Interview mit Manuela Obermeier

© Annette Göttlicher 

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gern, auch wenn es nicht all zuviel gibt. Ich bin gebürtige Münchnerin, 45 Jahre (Stand Frühjahr 2016), verheiratet und lebe mit meinem Mann, mehreren Katzen und einer Schar Hühner in einem kleinen Ort in Oberbayern.

Beruflich schreibe ich zwar auch viel, allerdings völlig andere Texte als in meiner Freizeit. Ich bin hauptberuflich Polizeibeamtin, und da muss ich mich natürlich streng an die Wahrheit halten. 

Seit wann schreibst du? 

Eigentlich schon (fast) immer. Meinen ersten Roman habe ich in der fünften Klasse begonnen. Fertig ist er allerdings bis heute nicht.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Gute Frage. Ich bin da irgendwie hineingewachsen. Einen Roman wollte ich - wie gesagt - schon als Kind schreiben, bin zwischendurch aber auf Kurzgeschichten umgestiegen, bis mich der Ehrgeiz wieder gepackt hat und ich es doch wieder mit einem Roman versucht habe.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Ich hatte nie das Ziel, Autorin zu werden. Schreiben war und ist für mich eine Leidenschaft, die ich aber nie zum Beruf machen wollte. Darüber, dass ich durch das Schreiben automatisch zur Autorin werde, habe ich eigentlich nie nachgedacht. Als Hauptberuf kam und kommt das Schreiben für mich nach wie vor nicht in Frage. 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Ich habe im Februar 2016 meinen ersten Krimi veröffentlicht. Er trägt den Titel "Verletzung", ist im Ullstein-Verlag erschienen und der Auftakt zu einer Serie um meine Münchner Hauptkommissarin Toni Stieglitz.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, selbstverständlich. Dass ich Polizistin bin, ist fürs Krimi schreiben natürlich ein großer Vorteil, weil mir durch mein berufliches Wissen sehr viel Recherchearbeit erspart bleibt. Zumindest, was die Grundlagen der Polizeiarbeit angeht.

Bei fachspezifischen Dingen wie z.B. Spurensicherung (das habe ich zuletzt vor fast 25 Jahren in der Ausbildung gemacht) oder wenn es um Computertechnologie und vor allem um rechtsmedizinische Fragen geht, muss ich auch bei den Fachleuten anklopfen.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe am liebsten zuhause in meinem Arbeitszimmer. Da kann ich mich gut abschotten, habe jede Menge Fachliteratur um mich herum (vor allem über Rechtsmedizin und Psychologie) und habe einen schönen Ausblick auf unseren Garten. 

Im Zug bei längeren Reisen kann ich auch verhältnismäßig gut schreiben. - Allerdings nur, wenn niemand neben mir sitzt, der dauernd auf meinen Bildschirm starrt. Das hemmt mich so sehr, dass ich keinen geraden Satz zustandebringe.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, eigentlich nicht. Hinsetzen. Schreiben. Fertig. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, das habe ich. Ich schreibe momentan an meinem zweiten Krimi, dem zweiten Band meiner Krimireihe.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Jo Nesbo und Tad Williams. Die beiden schreiben in völlig unterschiedlichen Genres (Nesbo Krimi/Thriller und Williams Fantasy/Phantastik), aber ich finde beide auf ihre Art meisterlich, weil sie Figuren erschaffen können, die mich völlig in ihren Bann ziehen und mit denen ich mitfiebere und mitleide. Wenn ich so schreiben könnte ...

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Abgesehen von Nesbo und Williams liebe ich Ian Rankin und seine Romane um Inspector Rebus, die Krimis von Yrsa Sigurdardottir, "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx, "Auf der Suche nach Marie" von Madeleine Bourdouxhe, "Brombeertage" von Angela Huth und noch viele mehr.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich laufe sehr gern und so oft es Hauptberuf und Schreiberei erlauben, ich fahre Rennrad, lese natürlich sehr gern, fotografiere, und manchmal male ich auch oder schneide in Linol.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich möchte unheimlich gern einmal nach New York. Mal sehen, ob dieser Traum irgendwann wahr wird.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig, denn es sind ja die Leser, für die ich schreibe. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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