Interview mit Michael Hübner

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin am 06.07.1968 geboren und lebe mit meiner Frau und meinen Töchtern in der Nähe von Koblenz. Wenn ich nicht gerade an meinen Geschichten arbeite, halte ich mich gerne im Freien auf, verbringe Zeit mit meiner Familie oder treffe mich mit Freunden. Auch vergeht kein Tag, an dem ich meine dicke Nase nicht mindestens einmal in ein Buch stecke, vorzugsweise in einen guten Thriller. Ich verreise gerne, am liebsten an Orte, an denen nur in der Regenzeit mit Niederschlägen zu rechnen ist. Ich würde mich als aufgeschlossenen, humorvollen und geselligen Menschen beschreiben, der hier und da ein wenig zu selbstkritisch ist und manchmal mit der Ungerechtigkeit der Welt hadert.

Seit wann schreibst du? 

Ernsthaft damit beschäftigt habe ich mich mit Mitte zwanzig zum ersten Mal. Am meisten beeinflusst haben mich in dieser Zeit die Bücher von Stephen King, der zu meinen Lieblingsautoren zählt. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Hauptsächlich durch Lesen. Wenn ich ein gutes Buch lese, regt das meine Fantasie an. Es inspiriert mich und ist für mich der beste Lehrmeister. Gerade am Anfang eines Autorenlebens stehen ja mehr technische und gestalterische Fragen im Vordergrund: Wie baue ich die Geschichte auf? Wie bringe ich die Figuren ins Spiel? Wie erzeuge ich Spannung und halte den Leser bei Laune? Keine Schule und kein Schreibkurs dieser Welt konnten mir diese Grundlagen besser vermitteln als die Bücher anderer Autoren. Die wissen schließlich, wie es geht. Es kann einem jedoch niemand dabei helfen, den eigenen Stil zu finden. Den muss man sich durch viel Übung und harte Arbeit aneignen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Seit mich mein Mathematiklehrer in der Schule immer vor der gesamten Klasse gedemütigt hat. Damals entwickelte ich meine ersten Mordfantasien ;-)

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Ich habe bislang sechs Thriller veröffentlicht. »Stigma«, »Sterbestunde«, Todesdrang«, »Die Kunst zu morden«, »Todespakt« und »Todesplan«. Die beiden Letzteren bilden den Beginn einer Reihe um den Ermittler Chris Bertram, können aber unabhängig voneinander gelesen werden. Meist verarbeite ich aktuelle und sehr brisante Themen in meinen Büchern. Wichtig ist mir auch, dass meine Protagonisten nicht nur handeln, sondern menschlich erscheinen, mit Schwächen, Fehlern und Selbstzweifeln. Ich möchte Emotionen bei meinen Lesern erzeugen.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Wenn ich glaubhaft über etwas schreiben will, ist das unerlässlich. Es macht es auch für mich interessant, tiefer in eine Thematik einzutauchen und erleichtert mir letztendlich meine Arbeit. Mitunter lässt es mich auch fassungslos zurück, wenn ich feststelle, dass die Wirklichkeit schrecklicher und skrupelloser sein kann, als ich sie mir ausdenken könnte. Die Recherche zu meinem neuen Buch »Todesplan« hat mir das auf intensive Weise verdeutlicht.

Wo schreibst du am liebsten?

In meinem Arbeitszimmer. Ich brauche Abgeschiedenheit und Ruhe, um mich konzentrieren zu können. Daher ist eine Tür, die ich hinter mir schließen kann, unerlässlich. Noch besser wäre eine einsame Hütte im Wald, ohne Internetanschluss und Handyempfang und lediglich zwei Steckdosen: eine für meinen Computer, die andere für die Kaffeemaschine.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eigentlich nicht. An manchen Tagen sprudele ich vor Ideen, an anderen kommt einfach nichts Brauchbares zustande. Dann macht es für mich wenig Sinn, etwas erzwingen zu wollen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Im Moment arbeite ich gerade an einem weiteren spannenden Fall für Oberkommissar Chris Bertram und seinen Kollegen Rokko. Einzelheiten darüber kann ich leider keine nennen, da ich noch in der Planungsphase stecke.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Jedes Buch, das ich lese, beeinflusst mich auf irgendeine Weise. Die Bücher einiger Autoren haben das im Besonderen getan. Hervorzuheben ist hier, wie bereits erwähnt, Stephen King. Ich denke, es gibt kaum einen Autor in diesem Bereich, den er nicht inspiriert hat.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Da gibt es viele. Sie hier alle aufzuzählen, würde sicher den Rahmen sprengen. Aber ich versuche es mal mit einer kleinen Auswahl: »Es«, »Misery«, »Stark - Die dunkle Hälfte«, alle von Stephen King. »Tage der Toten« von Don Winslow. »Das Jesus-Video« von Andreas Eschbach. »Der Schwarm« von Frank Schätzing fand ich sehr beeindruckend.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen, reisen, spazieren gehen, Zeit mit der Familie und Freunden verbringen, das Leben genießen. Und seit es Streamingdienste gibt, bin ich zu einem bekennenden Serienjunkie geworden.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Noch viele spannende Bücher schreiben. Auch gibt es da noch einige Länder und Orte, die ich gerne bereisen möchte.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Jeder sucht in dem, was er tut, auch Bestätigung. Daher ist Feedback für mich sehr wichtig. Es zeigt mir, ob meine Arbeit angenommen wird. Und es motiviert mich oder zeigt mir Schwächen auf. Reine Verkaufszahlen sind da wenig aussagekräftig. Mich interessiert vor allem die Meinung meiner Leser.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Schön, dass es Euch gibt! Wer noch mehr über mich und meine Bücher erfahren will, der kann mich gerne auf meiner Internetseite www.michaelhuebner.de besuchen. Und nehmt euch in Acht vor Mathelehrern! ;-))


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