Interview mit Katy Buchholz

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Ich danke dir und freue mich auf deine Fragen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich wurde 1968 in Ueckermünde (ehemalige DDR) geboren. Im Alter von zwei Jahren zog ich mit meiner Familie in die Universitätsstadt Greifswald, wo ich die gesamte Kindheit verbrachte.

Seit wann schreibst du?

Ich entdeckte das Schreiben spät für mich. Merkte aber schnell, dass dies eine Möglichkeit war, der Zwangsjacke »Schüchternheit« ein Stück weit zu entfliehen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Viele von uns kennen die Situation, wo sie gemütlich mit Freunden und/oder Bekannten zusammensitzen und sich über alte Zeiten unterhalten. Im Laufe des Abends fällt oft der Satz: »Ich habe schon so viel erlebt, darüber könnte ich eigentlich ein Buch schreiben.«

Eines Tages steckte ich nichts ahnend genau in solch einer Situation.

Daraufhin antwortete mein Mann knapp: »Mach doch.«

Ich das Ganze für einen Scherz, tippte mir mit dem Zeigefinger an die Stirn und erklärte ihm: »Ich? Und schreiben? Ja klar! Ha, ha ... Das kann ich doch gar nicht!«

Er schaute mich ernst an und fragte: »Hast du es denn schon einmal probiert?«

Natürlich hatte ich es noch nie probiert!

»Na also! Woher willst du wissen, dass du es nicht kannst?«

Und er hatte Recht! Auf der einen Seite traute ich es mir überhaupt nicht zu, ein Buch zu schreiben, geschweige, es zu veröffentlichen. Aber auf der anderen Seite erfahre ich es ja nur, wenn ich den Schritt wage und ins kalte Wasser springe. Auch auf die Gefahr hin, dass niemand mein Werk lesen möchte, nahm ich all meinen Mut zusammen.

Für den Schubs in diese Richtung bin ich meinem Mann unendlich dankbar! Denn ohne seine Beharrlichkeit wäre ich jetzt um eine wundervoll Erfahrung ärmer!

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Als ich die ersten positiven Rückmeldungen erhielt und es sich herausstellte, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

November 2012, Anthologie, »Gedanken zur Weihnachtszeit«

Februar 2013, Anthologie, »FrühlingsErwachen«

März 2013, Anthologie, »Kindheit ist (k)ein Kinderspiel«

Januar 2016, autobiographische Sammlung von Kurzgeschichten und Gedichte, »Eier von überglücklichen Hühnern«

März 2016, Krimi, »Hallo, meine Schöne«

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja. Ich recherchiere nicht nur ausführlich über das jeweilige Thema. Bei mir bekommt jede Figur ihren eigenen Personalausweis in Form einer Dateikarte. Dazu kommen sämtliche Informationen zum Beruf, Umfeld, Wohnung (wenn´s geht mit Bild, Grundriss) usw.

Wo schreibst du am liebsten?

Alleine. In meinem Zimmer. An meinem Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ja. Nach jedem abgeschlossenen Kapitel folgt ein Archiv-Tag. D.h., ich schreibe alles stichpunktartig auf, damit ich gegebenenfalls gewisse Dinge besser im Auge behalten kann. Es macht zwar eine Menge Arbeit, hat sich aber schon mehr als ein Mal bezahlt gemacht.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Oh, da gibt es einiges. Zurzeit schreibe ich an einer Fortsetzung meines Krimis und meiner autobiographischen Sammlung von Gedichten und Kurzgeschichten.

Während das Einkochbuch »Katy´s Küchenköstlichkeiten« einen Verlag sucht, sammel ich Rezepte für zwei weitere Bücher (»Marmeladen & Co« und »Süßspeisen zum Einkochen«).

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Ich hoffe nicht. Mir ist es wichtig, meinen eigenen Stil zu finden. Um mich nicht beeinflussen zu lassen, habe ich mir angewohnt nicht zu lesen, wenn ich schreibe und nicht zu schreiben, wenn ich lese.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Da es stimmungsabhängig ist, habe ich im Großen und Ganzen keinen Lieblingsautor. Heute liebe ich den Humor von Dora Heldt und morgen fasziniert mich der Schreibstil von Paul Cleave oder Jilliane Hoffman.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit versuche ich bewusst zu entspannen, z.B. beim Walken, Lesen, Häkeln oder neue Rezepte fürs nächste Buch ausdenken.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Mein größter Wunsch ist, dass ich eines Tages vom Schreiben leben kann.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich als Autorin freue mich über jedes meiner Bücher, das den Leser/innen gefällt.

Die Entstehung eines Werkes kann mitunter mehrere Jahre dauern. Damit ich erfahre, wo meine Schwachstellen liegen, wäre es super, wenn mir in einer Rezension mitteilen, was an dem jeweiligen Exemplar gefallen oder nicht gefallen hat. Nur so ist es mir möglich, mich schriftstellerisch weiterzuentwickeln.

Immerhin ist es mein Ziel, meine Leser/innen mit gutem Lesestoff zu versorgen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich bedanke mich dafür, dass ich deine Fragen beantworten durfte. Und meinen Lesern/innen danke ich für ihre Treue.


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