Interview mit Volker Streiter

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Sehr gerne. Ich freue mich immer über das Interesse.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ach, nur kurz. 1961 geboren im westfälischen Soest. Nach der Ausbildung Polizist in Köln, das bin ich immer noch.

Das Hinsehen im Dienst, die Eindrücke vom Leben der Menschen (aller Coleur) ist sicher etwas, was ich beim Schreiben gut gebrauchen kann. 

Seit wann schreibst du? 

Seit gut 9 Jahren.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich erzähl gerne und Sprache an sich macht mir Spaß. Das Spiel mit Worten, die Möglichkeit, mit Worten Bilder zu erzeugen gefällt mir. 

Zuerst habe ich natürlich für mich geschrieben, dann wurde es etwas ernsthafter und das Projekt "Buch" begann. Mit Höhen und Tiefen, die jeder Autor kennt. 

Vom Durchhalten zu schreiben bis zur Verlagssuche .... nur Spaß war das dann auch nicht.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Mit dem ersten kleinen Buch hab ich mich als Autor gefühlt. Das war 2008.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

- Fischblasenschlitzer (kleine Reiseerzählungen, nicht lektoriert!)

- Blutzeug (mordender Priester in Köln, sehr blutig, nicht lektoriert!, vergriffen)

- Fressen ihn die Raben (Alpenkrimi vom Funtensee/ Berchtesgadener Land)

- Mörderische Nachsaison (Amrum Krimi)

- Grab ohne Meerblick (Amrum Krimi)

- Mit Caspar, Melchior und Balthasar duch Köln (kleiner Stadtführer)

- Das Geheimnis des Strandvogts (historischer Amrum Krimi)

- Eidergrab (historischer St. Peter-Ording Krimi)

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Nätüüüürlich :-). Ohne geht das nicht. Beim Schreiben brauche ich das sichere Gefühl, zu wissen, wovon ich schreibe. Die Örtlichkeiten,

die Landschaft, das Licht, einzelne Kleinigkeiten, all das kann man nicht nur googeln. Das merkt die Leserschaft und beim Schreiben 

habe ich dann das Gefühl, auf Eiern zu gehen. 

Wo schreibst du am liebsten?

Am Schreibtisch. Da bin ich am konzentriertesten. Die Gefahr der Ablenkung ist schon groß. Ich habe aber gemerkt, bei meinem letzten Buch, dass ich auch

sehr gut auf einer Insel schreiben kan, mit Blick auf das Watt. Das war wunderbar.

Aber das Schreiben im Cafe z.B., wie es dem künstlerischen Bohemie gerne unterstellt wird, liegt mir garnicht.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich schreibe ja nicht als Hauptberuf und auch noch zu unterschiedlichen Zeiten. Versage mir dann das Fernsehen. Meist steht ein Tee neben mir.

Kein Alkohol. Ich lese die letzen geschriebenen Seiten und lege dann los. Stricke also unaufgeregt weiter an meiner Geschichte. Ein Ritual würde ich das nicht nennen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja habe ich. Nein, kann ich nicht.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

 Beeinflusst, also das kann ich nicht sagen. Ich suche ja schon die eigene Sprache. Aber es gibt Autoren, die 

mir zeigen, wie großartig Geschriebenes sein kann. Siehe den nächsten Punkt.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

 Elliot Pattison und seine Tibet-Krimis (die ja weniger Krimis sind als Bücher über Tibet).

Wolfgang von Niebeschütz mit "Kinder der Finsternis".

Boyle mit "Wassermusik"

Arnaldur Indridason als Isländer, wunderbar.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin gerne draußen, wandere, arbeite im Garten.

Besuche gerne Ausstellungen in Museen. 

Gehe zu selten ins Kino.

Und treffe meine Freunde nicht oft genug.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Nein, das möchte ich nicht.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Na die Meinung der Leser ist natürlich immer wichtig.  Es macht Spaß, zu sehen, wie sehr sie Anteil nehmen. Was weniger 

großartig ist, wenn Schreib/Druckfehler mit Zeilen- und Seitenangabe moniert werden. Das sagt ja auch mehr über den Leser/ die Leserin aus 

als über den Verlag und den Autor. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Hmm. Wenn ein Buch euch nicht gefällt, ist das nicht schön. Aber Texte sind auch Geschmacksache. Oder der Text kommt zur falschen Zeit und erreicht 

euch nicht richtig. Ein Jahr später ist es dann ganz anders. Seid also gnädig. Autoren arbeiten lange und hart an den Texten. Die meisten zumindest. 

Ein Verriss ist schnell in die Welt gesetzt und nicht mehr zurückzunehmen. Bestätigt lieber das, was euch gefällt als niederzumachen, was euch  nicht gefällt. 


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