Interview mit Veit Bronnenmeyer

© Peter Kunz

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

 Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Geboren 1973 in Kulmbach, aufgewachsen in Lauf/Pegnitz, lebe ich seit 15 Jahren in Fürth. Nach Abitur und Zivildienst machte ich zunächst eine Ausbildung zum Schreiner 

(der schönste Beruf der Welt mit einem leider gegensätzlichen Arbeitsalltag). Studium der Sozialen Arbeit in Bamberg. 

2005 eröffnete ich zusammen mit Jan Beinßen die Krimi-Reihe des ars vivendi verlages (einziger ernstzunehmender Literaturverlag in Franken). Mein Debutroman war

"Russische Seelen", es folgten bisher vier Bände in dieser Reihe. Daneben schrieb ich schon Dutzende von Kurzkrimis und erhielt 2009 für den Text "Eigenbemühungen"

den Agatha-Christie-Krimipreis. Außerdem gibt es zahlreiche Kurzgeschichten und Feuilletons von mir, regelmäßig schreibe ich für die "Fürther Freiheit" eine 

literarische Reihe der Fürther Nachrichten. 

Ich bin kein Schnellschreiber. Bücher brauchen Zeit um zu entstehen und schreiben sich über weite Strecken selbst, was für den Autor manchmal quälend sein kann.

Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass Qualität und Quantität sich gegenseitig aussschließen. Obwohl ich entsprechend dem Trend zu den Regionalkrimi-Autoren

gehöre, halte ich daran fest, dass ein guter Krimi kein Stadtführer sein darf. Der Schauplatz ist u.U. wichtig, soll aber nicht alles sein.

Seit wann schreibst du? 

Ich habe schon mit 12 Jahren bei der Schülerzeitung angefangen. Das lag nahe, denn meine Eltern waren beide Journalisten. Mit dem ersten Romanmanuskript habe 

ich 1999 angefangen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

S.o. Außerdem schien es mir, dass ich das, was man so im Bertelsmann-Katalog findet doch auch hinkriegen müsste.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Etwa um das Millenium. Wobei das Autorendasein kein alleiniges Lebenskonzept sein kann.

- Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Russische Seelen (2005), Zerfall (2007), Stadtgrenze (2010), Gesünder Sterben (2013), Der schwarze Kreis (Krimierzählung 2008), Ausflugsverführer Bierfranken (2008; 

mit R. Weihrauch), Ausflugsverführer Bierfranken II (2011; mit R. & M. Weihrauch)

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja. Kriminalromane benötigen oft intensive Recherchen, je nach Thema, das man wählt. Dazu sollte man sich Grundkenntnisse in der Polizeiarbeit und Rechtsmedizin

aneignen.

Wo schreibst du am liebsten?

Der Ort ist nicht so entscheidend. Wichtiger ist, dass man alleine ist und (halbwegs) Ruhe hat. Außerdem ist die Tageszeit nicht unwichtig. Ich schreibe gerne abends, 

jedoch nicht tief in der Nacht.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Außer der Tageszeit eigentlich nicht. Maßvoller Alkoholgenuss und die eine oder andere Zigarillo können hilfreich sein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

In diesem Jahr (2016) erscheinen wieder zwei Kurzkrimis zum Thema Cocktails (Sam Wolfe und der Side Car; KBV Verlag) und Bier (Schädelspalter; ars vivendi verlag). So Gott 

will erscheint Im Herbst der 5. Band meiner Krimireihe, der aktuell noch keinen Titel hat.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Es gibt diverse Autoren/innen, die ich sehr schätze, direkt beeinflusst haben sie mich aber nicht, glaube ich.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Im Krimibereich mag ich Ian Rankin sehr, aber auch Jean-Claude Izzo oder die Russin Polina Daschkowa. Ansonsten liebe ich Arturo Perez-Reverte, Douglas Kennedy oder 

Zadie Smith. Sehr gut gefallen mir auch die Werke von Leo Perutz, dem deutschen bzw. österreichisch-ungarischen E.A. Poe.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Draußen sein. Wandern, Radfahren, vergessene Wirtshäuser und Schwimmbäder entdecken. Schreinern, wenn sich die Gelegenheit bietet. Musik. Aktivtäten mit meiner Tochter.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Eine Alpenüberquerung, richtig Segeln zu können, mit dem Schiff nach New York ... aber eigentlich bin ich schon ganz zufrieden. Die Verkaufszahlen könnten

natürlich noch höher sein ...

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig, wenngleich man es nicht immer berücksichtigen kann. Literatur ist eben doch eine Kunstform. Ich beantworte aber immer noch alle Zuschriften von

Leser/innen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich liebe euch alle (ok., das war jetzt geklaut ;-)


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