Interview mit Christian Oehlschläger

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Hallo. Mein Name ist Christian Oehlschläger, bin Jahrgang 1954, verheiratet und habe zwei große Jungs. Als Förster der Landwirtschaftskammer Niedersachsen leite ich die Bezirksförsterei Burgwedel. Davor war ich mehrere Jahre in Mittel- und Südamerika als Entwicklungshelfer tätig. Und nebenbei schreibe ich ... Daher nennt man mich auch den 'Krimiförster'.   

Seit wann schreibst du? 

Seit Anfang der Achtziger Jahre. Also bereits seit über dreißig Jahren.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ich habe mit Kurzgeschichten angefangen. Als Forststudent habe ich Jagdgeschichten verfasst und die in Jagdzeitschriften veröffentlicht. So kam eine Geschichte zur anderen, es wurden Bücher daraus. Als meine Geschichten immer länger wurden, schimpften die Zeitschriftenverlage mit mir. Sie kürzten erbarmungslos. Da hab ich mir gedacht, jetzt schreibst du mal eine besonders lange Geschichte. So entstand mein erster Roman.   

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Och, das kann ich schlecht beantworten. Das kam spät und schleichend.    

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Seltene Beute (1990)

Wildwechsel (1998)

Der Schwanenhals (2005)

Der Kohlfuchs (2006)

Draußen vom Walde (2007)

Die Wolfsfeder (2008)

Der Waldvogel (2011)

Wo Hirsch und Has' (2012)

Das Hirschluder (2014)

Hinzu kommen etliche Beiträge/Kurzgeschichten zu Anthologien: Von 'Bock auf Wild' (2010), über 'Ein Bier, ein Wein, ein Mord' (2012) bis zu 'Heide, Harz und Hackebeil' (2013)

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Natürlich. Meistens im Wald und in der freien Natur, denn dort sind meine Geschichten angesiedelt.

Für den 'Waldvogel' zum Beispiel habe ich wochenlang Sex- oder Lovemobile beobachtet. Davon gibt es sieben Stück in meinem Forstrevier. War schon anstrengend, bei Wind und Wetter mit dem Fernglas in den Büschen zu hocken ...

Für meinen neusten Krimi, 'Das Hirschluder', bin ich extra nach Finnland gereist, da mein Finale/Showdown dort spielt.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause, in meinem Büro. Klingt langweilig, ist aber so. Ganz brav auf einem stationären PC.  

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ja, ich setze mir Ziele. In meinem Kalender trage ich ein, wie viele Manuskriptseiten ich im Monat schreiben muss, um den Termin der Buchveröffentlichung im Herbst (am liebsten zur Frankfurter Buchmesse) einzuhalten.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Jupp! Mein neuer Krimi ist zu zwei Dritteln fertig und erscheint im Oktober 2016. Es gibt was zu feiern, denn es wird mein 10. Buch!!! 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Einen? Das waren schon viele. Unzählige. Aber einen möchte ich hervorheben. Ich schäme mich ein wenig, ihn zu nennen. Es war Karl May. Dessen Bücher hab ich als Teenager verschlungen, er hat mir schlaflose Nächte beschert und bei Winnetous Tod hab ich geweint ... Unter dem Einfluß von Karl May hab ich im Alter von 14 Jahren versucht, meinen ersten Roman zu schreiben. Ich kam drei Seiten weit ... 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

 Oh, das ist nicht einfach. Da gibt es etliche. Die Henning Mankell Krimis, 'Fräulein Smillas Gespür für Schnee' von Peter Hoeg, des Weiteren 'Der Name der Rose' von Umberto Eco, die Millennium Trilogie von Stieg Larsson (bin enttäuscht von der Fortsetzung), 'Das Parfum' von Patrick Süskind und viele mehr.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Na, was wohl? Schreiben natürlich. Bin schließlich Hobby-Autor.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Nee, nee. Private Wünsche plaudere ich hier nicht aus. Aber einen schriftstellerischen Traum hab ich schon: Vor meiner Krimiserie habe ich vor vielen Jahren einen Kinderabenteuerroman geschrieben. Mit ganz viel Herzblut. Bloß habe ich bisher noch keinen Kinderbuchverlag gefunden, der das Buch veröffentlichen möchte. Wäre schön, wenn es doch irgendwann klappen würde.  

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ach, wir Schreiberlinge lechzen doch alle nach Anerkennung. Da schreibt man wochen-, monate-, manchmal jahrelang allein vor sich hin, teilt seine Geschichten mit niemanden (Krimis sind in der Regel Rätsel; da darf man vorher nichts verraten). Die Belohnung für die Mühen sind dann die (hoffentlich positiven) Reaktionen der Leser.     

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ja, ich möchte meine Leser gern zu einer meiner Lesungen einladen. Wir lesen stets zu zweit. Mein Lektor und mittlerweile Freund, Ulrich Hilgefort, begleitet mich seit Jahren. Es macht Riesenspaß, als Duo aufzutreten. Die Termine findet ihr unter www.ch-oehlschlaeger.de. Ich würde mich auf ein Treffen mit euch freuen.  


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