Interview mit Lucie Flebbe

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :). Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Hallo Bianca. Mein Name ist Lucie Flebbe, ich bin Kriminalschriftstellerin und lebe mit meiner Familie im Weserbergland. Ich freue mich sehr über den Erfolg meiner Krimireihe um die 20-jährige Privatdetektiv-Azubine Lila Ziegler. Meine Bochum-Krimis kommen sowohl bei jugendlichen LeserInnen, als auch beim erwachsenen „Stammpublikum“ so gut an, dass Lila in meinem aktuellen Roman „Prinzenjagd“ mittlerweile zum siebten Mal auf Verbrecherjagd geht.

Seit wann schreibst du?

Ich glaube, ich schreibe Geschichten, seit ich einen Stift halten kann. Allerdings hat es eine ganze Weile gedauert, bis etwas dabei rauskam, das zu lesen zumutbar war.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

2007 hatte ich ein Manuskript fertig, bei dem ich mir vorstellen konnte, es zu veröffentlichen. Tatsächlich zeigte gleich der erste Verlag Interesse. 2008 erschien mein Krimi-Debüt „Der 13. Brief“ beim Dortmunder Verlag Grafit – und das Buch kam so gut an, dass es 2009 den Friedrich-Glauser-Preis als bestes Krimi-Debüt gewann. Das war ein toller Einstieg.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Neben mittlerweile sieben Lila-Ziegler-Krimis und verschiedenen Kurzgeschichten habe ich den Text „Das Monster“ zu der Reihe „Krimi-Snacks“ des Cadolzburger Verlags ars vivendi beigesteuert.

Mal was ganz anderes ist die medizinischen Biografie „ALS – Zwei Seiten einer unheilbaren Krankheit“ (ACABUS), in der ich die außergewöhnliche Geschichte meiner Co-Autoren Burkhard und Silke Linke zu Papier gebracht habe.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Na klar, das gehört doch dazu!

Einerseits sehe ich mir die Schauplätze vor Ort in Bochum an. Andererseits wird meine Ermittlerin bei ihrer Arbeit nicht nur mit einem Verbrechen konfrontiert, sondern gern auch mit einem Thema, über das die Autorin persönlich mehr erfahren wollte . Oft sind das soziale Themen, eben weil mich diese selbst interessieren. Lila war unter anderem bereits undercover unter wohnungslosen Jugendlichen und in einem ambulanten Pflegedienst unterwegs. In meinem aktuellen Roman „Prinzenjagd“ muss sie sich mit der Integration von Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben auseinandersetzen.

Bevor Lila ermittelt, recherchiere ich also immer selbst. Zur Vorbereitung auf ein Buch gehe ich dann schon mal mit den MitarbeiterInnen eines Pflegedienstes oder dem Integrationsbeauftragten einer Behindertenwerkstatt „auf Tour“.

Wo schreibst du am liebsten?

Bei meiner lustigen Patchwork-Familie mit fünf Kindern ist eher die Frage nach dem „Wann“ entscheidend: Zurzeit schreibe ich mal wieder nachts.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schnappe ich mein Notebook und lege los.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Zurzeit arbeite ich an Lila Zieglers achtem (und möglicherweise letztem?) Fall, der hoffentlich noch in diesem Jahr erscheint.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Eigentlich lese ich alles, von der Klatschspalte der Tageszeitung bis zu Goethes „Faust“. Mich können ganz unterschiedliche Bücher begeistern, die Biografie von des Piloten Chesley B. Sullenberger genau wie „Per Anhalter durch die Galaxis“ oder die Romane von Gisa Klönne. Zuletzt berührt hat mich Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Reiten, Lesen, Sport.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Meine Lila-Ziegler-Reihe endet ja bald. Es wäre wunderbar, wenn es mir gelingen würde, eine weitere, genauso verrückt-interessante Figur zu erfinden, deren Abenteuer zu veröffentlichen sich lohnt. Ob das gelingt, steht aber noch in den Sternen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich freue mich sehr, wenn sich jemand die Mühe macht, einen Kommentar auf meiner Homepage oder sogar eine Rezension zu verfassen. Gerade in stressigen Zeiten motiviert mich das oft, abends doch noch mal den Rechner anzuschmeißen und ein, zwei Seiten zu schreiben.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken, die Lilas Abenteuer nun schon so lange verfolgen. Ich hoffe, dass Euch das Lesen weiterhin so viel Spaß macht, wie mir das Schreiben.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0