Interview mit Bernadette Olderdissen

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Also um es kurz zu fassen: Ich bin eine schreibwütige Globetrotterin, die mit Menschen am liebsten in deren Muttersprachen spricht (leider fehlen mir doch noch ein paar, obwohl ich ständig fleißig weiterlerne). Mittlerweile ertappe ich mich immer mehr dabei, wie ich Menschen auf ihre Tauglichkeit als Romanfigur abklopfe, oder ihnen zumindest ein paar Eigenschaften, Macken, Ticks etc. abzwacke, um sie meinen Figuren zu verpassen. Ob ich nun gerade auf Reisen bin oder nicht, ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen und die Welt ein wenig durch ihre Augen zu sehen – was übrigens auch für Katzen gilt, meine beiden eigenen und weltweit.

Seit wann schreibst du?

Begonnen habe ich mit 12 oder 13, und etwa ein Jahr später habe ich dann meinen ersten Krimi geschrieben.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Wahrscheinlich habe ich instinktiv verstanden, dass schreiben billiger ist, als zum Psychiater zu gehen :P

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Seitdem ich als Teenager die ersten Romane geschrieben hatte und merkte, wie viel Freude mir das Schreiben macht und das mir etwas ganz Wesentliches fehlt, wenn ich nicht schreibe.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

1) Grazie, Genova – Zwei Jahre al dente; humoristischer Roman über das Leben in Italien, der 2015 vom Rowohlt-Verlag neu als E-Book herausgegeben wurde

2) Mord en rose – Globetrotter-Krimi # 1, spielt in Toulouse, Frankreich

3) Bis der Tod dich findet – Globetrotter-Krimi #2, spielt in Turku, Finnland

Hast du für deine Bücher recherchiert?

O ja, vor allem an den Orten, wo meine Romane spielen, aber auch viel über Sekundärliteratur und Gespräche mit Einheimischen.

Wo schreibst du am liebsten?

In einer Hütte am Strand. Da dies aber leider selten möglich ist, begnüge ich mich mit meinem Ikea-Sofa daheim, einem Schoßtisch über den Beinen und zwei faulen Katern links und rechts.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Meistens beginne ich den Tag (jedenfalls solche, wo ich nicht meinem Brotjob nachgehe) mit allem anderen und versuche, das Schreiben möglichst lange hinauszuzögern, ganz nach dem Motto, save the best for last‘. Irgendwann beginne ich, meistens am Nachmittag, und dann kann ich nicht mehr aufhören, bis mich irgendwer oder irgendwas unterbricht.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Natürlich. Im Sommer wird Band 3 der Globetrotter-Krimi-Serie erscheinen, der dieses Mal in Brasilien spielt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Früher ganz sicher Agatha Christie, aber davon habe ich mich sehr weit entfernt. Ich lese unheimlich viel, vor allem Krimis, aber richtig beeinflussen lasse ich mich nicht mehr, sondern habe meine eigene Thematik und meinen eigenen Stil entwickelt.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Lieblingsbücher habe ich zu viele, um sie kurz zu benennen. Autoren, die ich sehr gern lese, sind u.a. Tana French, Nele Neuhaus, Klaus-Peter Wolf, Stieg Larsson und und und.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Schreiben, reisen, mit meinen Katzen schmusen, lesen, Sport, Sprachen lernen, neue Reisen planen

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Eigentlich würde ich mich freuen, wenn ich all das, was ich jetzt mit Begeisterung mache, auch weitermachen und immer weiter ausbauen kann – also vor allem das Reisen und Schreiben. Wie viele Schreiberlinge träume ich davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig, wenn es ehrlich ist und sich entweder um echtes Lob oder aber um konstruktive Kritik handelt – so habe ich etwas davon.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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