Interview mit Elke Schwab

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne! Also ich bin im Saarland geboren und aufgewachsen. In Konstanz habe ich den Mann kennengelernt, den ich auch später geheiratet habe.

Zusammen sind wir ins angrenzende Frankreich - in unserem Fall das "Krumme Elsass" - gezogen.

Ich liebe Pferde, schon von Kindesbeinen an. Deshalb ist es kein Zufall, dass ich zwei Pferde hinter dem Haus stehen habe. Dazu einen kleinen 

Esel namens "PomPom", der immer für Stimmung sorgt, sobald er mit lautem IA-Geschrei über die Koppel rennt.

Außerdem gibt es noch drei Katzen. Da wir auf dem Land leben, kann es immer mal passieren, dass uns eine Katze zuläuft, der wir nicht

widerstehen können. Also könnten da noch welche kommen ...

Seit wann schreibst du? 

Im Alter von 12 Jahren habe ich schon damit angefangen.

Zuerst waren es Abenteuerromane mit Kindern und Pferden.

Später Liebesromane.

Dann entdeckte ich den Krimi für mich.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Leider hatte ich in der Schule im Deutschunterricht einen Lehrer, der mich nicht mochte. Er hat mir für einen Aufsatz eine 6 gegeben.

Aber das war noch nicht alles. Zur Belustigung der ganzen Klasse hat er diesen Aufsatz laut vorgelesen und immer an den richtigen 

Stellen eine Pause gemacht, damit meine Mitschülerinnen auch genau wussten, wann sie lachen sollten. Das hat mit ganz tief verletzt.

Daraufhin habe ich mich zuhause an Omas Küchentisch gesetzt und angefangen Bücher nachzuerzählen, die ich mal gelesen hatte.

Nach dem dritten oder vierten Buch kam mir der Gedanke: Warum immer etwas schreiben, was es schon gibt? Ich könnte doch mal etwas

eigenes erfinden. Und das habe ich dann auch gemacht. Und wie man sieht, mache ich das heute noch.

Übrigens: Auf der Schule, die ich anschließend besucht habe, bekam ich in Deutsch eine 1!

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Leider ging auch dieser Entscheidung eine weniger schöne Erfahrung voraus.

Mein Hobby ist - wie schön erwähnt - Reiten und meine große Liebe gilt den Pferden. So ist es kein Zufall, dass ich früher gern Springturniere geritten bin.

Ich hatte das beste Springpferd auf der ganzen Welt, der nebenbei auch noch Kuscheltier, Alleinunterhalter und Herzensbrecher war - mein

"Teufel". Doch dann bin ich verunglückt. Nicht mit Teufel!!! Der Unfall passierte mit dem Pferd eines Freundes.

Daraufhin konnte ich keine Turniere mehr reiten. Also musste ich mir eine Alternative suchen, damit ich besser darüber hinwegkomme. Dafür

boten sich die Manuskripte an, die bis dahin in der Schublade gelegen hatten. Ich fing an, diese zu veröffentlichen und stellte fest,

dass Lesungen auch eine schöne Alternative sind. Also bin ich dabei geblieben und hoffe, dass ich das noch lange machen kann.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Aus meiner Feder gibt zwei Reihen:

Kullmann-Reihe:

• Ein ganz klarer Fall. Neu-Auflage. 110th-Verlag, 2016

• Kullmanns letzter Fall. 4. Auflage. Conte Verlag, Saarbrücken 2008

• Grosseinsatz. 2. Auflage. Gmeiner Verlag, Meßkirch 2005

• Angstfalle. 3. Auflage. Gmeiner Verlag, Meßkirch 2006

• Tod am Litermont. 3. Auflage.  Conte Verlag, Saarbrücken 2008

• Hetzjagd am Grünen See. Conte Verlag, Saarbrücken 2009

• Das Skelett vom Bliesgau. Conte Verlag, Saarbrücken 2010

• Galgentod auf der Teufelsburg, Conte Verlag, Saarbrücken 2011

• Blutige Seilfahrt im Warndt, Conte Verlag, Saarbrücken 2012

• Urlaub mit Kullmann, Ulrich-Burger-Verlag, Homburg, 2013

Baccus-Borg-Reihe

• Mörderisches Puzzle, Solibro Verlag, Münster 2011

• Eisige Rache, Solibro Verlag, Münster 2013

• Blutige Mondscheinsonate, Solibro Verlag, Münster 2014

• Tödliche Besessenheit, Solibro Verlag, Münster 2015 

und einen Krimi, der zu keiner Reihe gehört:

• Pleiten, Pech und Leichen, Sutton-Verlag 2014

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Oh ja! Eine ganze Menge. Dadurch habe ich zum einen das Saarland viel besser kennengelernt und lerne auch weiterhin immer was Neues dazu.

