Interview mit Michael Derbort

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 1965 in Fulda geboren und dort aufgewachsen. Danach hat die Kontinuität ein Ende: Nach Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit und verschiedenen anderen Jobs bin ich bei freiem Journalismus und Schriftstellerei hängen geblieben – und nach einer Odyssee quer durch mehrere Städte in Deutschland im Schwarzwald sesshaft geworden. Dort lebe ich nun mit Freundin und drei Katzen und mache den ganzen Tag das, was ich eigentlich immer tun wollte: Schreiben. Entweder Fachartikel oder an meinen Manuskripten. Ersteres für das tägliche Brot, Zweiteres, weil ich jetzt weiß, dass ich das schon immer tun wollte.

Seit wann schreibst du?

Eigentlich seit sich schreiben kann. Wobei natürlich die ersten Ergebnisse eher kurios waren. Aber der Grundstein war gelegt.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Das ist eine komplizierte Geschichte: Seit jeher war ich mit einem Übermaß an Phantasie „gesegnet“ – genau genommen war es mehr Fluch als Segen. Meine Zensuren in der Schule waren verheerend, da ich weniger im Unterricht anwesend war – stattdessen in meine Phantasiewelten abgedriftet. Mein Kindheitstraum war gewesen, Filmemacher zu werden. Seinerzeit galt dies als brotlose Kunst und war unverzüglich elterlicherseits zu unterdrücken. Die Folge war daher zunächst eine „solide“ Ausbildung und erst sehr viel später ist die Idee, diese überbordende Phantasie durch Schreiben zu kanalisieren, zum Tragen gekommen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Es begann zu einer Zeit, in der ich als Software-Entwickler meinen regelmäßig entwickelten Casual-Games etwas mehr Substanz durch Vorgeschichten in der anliegenden Hilfe-Datei verleihen wollte. Damit hatte alles angefangen. Plötzlich war der Wille da, dieses kreative Potential zu nutzen. Mein wirklich ernsthaft als Autor geschriebenes Werk hörte auf den klangvollen Titel „Der Sommer der Toten“. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Vierzig bereits hinter mir gelassen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Neben dem genannten „Sommer der Toten“ wäre mein bisher umfangreichstes Werk zu nennen: „Weltenstein“. Durch die vielfältigen Veröffentlichungsformen komme ich da auf etliche Einträge in den Portalen – grundsätzlich reden wir da aber von einem Roman, der eben mit über 2.100 Manuskriptseiten unter die Leute gegangen ist. Ich selbst bin über die übermäßig hohe Zahl an Veröffentlichung nicht besonders glücklich, diese ist eben dem nachträglichen Seriencharakter geschuldet, den ich im Übrigen auch als solchen akzeptiert habe.

Daneben gibt es einige Novellen, namentlich etwa „Hendrik“, „Phantom“ und „Splatter“ (alles Horror), eine Vielzahl an Kurzgeschichten und einige Romane, Novellen und Kurzgeschichten mehr, die in den kommenden Wochen und Monaten noch herauskommen werden.

Überdies gibt es noch die Serie „Die seltsamen Maschinen des Professor Dobbs“ – diese eignet sich vorwiegend für Freunde des besonders schrägen Humors.

Wer es ganz genau wissen möchte, der schaue hier nach: http://www.amazon.de/-/e/B00IWKXS2M/ref=dp_byline_sr_ebooks_1?ie=UTF8&field-author=Michael+Derbort&search-alias=digital-text&text=Michael+Derbort&sort=relevancerank

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Habe ich. Ganz ohne Recherche geht gar nichts. Auch nicht bei Horror- und Fantasy-Titeln. Die Recherche beschränkt sich aber meistens auf Wikipedia und Google-Maps.

Wo schreibst du am liebsten?

In meinem Arbeitszimmer. Da habe ich alles in Reichweite, was ich brauche – auch bei 12-stündigen Schreib-Sessions.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eigentlich nicht. Ich brauche absolute und unabdingbare Ruhe. Den Rest lasse ich einfach passieren.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Habe ich eigentlich nicht. Das Thema „Weltenstein“ ist auch nach inzwischen 3.500 Seiten nicht abgeschlossen. Derzeit schreibe ich an dem zweiten Teil, ein dritter ist noch geplant. Genug für die nächsten Jahre, bevor ich mir ein neues Großprojekt überlege. 

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Indirekt. Ich kann nicht behaupten, dass ich einfach aus dem Nichts heraus angefangen habe. Allerdings möchte ich mich nicht einfach an bekannte Autoren dranhängen, sondern lieber einen eigenen Stil entwickeln. Nichtsdestotrotz standen meine Lieblingsautoren (siehe nächste Frage) hier und da durchaus Pate. Das lässt sich wohl nicht vermeiden …

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Diese Liste ist endlos. Neben „Der Herr der Ringe“ kann ich noch „Per Anhalter durch die Galaxis“ nennen, daneben (ohne bestimmte Titel hervorheben zu wollen) die Werke von Wolfgang Hohlbein, Stephen King, Dean R. Koontz, Robert Rankin, Tom Sharpe, Dan Brown, Terry Pratchett, Heinrich Böll, Wolfgang Borchert, Ernest Hemingway, Charles Bukowski und viele, viele mehr. Ich lasse mich weder als Leser noch als Autor in eine Schublade stecken.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich mache vor allen Dingen neben der Schreiberei gerne Musik. Ich spiele Gitarre und Keyboards. Ansonsten wandere ich sehr viel – eine sehr probate Methode, um wirklich einmal den Kopf frei zu bekommen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Viel gibt es da nicht. Wie jeder Autor träume ich davon, dass zumindest mal einer wegen möglicher Filmrechte bei mir anfragt. Schön wäre es auch, mal ein eigenes Rock- oder Metal-Album zu realisieren. Das sind aber diejenigen Träume, die mich immer wieder dazu antreiben, weiterhin kreativ zu sein.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Deswegen habe ich auch all die vielen Seiten in Facebook aufgezogen. Ich rede da nicht von irgendwelchen Pejorativa-lastigen Rezis bei Amazon, sondern ich möchte gerne direkt antworten, solange es eben geht. Ich bin kein Bestseller-Autor, der täglich Tausende an Anfragen bekommt und nutze gerne den trauten Kreis meiner Leserschaft für den direkten Kontakt. Auch ich lerne gerne noch dazu.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Habt viel Spaß mit meinen Geschichten und wendet euch bei Fragen und/oder Anregungen gerne an mich. Wenn ihr beim Lesen so viel Spaß habt wie ich beim Schreiben, habe ich gewonnen.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0