Interview mit Horst Eckert

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich stamme aus Bayern, lebe seit fast drei Jahrzehnten in Düsseldorf, habe Politikwissenschaft studiert und fünfzehn Jahre als Journalist fürs Fernsehen gearbeitet. Meine Krimis sind eine Mischung aus Polizeiroman und Thriller. Kurz genug?

Seit wann schreibst du? 

Seit Anfang 1994.

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen? 

Über das Lesen. Weil es in guten Krimis um mehr geht als nur um die Frage, wer der Mörder war, weil Verbrechen etwas über die Moral der Gesellschaft und die Psyche des Menschen aussagen, bin ich zum Krimifan geworden. Nachdem ich einige sprachlich schwache Krimis las, habe ich mir in einem Anflug von Größenwahn gedacht, das kannst du besser, und es einfach mal probiert.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Als ich merkte, wie viel Spaß mir das Schreiben macht, und als sich die Bücher auch einigermaßen verkauften.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Dreizehn Romane, eine Erzählung und einen Band mit Kurzgeschichten. Mein vierzehnter Roman "Wolfsspinne" erscheint im Herbst bei Wunderlich.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Natürlich, immer wieder, denn für mich muss ein Krimi realistisch sein. Was ich nicht selbst erlebt habe, muss ich recherchieren. Von der Neonazi-Szene bis zum Bankenvorstand - ich will die Dinge authentisch wiedergeben, denn als Leser habe ich gelernt: Wenn ich dem Autor nicht vertraue, bricht die Spannung zusammen.

Wo schreibst du am liebsten?

Der Ort ist mir egal, denn beim Schreiben blende ich die Umgebung aus. Ich schreibe meistens zu Hause im Büro, aber auch im Urlaub, im Zug oder im Hotel auf Lesereisen - und selbst wenn ich nicht schreibe, begleitet mich Vincent Veih, mein Kommissar, und all die anderen Figuren meines aktuellen Projekts.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Am wichtigsten ist Ruhe. Möglichst wenig Ablenkung.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

In "Wolfsspinne" geht es um den Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds, um die Verstrickung des Verfassungsschutzes und um die derzeitige Welle rechter Gewalt. Und was ich über den NSU erzähle, widerspricht der offiziellen Version, die ich für lückenhaft halte und in wichtigen Punkten für falsch.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Beeinflusst haben mich viele mittelmäßige Bücher, bei deren Lektüre ich mir überlegt habe, welche Fehler man besser vermeiden sollte.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Da gibt es zum Glück viele. Nennen möchte ich "Die Schwarze Dahlie" von James Ellroy, "Tage der Toten" von Don Winslow, "Die Wahrheit" von Peter Temple, zahlreiche Bücher von Dominique Manotti. Natürlich auch Thriller wie "Der rote Drache" von Thomas Harris.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Kochen, Kino, Kicken.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Im Moment wünsche ich mir am meisten, dass "Wolfsspinne" den Erfolg hat, den das Buch meiner Meinung nach verdient.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ohne die Resonanz der Leute würde mir wirklich etwas fehlen. Zu spüren, wie das Publikum mitfiebert, finde ich großartig. Deshalb toure ich gern auf Lesereisen durch das Land.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Habt weiterhin viel Spaß beim Lesen und bleibt offen für alles Neue, denn Bücher sind die besten Reiseführer durch das Leben!


Kommentar schreiben

Kommentare: 0