Interview mit Thomas Neumeier

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Ist mir ein Vergnügen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Nun ja, ich bin einer dieser mehr als sieben Milliarden nervigen Lärmverursacher auf diesem Planeten. Ich mag den Sommer lieber als den Winter, Wälder und Seen lieber als Mauern und Beton, Biergärten lieber als einen schicken Club. Ich genieße die Zeit mit Freunden, muss aber auch immer wieder mal allein sein. Ich suche gern Abkürzungen, finde aber meistens Umwege. Ich lebe naturnah, bevorzuge es aber doch gemütlich. Ich vergöttere den Regenwald, weswegen ich nie guten Gewissens Veganer sein könnte. Ich bin noch nie auf dem Mars gewesen.

Seit wann schreibst du?

Schon seit ich Stifte halten kann, habe ich das Gefühl. Als Kind waren es Comicstrips, als Pubertierender kamen erste Kurzgeschichten und im jungen Erwachsenenalter verlangte dann ein erstes umfangreicheres Projekt ein Ventil. Es war schon immer ein Teil meines Lebens.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Das ist eher zu mir gekommen. Zum Zeichnen habe ich wenig Talent, Filmemachen erschien mir zu kompliziert. Meine Geschichten als Romane zu Papier zu bringen, war sozusagen der Weg des geringsten Widerstands, um aus meinen Ideen etwas zu formen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Nun, ich bin es wohl, aber bewusst und zielgerichtet wollte ich es nie werden. Ich will und werde das Schreiben weiterhin als Hobby betrachten, nicht als meinen Beruf oder gar meine Bestimmung. Andernfalls könnte ich womöglich die Freude daran verlieren.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

In jüngerer Zeit zwei Krimis (Tatzelwurm und Reinheitsgebot, beide Emons) und zwei Thriller (Mondlüstern, O'Connell Press, und Höllenfeuererotik, Bookshouse). Aber auch in Urban Fantasy, Steampunk und Erotik habe ich mich schon ausgetobt, Erotik und Steampunk sogar in Kombination, wie in Die Secret Intelligence Ihrer Majestät (Fabylon). Dauerhaft auf ein Genre festlegen, würde ich mich nur höchst ungern. Man geht ja auch nicht immer ins selbe Restaurant.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Daran kommt man nicht vorbei. Doch wenn einen die Themen interessieren, über die man schreibt, kann man Recherche kaum als Arbeit auffassen. Das Bierbrauen, die Tatzelwurm-Legende, Okkultismus oder das erotische Treiben des Hellfire Clubs haben mich auch über das Schreiben hinaus schon über Jahre hin fasziniert. In diese Themenfelder dann tiefer einzutauchen, war somit irgendwo auch ein Selbstzweck. Wissensdurststillen und so. ;)

Wo schreibst du am liebsten?

Ausschließlich an meinem Schreibtisch. Überarbeitungen gehen auch anderswo, zum Beispiel an einem See oder unter einem Baum, aber Manuskripte entstehen ausschließlich an meinem Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

In der Mache ist mehreres, vor allem im Genre ROMANCE, aber Veröffentlichungstermine oder Titel stehen noch nicht.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Vermutlich jeder, den ich je gelesen habe. Das sind eine ganze Menge und trotzdem noch viel zu wenige. Es gibt so viel, das ich gern lesen möchte, aber keine Zeit dafür finde.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Harry Potter hat mich glänzend unterhalten. Und tut es noch. Tolkiens Silmarillion findet mich auch immer wieder mal. Hyperion und Endymion von Dan Simmons haben mich in ihrer Bildsprache unglaublich beeindruckt.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Jessas, was ist das denn?

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich möchte herausfinden, was Freizeit ist!

Tja, in der Tat wäre ein funktionierendes Zeitmanagement etwas, das ich gern in den Griff bekommen würde. In den letzten Jahren ist viel auf der Strecke geblieben. Wenn mir das gelingt, kann vielleicht auch mal die Dinge anstreben, die noch unerreichbar scheinen. Familie zum Beispiel. Oder Erdbeeren pflücken.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr. Aber nicht essentiell. Ich würde auch dann noch schreiben, wenn die Resonanzen durchweg vernichtend wären. In erster Linie schreibe ich nach wie vor für mich selbst. Zum Ausgleich und um der schieren Lust, etwas zu erschaffen, Rechnung zu tragen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Danke, dass es euch gibt.


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