Interview mit Rainer Löffler

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Ich habe zu danken, und zwar für dein Interesse.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzä

Ich bin verheiratet, habe drei Kinder und Schuhgröße 46. Mein Humor ist mindestens so stark ausgeprägt mit mein Hang zu Süßigkeiten. Alles Weitere muss man erleben. 

Seit wann schreibst du? 

Etwa seit ich drei Jahre alt bin - sagt zumindest meine Mutter. Romane schreibe ich aber erst seit fünfzehn Jahren mit steigender Intensität.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Na ja, vermutlich ging es mir wie vielen Schreiberlingen. Ich hatte schon immer verdammt viel gelesen, vor mir war wirklich kein Buch sicher. 

Irgendwann packte mich dann der Größenwahn und ich dachte: Das kannst du doch auch! Da habe ich es eben versucht und offenbar mächtig Glück gehabt.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Boah, was für eine Frage...! Ich hätte schon als Jugendlicher gerne geschrieben, aber da wusste ich, dass ich da noch nicht so weit war. So richtig gefunkt hat es dann zum ersten Mal vor etwa 20 Jahren.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Neben einigen Science Fiction-Romanen und Beiträgen zum Satire-Magazin MAD in meinem früheren Autoren-Dasein, waren das die Thriller "Blutsommer" und "Blutdämmerung" mit dem Ermittlerduo Abel und Christ. 

Nachschub hierzu folgt in Kürze - siehe unten.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Das ist das A und O am Schreibprozess. Ich will nicht ins Schwafeln kommen, sondern die Leser sollen spüren, dass sich hier jemand auskennt und ihnen keinen Müll erzählt.

Ich recherchiere daher bei jedem Roman sehr ausführlich und intensiv. Neben den üblichen Quellen im Internet habe ich meine festen Ansprechpartner bei der Kriminalpolizei, in der Gerichtsmedizin 

und Forensik, sowie zu den jeweils aufkommenden Fachthemen. Außerdem schaue ich mir die Schauplätze auch immer vor Ort an, da kommen einem oft die besten Ideen. 

Wo schreibst du am liebsten?

Im Urlaub, am besten auf einer Sonnenliege am Pool. Kommt leider zu selten vor. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Meistens verziehe ich mich in mein Schreibzimmer in den Keller, damit ich nicht abgelenkt werde. Auf meinem Schreibtisch liegen dann meine eigenen Romane zum Nachblättern 

und als Ansporn auch noch Bücher anderer Autoren, die ich gerne lese. Wenn ich es dann noch schaffe, mich in meine Protagonisten reinzuversetzen, dann bin ich meistens recht produktiv.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Sogar zwei. :-) Der nächste Roman ist bereits fertig geschrieben und kommt im Juli/August zunächst bei Weltbild als Hardcover raus (Titel wird demnächst bekannt gegeben). 

Im Winter erscheint der Roman dann als Taschenbuch bei Lübbe und ist somit bei allen Buchhändlern erhältlich. Danach werde ich mich aber natürlich nicht ausruhen. 

Band 4 der Abel + Christ-Reihe ist mit Lübbe bereits geplant, und ich habe auch schon mit dem Exposé dazu begonnen. Wenn ich mir die Idee dazu anschaue, schätze ich, 

dass sich die Leserinnen und Leser bei beiden Romanen wieder warm anziehen müssen - es wird richtig gruselig und ihr braucht starke Nerven!

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Mich hat jeder Autor beeinflusst, von dem ich etwas gelesen habe. Bei manchen denke ich: Wow, so würde ich auch gern schreiben können. 

Bei anderen bin ich wiederum froh, dass ich es anders mache als sie.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Herr der Ringe finde ich als Gesamtwerk bombastisch. An Thrillern gefallen mir Roter Drache von Thomas Harris und Messias von Boris Starling. Beides sehr beeindruckend, wie ich finde.

Ansonsten lese ich gerade gern Michael Robotham. Auch wenn nicht alle Romane von ihm gleich gut sind, hat er es einfach drauf. Es gibt allerdings auch Autoren, deren Bücher ich bewusst nicht lese,

damit ich diese nicht unbewusst imitiere. Daher kann ich auch mit Fug und Recht behaupten, dass meine Romane auf meinem eigenen Mist gewachsen sind. 

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Meistens schreiben. Und wenn ich das nicht mache, dann versuche ich, etwas mit meiner Familie zu unternehmen, mich zu bewegen, zu lesen oder zu verreisen. Ansonsten nehme ich in meiner Freizeit auch sehr gerne zu. 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich würde gern mit meiner ganzen Familie einen Monat durch Australien reisen oder ein halbes Jahr auf einer einsamen Insel verbringen oder vier Wochen mit dem Rad durch Frankreich ziehen - 

das wäre der Hammer. Darüber hinaus wäre mehr Freizeit generell ein Thema, mit dem ich mich sofort anfreunden könnte.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Das ist mir vollkommen schnurz. QUATSCH!!! Das ist das Wichtigste überhaupt! Ich kann mit Kritik gut leben und nehme diese immer ernst, denn ich halte mich nicht für allwissend oder ein Genie. 

Wenn mir jemand Komma-Fehler meldet, die im Lektorat übersehen wurden, finde ich das eher kleinlich, denn das tut der Geschichte ja keinen Abbruch. Aber manchmal musste ich auch wirklich schon sagen: 

Da hat die Leserin oder der Leser vollkommen Recht, das hättest du echt besser machen können. Wenn mir jemand schreibt, dass mir eine bestimmte Figur gut gelungen ist, bringt mich das aber auch weiter.

Gleichzeitig kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass die Geschmäcker einfach zu verschieden sind, um es jedem recht machen zu können. Der einen gefällt dies, dem anderen das. 

Ich versuche daher, meine Figuren überzeugend handeln zu lassen. Wenn das Endergebnis gefällt und ich viele Leser gut unterhalten konnte, dann habe ich mein Ziel optimal erreicht. 

Ach ja: Am liebsten ist mir natürlich LOB.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir einen Erfolg beschert haben, mit dem ich niemals gerechnet hatte. Schreiben bedeutet nicht nur Erfüllung, sondern oft auch Stress, 

das merkt man recht schnell. Wenn ich für meine Romane nicht so unglaublich viel positives Feedback bekommen hätte, dann würden mir der Ansporn für diese Quälerei und der Spaß an der ganzen Sache 

fehlen. Ich würde mich daher riesig freuen, wenn der Kontakt weiter so intensiv und angenehm verlaufen würde wie bisher, denn das war echt überwältigend.


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