Interview mit Tatjana Kruse

© Fotografie Jürgen Weller 

Hallo erst mal und vielen Dank das du dir Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gern.

Ich bin weiblich, Hundefreundin, Griesbreiliebhaberin, Gin Tonic Trinkerin, Leseratte, Cineastin, Schriftstellerin, Nicht-Sportlerin, Kreuzworträtsellöserin, Unter-der-Dusche-Sängerin, Hinterglasmalerin, Blockflötenspielerin, Femme Fatale, Vielreisende, albernes Huhn.

Seit wann schreibst du?

Seit mir Frau Winter in der Grundschule das Schreiben beigebracht hat. Es war mühsam. Ich war der festen Überzeugung, Stifte seien zum Zeichnen da und Buchstaben seien dröge.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ich bin ausgebildete Literaturübersetzerin und dachte beim Übersetzen amerikanischer Krimis des öfteren: Das kann ich auch, womöglich besser. Und dann habe ich es – als Spätberufene im satten Alter von vierzig - einfach mal gemacht und gleich für meinen ersten Kurzkrimi einen Preis bekommen. Seitdem denke ich, ich könne schreiben – auch wenn ich nie wieder ausgezeichnet wurde. *seufzt*

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Ehrlich, ich soll alle aufzählen? Es sind zu viele. Ich schreibe einfach zu gern. Aber auf meiner Homepage www.tatjanakruse.de sind sie unter dem Stichwort „Bücher“ chronologisch aufgelistet.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Recherche vor Ort ist immer ein riesiger Spaß, den ich nicht missen möchte! Die Highlights meiner Erlebnisse werden dereinst definitiv in meine Autobiografie einfließen: der Angriff der Killer-Eichhörnchen in Seefeld/Tirol (für „Grabt Opa aus“), die stummen Dates mit Opernsängern vor deren Auftritt (für meine Pauline-Miller-Serie), der Vollmond-Gig mit der Männertrommelgruppe (für „Sticken, Stricken, Strangulieren“), die Begegnung mit dem Sensenmann im ostfriesischen Treibsand (für „Wie klaut man eine Insel?“) – unzählige Abenteuer sind so schon zusammengekommen. Ich kann die nächste Recherche kaum erwarten ...

Wo schreibst du am liebsten?

In strenger Klausur, an einem fremden Ort, wo ich niemand kenne. Völlig ohne Ablenkungen. Aber immer mit Kaffee, viel Kaffee.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Im Idealfall früh aufstehen, gleich an den Schreibtisch und schreiben, schreiben, schreiben. Nachmittags Siesta, aufstehen, den Text überarbeiten und Einfälle für den nächsten Tag notieren und dann husch, husch ins Bett. Also ... das wäre der Idealfall. In Wirklichkeit lebe ich monatelang einfach so mein Leben, und wenn ich dann merke: „Huch, in drei Monaten ist Abgabe!“, schreibe ich wie im Rausch Tag und Nacht durch.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Gerade schreibe ich am zweiten Band meiner Pauline-Miller-Reihe, der noch 2016 im Haymon Verlag unter dem Titel: „Glitzer, Glamour, Wasserleiche“ erscheinen wird. Es geht um eine fiese Dognapper-Bande, die während der Bregenzer Festspiele ihr Unwesen treibt, um Verwechslungen und Erbschleicherei. Pauline erlebt und überlebt unter anderem eine Geldübergabe in der Sauna und eine wilde Tretboot-Verfolgungsjagd auf dem Bodensee. Und es liegt jede Menge Liebe in der Luft.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Jeder Autor, den ich jemals gelesen habe.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ich lese ja alles - und alles gierig: Krimis, Graphic Novels, Lyrik, Biografien, Einkaufszettel. Aber um nur einen einzigen Namen zu nennen: Dorothy L. Sayers.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit, was ist das?

Schriftsteller arbeiten immer, auch wenn sie nur so dasitzen und Luftlöcher gucken. Dann plotten sie den nächsten Mord auf dem Papier – oder beobachten Menschen in ihrer Umgebung, um sie zu literarischen Figuren zu verarbeiten.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ach, seit George Clooney verheiratet ist, hat sich mein Traum, neben ihm auf der Terrasse seiner Villa am Comer See zu liegen und mit ihm im Sonnenuntergang Gin Tonic zu trinken, ja leider in Luft aufgelöst. Jetzt träume nur noch davon, immer pfiffige Ideen für neue Bücher zu haben.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich LIEBE es. Meine Lesungen sind immer eine große Gaudi für uns alle. Und auch auf meiner offiziellen Facebook-Seite haben wir enorm viel Spaß miteinander.

https://www.facebook.com/Tatjana-Kruse-219340615791/

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Im Leben immer die drei großen L beherzigen – lesen, lieben, lachen!

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Danke für das nette Gespräch!


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