Interview mit Helmut Exner

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ja, gerne. Ich bin im Harz aufgewachsen und habe eine Ausbildung zum Buchhändler gemacht. 

Nach Wanderjahren in verschiedenen Verlagen bin ich 1988 in Duderstadt sesshaft geworden 

und betreibe einen Verlag mit überwiegend Fachbüchern. Aufgrund meiner Liebe zur Belletristik verlegen wir

mittlerweile auch Krimis, darunter auch meine eigenen.

Seit wann schreibst du? 

Geschrieben habe ich schon immer. Mein erstes Buch unter meinem Namen erschien 2010. Es ist ein familienbiografisches Werk

und heißt "Die Frauen von Janowka". Ein Jahr später erschien der erste Krimi: "Walpurgismord", mittlerweile ein Dauerseller.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Diverse Romane waren bereits in meinem Kopf geschrieben. Eines Tages habe ich mich einfach an den PC gesetzt und sie eingetippt.

Dabei habe ich natürlich gemerkt, dass während des Schreibens weitere Ideen kommen, dass sich die Protagonisten verselbständigen und

dass sich neue Personen einschleichen. Das Schreiben ist also ein wunderbarer kreativer Vorgang, den ich genieße.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Schon immer. Der Punkt ist halt nur: Man muss sich hinsetzen und anfangen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Die Frauen von Janowka und 12 Krimis, die man zwar als Reihe sehen kann, weil einige Protagonisten immer wieder vorkommen und auch 

älter werden. Jedes Buch ist aber in sich geschlossen. Man kann durchaus auch mit dem letzten anfangen. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ich recherchiere immer: Vorher und während des Schreibens. Ich fahre auch oft in die Orte, in denen meine Handlungen spielen. 

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Arbeitsplatz, einem Büro in einem uralten Fachwerkhaus.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, ich schreibe immer, wenn mich die Muse küsst. Wenn sie mich nicht küsst, lese ich, beschäftige mich mit meinen Enkeln,

gehe einkaufen oder faulenze. Ach so, manchmal arbeite ich auch. Ich führe schließlich einen Verlag.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, im Juni erscheint Krimi Nr. 13: "Im kalten Tal". Der ist so richtig nach meinem Geschmack. Neben meinen geliebten Dauer-Protagonisten

Fräulein Lilly Höschen (auszusprechen wie Hö-schen, um Gottes Willen nicht wie Hös-chen, sonst hast Du eine Feindin fürs Leben) und Frau Kuhfuß 

tritt in diesem Roman erstmalig Oberstaatsanwältin Cesarine Zicke-Sandelholz auf, die von besagter Lilly während des Liebesspiels zur Musik von Wagners

Walküre gefilmt wird. Die Oberstaatsanwältin sieht übrigens selbst aus wie eine Walküre. Und da spielt auch noch eine gewisse Angela Merkel eine

Rolle, die einen Mann abmurkst. Mehr verrate ich nicht.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Sicherlich viele, derer ich mir nicht bewusst bin. Bewusst bin ich mir hinsichtlich Günter Grass, Georges Simenon John Irving und Loriot, also Namen, bei denen es mir die 

Schamesröte ins Gesicht treibt, sie in einem Atemzug mit mir zu nennen.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

John Irving: Garp und wie er die Welt sah

Günter Grass: Die Blechtrommel

Georges Simenon: Die Phantome des Hutmachers

und sicherlich hundert weitere.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

In meiner Leseschaukel sitzen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Bezüglich meiner Autorenarbeit würde ich mir wünschen, dass meine Lilly-Höschen-Bücher verfilmt werden. Anfragen gab es schon, aber ob das mal

realisiert wird, steht in den Sternen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Enorm wichtig. Gott sei Dank bekomme ich viele Emails von Lesern und meine Lesungen sind gut besucht. Ich liebe es, die Leute kennenzulernen,

die meine Bücher lesen. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich danke auch - und Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist.


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Kommentare: 1
  • #1

    Tilsche Burzik (Freitag, 25 März 2016 10:26)

    Vorgestern beim Ankommen noch nicht vors Haus gefahren, erst bei Bonewitz vorbei und den neusten Exner erworben. ..
    Leider halten mich derzeit Verwandte und Ehrenamt im Heimatmuseum vom zügigen Durchlesen ab.