Interview mit Heidi Gebhardt

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich habe erst das Leben studiert, bevor ich angefangene habe zu schreiben: Ich habe ein Landschulheim geführt, eine zweite Ausbildung absolviert, in der Werbung hart gearbeitet und Karriere gemacht. Ich bin in Frankfurt aufgewachsen, gelebt habe ich u.a. im Hotzenwald, in Freiburg und im Taunus. Ich bin verheiratet, Mutter von zwei tollen Kindern, die mittlerweile studieren. Ich hatte immer Katzen und bis letzten Jahr einen treuen Hund. Ich habe einen großen Garten, eine Streuobstwiese, koche und backe leidenschaftlich gerne.

Seit wann schreibst du?

In der Werbung habe ich Konzepte für spannende Kampagnen geschrieben. Als meine Kinder im Kindergarten waren, hab ich ein Monatsheft für diesen Kindergarten gestaltet. Und als meine Kinder flügge wurden, schrieb ich redaktionelle Beiträge für Kundenzeitschriften. Mit der „Tante Frieda“ habe ich 2011 angefangen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ach, da kam viel zusammen: Die Idee zum Buch hatte ich schon sehr, sehr lange. Als ein Marketingleiter mit der Anfrage kam, ob ich in seiner Abteilung ein Seminar zum Schreiben halten könne, überlegte ich lange, wie er darauf kommt, dass ich so gut schreiben kann. Das war der letzte Stein des Anstoßes - Danke an dieser Stelle an Rainer R.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Ich antworte jetzt nicht: "Schon als kleines Kind! Ich habe meine ersten Geschichten schon auf dem Töpfchen geschrieben!" Es hat sich einfach so entwickelt.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein erster Krimi war die "Tante Frieda". Für die Veröffentlichung habe ich extra einen Verlag gegründet, weil ich mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch an die Sache herangegangen bin: Eine ehemalige Kollegin aus der Grafik, Ursel Koch, hat den Satz gemacht, meine Tochter Alice, die Kommunikations-Design studiert, hat das Cover illustriert. Ich habe sehr viel Wert auf das Lektorat gelegt. Natürlich auch auf sehr gutes Papier und den Druck! Das Buch war dann auch ein voller Erfolg, sodass der Ullstein-Verlag auf mich aufmerksam wurde. Wir haben gleich ein zweites Buch zusammen gemacht: "Kein Mord ohne Tante Frieda" und am 12. August 2016 wird "Frieda unter Verdacht" beim Ullstein-Verlag erscheinen.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Sehr viel: Als ich für meinen ersten Roman recherchiert habe, kam ans Licht, dass der Stadtteil "Hohe Tanne" 100 Jahre alt wurde. Da habe ich kurzerhand das Buchprojekt zur Seite gelegt und mit der Stadt Hanau und dem Geschichtsverein ein Stadtteilfest mit Ausstellung, Musik, Frühschoppen und Kinderfest organisiert. Für meinen neuen Roman habe ich viele Bücher über Freimaurer gelesen und Gespräche über die Rolle der Freimaurer während des zweiten Weltkrieges geführt. Ich bin tief in die Geschichte eingetaucht. Sehr spannend!

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause am Tisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ruhe. Ruhe. Ruhe. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ich habe ständig Projekte, aber keines, über das ich schon etwas sagen möchte. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Nein. Außerdem lese ich nicht, während ich schreibe - denn das würde in der Tat beeinflussen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Oh. Ich lese viel und quer Beet. Das letzte Buch, welches mich beeindruckt hat: „Applaus für Bronikowski“ von Kai Weyand. Eine ruhige und unspektakuläre Erzählweise über Leben und Tod, dass es schon wieder spektakulär ist und ich gierig jedes Wort aufgesaugt habe.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Mit Freunden und Familie kochen oder Essen gehen. Außerdem blogge ich über gutes Essen, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich hätte gerne eine bed & breakfast -Pension, mit großer Küche, wo sich alle zum Kochen und Essen treffen können.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig! Nichts ist motivierender und aufbauender als ein Lob! Gilt natürlich umgekehrt auch: Nichts lässt mehr zweifeln und zieht einen mehr herunter als Kritik.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? Passt auf euch auf! Achtet auf gute Lebensmittel, ihr habt nur den einen Körper.


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