig von dem, was ich als Journalist mitbekomme. 

Wo schreibst du am liebsten?

Im Keller. Da ist es still und finster. Das mag ich. :-)

Gerne aber auch in Hotelzimmern - so wie jetzt. Die sind so unpersönlich, da gibt es keine Ablenkungen.  

Hast Du ein festes Schreibritual?

Außer, dass ich fast ausschließlich in der Früh schreibe und da vorher meist meine Mails checke, nicht. 

Durch die Zeitungsarbeit bin ich es gewohnt, ohne Anlaufschwierigkeiten einfach los zu legen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Es sind mehrere Projekte. Ein Drehbuch, das im Sommer fertig wird, eine Sagensammlung an dem ich gerade arbeite und eine Fortsetzung meiner Krimi-Reihe, 

deren Erscheinen für 2017 geplant ist. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Jedes Buch, das ich gelesen habe, beeinflusste mich in gewisser Weise. Und es gibt eine ganze Reihe von Autoren, denen ich verdanke, tolle Geschichten 

"erlebt" zu haben. Das aktuelle Buch ist aber immer am "einflußreichsten" und das ist derzeit "Das barmherzige Fallbeil" von Fred Vargas. 

Von ihr habe ich alle Bücher gelesen. 

Als Autor bin ich begeistert von Tad Williams, Sebastian Fitzek und Joanne K. Rowling, denn die machen auch vor, wie man sich als 

Gesamtpaket vermarkten kann. Und ich finde die österreichische Krimiszene beeindruckend. Nicht zuletzt durch das Fine Crime Festival, das ich in 

Graz initiiert habe, konnte ich eine ganze Menge Autoren kennenlernen, deren Kreativität und Lockerheit großartig ist.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

"Der Blumenkrieg" - Tad Williams

"Der verbotene Ort" - Fred Vargas

und ...

die Harry Potter-Reihe

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin am Liebsten im Kreis der Familie. 

Lesen und Kino gehören einfach dazu.

Und alle paar Monate packt mich der Sportwahn. Dann laufe ich bis alles schmerzt und ich wieder pausieren muss.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Mit einem VW-Bus auf Lesereise durch die Welt tingeln und dazwischen an der perfekten Geschichte feilen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Immens wichtig, weil es einen antreibt und schon mal aufrichten kann.

Die Wahrheit aber ist: Ich würde trotzdem schreiben, auch wenns kein feedback gäbe. Denn schreiben ist ja auch eine Form von Zwang. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Oh, vieles. Ich hoffe zum Beispiel, ihr erzählt es weiter. Dass ihr Bücher lest. Und dass es richtig Spaß macht, zu lesen. In Geschichten einzutauchen.

Und natürlich möchte ich mich bedanken: Dafür, dass ihr mich lest. Und mir damit so viele Glücksmomente beschert. 


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