Interview mit Gunther Polnizky

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) - Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Nicht leicht ein ganzes Leben in ein paar Zeilen zu fassen, wenn man gerne Geschichten ausschmückt, aber ich versuche es: Ich wurde 1968 in Wien geboren und bin in dieser schönen Stadt aufgewachsen, wenngleich es mich immer aufs Land zog. Kurz nach dem frühen Tod meines Vaters habe ich, unterstützt durch meine Mutter, mit dem Jura Studium begonnen. Bereits während des Studiums wurde ich Vater und eröffnete meine erste Firma. Mittlerweile kann ich auf mehrere Geschäftsführerpositionen in international tätigen Unternehmen zurückblicken. Neben Veröffentlichungen in Fachzeitschriften war ich auch als Autor juristischer Lehrbehelfe tätig. Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin lebe ich abwechselnd in Kanada und Österreich. Inspiriert von der kanadischen Landschaft habe ich meinen ersten veröffentlichten Roman „Timber Creek – man erntet was man sät“ verfasst. Ich bin glücklich liiert und habe einen Sohn und zwei Stiefsöhne.

Seit wann schreibst du? - Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

In Gedanken habe ich schon als Kind damit begonnen, Geschichten auszudenken und diese im Kopf auszuschmücken. Nach meinem Jura-Studium "musste" ich zwangsläufig schreiben und habe als Nachhilfelehrer für Verwaltungsrecht, Verfassungsrecht, Einführung in die Rechtswissenschaften und bürgerliches Recht Lehrbehelfe für angehende Juristen verfasst. Danach kamen Artikel in ITFachzeitschriften dazu. Diese Art des Schreibens war allerdings nicht diejenige, die ich mir als Erfüllung vorgestellt hatte. Erst mit Anfang vierzig habe ich meinen ersten Thriller verfasst und hatte viel Freude dabei.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Ebenfalls bereits als Kind, als ich Jugendromane von Simmel, Enid Blyton oder Klassiker wie Robinson Crusoe gelesen habe. Damals ist der Wunsch gewachsen, irgendwann selbst Romane zu schreiben. Eines Tages, als die Zeit reif war und mein Kopf von Geschichten übergequollen ist, habe ich mich hingesetzt und damit begonnen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Neben den angesprochenen Fachliteraturen wurde mein erster Thriller „Timber Creek – man erntet, was man sät“ 2014 in einem ordentlichen Verlag veröffentlicht.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Für mein erstes Buch „Timber Creek – man erntet, was man sät“ hat mein Leben für mich recherchiert. Ich lebe seit 1999 abwechselnd in Österreich und Kanada und wurde durch entsprechende Eindrücke geprägt. Mein kommender Thriller hat wesentlich mehr und tiefere Recherchen benötigt.

 Wo schreibst du am liebsten?

Eigentlich ist mir egal wo und wann ich schreibe. Sobald sich ausreichend Gedanken in meinem Kopf versammelt haben, nehme ich meinen Laptop oder ein Notizbuch zur Hand und schreibe alles nieder, bis es zu stocken beginnt. Zeitlich gesehen geschieht dies eher am Nachmittag oder Abend.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Ich kann es weder erzwingen noch verhindern. Wenn es soweit ist, lege ich los. Sollte ich durch äußere Umstände daran gehindert sein, mache ich es wie in meiner Kindheit und speichere die Geschichte in meinem Kopf ab, bis ich die Gelegenheit habe sie niederzuschreiben. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Es gibt ein weiteres fertiges Manuskript, über das ich derzeit nicht viel sagen darf, außer, dass es in Wien spielt und ziemlich zügig zur Sache geht. Es ist schneller und aufwendiger gestaltet, als mein erster veröffentlichter Thriller. Zwei weitere sind in Arbeit.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Viele. Ich könnte, neben den oben angesprochenen Jugendbuchautoren, die als „Auslöser“ fungiert haben, eine ganze Reihe nennen – bekannte und weniger bekannte. Einfach jeder Autor, der mich in irgendeiner Weise mit seinem Buch in den Bann gezogen hat. Das Spektrum reicht von Stephen King über Joy Fielding, Andreas Winkelmann bis zu österreichischen Autoren wie z.B. Gerhard Loibelsberger oder Günter Zäuner. Namen zu nennen ist hier wirklich schwierig, weil zu viele ungerechtfertigter Weise ausgelassen werden. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Da kann ich nur auf meine vorhergehende Antwort verweisen und ergänzen, dass es Autoren gibt, von denen mir so gut wie alle Bücher gefallen haben und solche, die mich punktuell begeistern, mir aber nicht jedes Werk zusagt. Zu ersteren gehört Simmel zu letzteren Sebastian Fitzek.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Gib mir als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit des Schreibens Werkzeug, Nägel und einen Berg Bretter und ich bin der glücklichste Mensch, wenn ich etwas daraus bauen kann. Danach zur Stärkung ein gutes Essen mit meiner Familie und Freunden und der Tag ist perfekt. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Oberste Priorität haben natürlich Gesundheit und Zufriedenheit für mich, meine Familie, meine Freunde und am liebsten für alle Menschen dieser Welt. Das dies nicht möglich ist, ist mir bewusst, aber du hast ja nach meinen Träumen gefragt. Abgesehen davon, bin ich in der glücklichen Lage, behaupten zu könne, mir bereits sehr viele Wünsche und Träume verwirklicht zu haben. Das auch dadurch, weil ich mich nie in etwas hineindrängen ließ und immer versucht habe, mir und den mir wichtigsten Menschen Raum für Entfaltung zu bieten. Aber wie es im Leben so ist, haben genau solche Typen wie ich natürlich noch jede Menge weitere Wünsche und Träume und ich hoffe, noch viele davon umsetzen zu können.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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