Interview mit Uwe K. Alexi

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Uwe K. Alexi. Ich bin Thrillerautor und Blogger, habe jedoch fast mein ganzes Leben 

etwas Anderes gemacht. War ein Workaholic, wie er im Buche steht. Doch wie das Leben so spielt, 

bin ich irgendwann aufgewacht und besinne mich nun auf Dinge, die ich gerne mache - wir haben nur

ein Leben und es ist eine Schande, es zu verschwenden. Geld kann man nicht essen.

Seit wann schreibst du? 

Die ersten sechs Seiten meines ersten Thrillers sind im Jahre 1999 entstanden. Sie schlummerten aus 

vermeintlichen Zeitgründen bis zum Jahre 2013 unbeachtet in einer Schublade. Seit dem ich sie wiederentdeckt

habe und daran weiterschrieb, bin ich vom Schreibvirus gefangen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe immer schon gerne gelesen, doch Aufsätze waren mir in der Schule ein Graus. Ich mag nicht auf Kommando

kreativ sein, es muss aus mir herausfließen. Deshalb würde ich auch nie an einem Schreibwettbewerb mit einem 

vorgegebenen Thema teilnehmen. Im Jahre 1999 saß ich

an einem Sandstrand in Kroatien und war gefangen in einer Geschichte meines Lieblingsautors Harlan Coben.

Ich blickte abwechselnd aufs Meer und einen massiven Felsen auf der linken Seite des Strandes, als in mir 

der Entschluss reifte: Uwe, du wirst selbst ein Buch schreiben! Es dauerte leider bis zum Jahre 2014, dass mein 

erster Thriller erschien.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Seit 1999, doch hatte ich jahrelang viel zu viele fadenscheinige Ausreden und nicht den Mut, dies auch

umzusetzen.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

"Niemand wird dich vermissen" ist mein erster Thriller, der Ende 2014 erschien. Es geht um üble Machenschaften

in Zusammenhang mit illegalen Medikamentenversuchen. Er endet mit einem "Donnerschlag" und ich bin leider

davon überzeugt, dass das Ende der Realität entspricht und Millionen von Betroffenen durch die Pharmaindustrie

tagtäglich aus Profitgier geopfert werden.

"Opfer und Täter" behandelt den Albtraum sämtlicher Eltern und Lehrer: Zwei Jugendliche verschwinden auf einer 

Klassenfahrt. Den verwöhnten Millionärssohn Ronnie findet man nach einer aufwendigen Suchaktion mit einem Kopfschuss 

in einer Blutlache in der Villa seiner Eltern am Wörthersee. Jason, der aus weniger gut betuchtem Hause stammt,

bleibt verschwunden. Doch das ist erst der Anfang einer Odyssee, die seine Familie an den Rand von selbstzerstörerischen 

Konsequenzen bringt. In "Opfer und Täter" führe ich meinen Ermittler ein, den Journalisten Armin Anders, der kein 

Superheld ist, sondern ein normaler Mensch wie du und ich mit gewöhnlichen Problemchen. So schafft er es zum Beispiel nicht

regelmäßig ins Fitnesscenter zu gehen oder sich das Rauchen abzugewöhnen. Das Buch ist Ende 2015 erschienen.

"Blut und Rache", der zweite Armin Anders Fall, wird noch dieses Jahr erscheinen.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, für "Niemand wird dich vermissen" musste ich sehr viel über HIV recherchieren. Damit ich bezüglich der Lokationen

nicht viel recherchieren muss, handeln meine Romane meist in Regionen, in denen ich mich gut auskenne. Also bisher Raum Frankfurt,

Wörthersee in Kärnten und Singapur.

Wo schreibst du am liebsten?

Überall, wo mir etwas einfällt. Im Wohnzimmer auf der Couch, oft auch im Kurpark in Bad Homburg oder auf

Reisen. Teile meiner Bücher sind in Kenia, Tansania und Thailand entstanden. Ich habe meinen Laptop 

stets bei mir und haue in die Tasten, sobald ich eine kreative Phase habe.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein, Laptop an und los geht es. Ich bin ein Chaosschreiber, der vorher nicht plottet. Meine Geschichten

entstehen beim Schreiben. So ist es für mich selbst immer wieder spannend zu entdecken, wohin mich

meine Fantasie hintreibt. Dieser chaotische Arbeitsstil führt mich immer wieder mal in Sackgassen, doch

liebe ich die dadurch entstehende Spannung in mir. Ich lasse mich vom weiteren Ausgang des Buches selbst

gerne überraschen und war nun schon zweimal erstaunt, dass es am Ende eine runde Sache geworden ist.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, "Blut und Rache" handelt von einem Mann, der wegen Mordes neun Jahre im Gefängnis saß und nun

versucht, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Er trifft auf Armin Anders, meinen Serienhelden

aus "Opfer und Täter".

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ja, Harlan Coben ist daran schuld, dass ich heute schreibe und dafür danke ich ihm, auch wenn er gar nichts

von meiner Existenz wissen dürfte.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich lese fast ausschließlich Thriller und das schon sehr lange. Schon als Kind habe ich Jerry Cotton 

verschlungen und dadurch meine Leidenschaft zu Kriminalfällen gezeigt. Meine Lieblingsautoren sind

Harlan Coben, Lee Child und seit neuestem auch Ethan Cross. In diesem Jahr habe ich erstmalig etwas

von einem deutschsprachigen Thrillerautor gelesen und ich muss sagen, mir hat mein erster Fitzek 

sehr gut gefallen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Meine große Leidenschaft ist das Reisen. Ich bin ein Wanderer durch die Welten und liebe es, andere Kulturen kennenzulernen.

Ich liebe meinen Garten, lese natürlich gerne, gehe ins Fitnesscenter, wenn ich meinen inneren Schweinehund überwinden kann,

höre Musik, besuche Konzerte und Festivals und manchmal bin ich auch einfach nur ganz faul und träume vor mich hin.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Mein Traum wäre es, vom Schreiben leben zu können und die Winter irgendwo am Äquator verbringen zu können.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig! Es ist das Salz in der Suppe. Schreiben ist ein sehr einsamer Beruf, umso wichtiger ist der anschließende

Austausch mit meinen Lesern. Ich liebe es, Lesungen zu halten, denn dort habe ich den direkten Kontakt zu thrillerinteressierten

Lesern.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich danke euch allen, die ihr meine Bücher lest und mir so eifrig eure Gedanken dazu mitteilt. Es 

ist toll euch zu haben und immer wieder zu hören, dass ihr auf mein neues Buch wartet! Danke!


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