Interview mit Hans J. Muth

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1944 im Kreis St. Goarshausen geboren, war einige Jahre Beamter der Schutzpolizei und anschließend 30 Jahre lang Kriminalbeamter beim Polizeipräsidium Trier. Mit dem Schreiben von Lyrik und regionalgeschichtlichen Abhandlungen begann ich bereits in den 70er Jahren. Die Liebe zur kriminalistischen Belletristik entdeckte ich allerdings erst im Alter von 60 Jahren. Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und lebe in der Nähe von Trier. 

Seit wann schreibst du? 

Eigentlich schon immer. Früher war es es Beiträge in fachlicher Literatur, dann Lyrik und Kurzgeschichten und viel später, als die Zeit es zuließ, auch Romane.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Das Interesse war schon immer vorhanden, nicht aber die Zeit, die ich mir heute nehme. Als Freier Journalist habe ich Lesungen und Neuerscheinungen begleitet, wodurch das Interesse natürlich gestiegen ist, zumal ich unter den Autoren Leute wie Klaus-Peter Wolf (Ostfriesen-Krimis) und Gudrun Pausewang (Die Wolke) interviewen durfte.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Das war ein schleichender Prozess, den ich in Bezug auf Romane immer vor mir hergeschoben habe.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Die Rom-Thriller-Reihe um Commissario Sparacio“ ist einer der literarischen Wege. Die Handlungen spielen in Rom und haben sakralen Bezug. Bereits erschienen sind „Nahtlos“ (eine Jagd von Kirchendienern, dem Commissario und einem eiskalten Ex-Legionär von Rom über Ägypten bis hin nach Jerusalem, um in den Besitz des vermeintlichen und lukrativen Heiligen Rockes zu gelangen) und „Tränen der Rache“ (Darin geht es um Missbrauch in der katholischen Kirche). Mit „FALL OUT-Mit dem Westwind kommt der Tod“ möchte ich den Leser auf  die vielfachen Irrwege der Atomkraft-Politik und auf mögliche Angriffe auf Atomkraftwerke hinweisen. Dass in der Handlung eine bis heute wenig bedachte Art des terroristischen Eingriffs beschrieben wird, nämlich die Aktion von innen, bekommt nun, gerade in diesen Tagen des März 2016, eine absolute Bestätigung).

Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker schreibe ich die Krimi-Reihe „Tatort Hunsrück“. Meine regionalen Kriminalromane spielen im Hunsrück und beschreiben neben dem eigentlichen Fall die Eigenarten der Natur und den natürlichen bodenständigen Charme der Bewohner von Hunsrück und Hochwald einfühlsam. Erschienen sind bisher acht Romane aus dieser Reihe.

"Ein Kind des Hochwalds" beinhaltet Kurzgeschichten und Gedichte von mir sowie selbst komponierte Lieder mit Texten über Begebenheiten und Ortschaften.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Was die fachliche Seite angeht, kann ich mir aufgrund meines Berufes viele Recherchen ersparen. Neuigkeiten erfahre ich bei meinen ehemaligen Kollegen. Ansonsten schau ich mir schon die Originalschauplätze an.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe in meinem Büro, umgeben von rund 300 Bücher und Unmengen von unausweichlicher Digitaltechnik, meist mit musikalischer Geräuschkulisse im Hintergrund. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, wenn die Muse in der Nähe ist, fange ich sie ein und lasse sie nicht mehr los, bis ich glaube, dass es genug ist. Manchmal bekomme ich sie nicht zu fassen. Dann mache ich eben andere Dinge, Enkelchen, Radfahren oder einfach nur Lesen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, das Projekt, mein 12. Krimi/Thriller, liegt bereits beim Verlag. Es ist der erste Band einer weiteren Reihe, nämlich um Kriminalhauptkommissar Julian Thalbach. "Der Stimmentöter" ist der Titel des Thrillers. Mehr möchte ich noch nicht verraten. Vielleicht so viel, dass der zweite Band bereits in Arbeit ist und das Verschwinden von nichtregistrierten Flüchtlingen zum Thema hat.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich glaube, Dan Brown liegt auf meiner Welle, was die Thriller angeht. Betreffend der regionalen Krimis gibt es kein Vorbild.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Wie gesagt, die Romane von Dan Brown, aber auch gerne Simmel und Remarque und im Gegensatz dazu I. Kishon.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Es gibt viel Arbeit um das Haus herum, aber wie gesagt, Lesen und ab und zu Radfahren. Außerdem bin ich Freier Journalist der regionalen Tageszeitung "Trierischer Volksfreund".

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Eigentlich gibt es da nur eines: Alt werden und jung sterben!

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig! Ich freue mich über gute Rezensionen, aber auch über die weniger guten, wenn sie denn eine Begründung enthalten. Mit Begründungen kann man arbeiten und mit sich selbst nach besseren Lösungen suchen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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