Und zum anderen bekomme ich Einblicke ich verschiedene Berufe, was mir sonst verwehrt geblieben wäre - hauptsächlich in die Polizeiarbeit.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich habe mir in unserem alten Bauernhaus ein "Dichter- und Denkerzimmer" eingerichtet. Dort ist es herrlich chaotisch, alle Katzen

fühlen sich in dem Zimmer wohl und meine Fantasie sprießt dort am besten.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eigentlich nicht. Ich schreibe, wie mir die Ideen kommen. Und wenn es mal nicht klappt, nenne ich das "schreibunlustige Phase", um

damit den Begriff "Schreibblockade" zu umgehen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja! Durch meinen Beitritt in einen Tierschutzverein, der Hunde und Katzen aus Tötungsstationen in Mallorca rettet, bin ich auf das

Thema Giftköder aufmerksam gemacht worden. Daraufhin habe ich mich dazu entschlossen, zu diesem Thema einen Krimi zu schreiben, der

zur Kullmann-Reihe gehören wird. 

Aber das ist noch nicht alles: Der 110th-Verlag und ich haben beschlossen, aus diesem Buch ein "Charity-Book" zu machen. Das bedeutet,

das pro verkauftem Buch etwas vom Erlös dem Verein "Ein Zuhause für verlassene Tiere e.V." in Saarbrücken zugute kommt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Auslöser für meine Entscheidung, Krimis zu schreiben, war eindeutig das Buch "Aus Mangel an Beweisen" von Scott Turow.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich schreibe nicht nur Krimis, ich lese sie auch gern.

Lieblungsautoren habe ich nicht. Ich lese gerne, was es an deutschen Krimis auf dem Markt gibt. Der deutsche Krimi bietet

viel Abwechslung, was mir gut gefällt. Aber auch Klassiker aus England, wie Charles Todd oder Martha Crimes lese ich gern.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Reiten - oder alles, was mit meinen Pferden zu tun hat, wenn ich mal nicht aufs Pferd aufsteige.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich habe noch einige Buchprojekte im Kopf, wobei nicht alles Krimis sind. Ich hoffe, dass ich das alles schaffe ...

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Das Feedback von Lesern ist für mich einmal eine gute Möglichkeit, mich zu verbessern. Außerdem

liebe ich den Kontakt zu meinen Lesern. Das ist im Saarland etwas Besonderes, denn hier hat alles einen familiären

Charakter, weil das Bundesland so klein ist. Also bin ich auf Lesungen oft unter Freunden ... sozusagen ... weshalb 

ich mich dabei immer sehr wohl fühle.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich bedanke mich bei dir für dieses tolle Interview.

Und meinen Lesern möchte ich folgendes sagen: Ich bin happy und froh, dass es euch gibt. Ihr seid alle total super!!!!!


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Kommentare: 5
  • #1

    Bertel Stöhr (Donnerstag, 12 Mai 2016 18:43)

    .
    ein ganz toller Vortrag. Ich habe mir schon die ganze Zeit überlegt, deine Bücher zulesen.
    Ich lese gerne nur habe ich Krimmis noch nicht so wirklich gelesen.
    Das werde ich jetzt mal tun und zwar deine

  • #2

    Bettina (Freitag, 13 Mai 2016 14:34)

    Hi Elke, das ist ein sehr schönes, sehr sympatisches und persönliches Interview!!!

  • #3

    Elke Schwab (Freitag, 13 Mai 2016 21:41)

    Liebe Bertel, liebe Bettina,
    vielen Dank für eure tollen Feedbacks :-))))
    Eure
    Elke

  • #4

    Uwe-Gerhard Ruhm (Mittwoch, 19 Oktober 2016 22:18)

    Ein sehr schönes Interview,
    du hast mir viel Freude mit deinen Krimis
    gemacht. Es war ein Zufall das ich den ersten Krimi von Dir gefunden habe.
    Aber nun möchte ich sie alle. ;-)
    Liebe Grüße
    Uwe-Gerhard Ruhm

  • #5

    Elke Schwab (Mittwoch, 28 Juni 2017 11:04)

    Hallo lieber Uwe,
    ich sehe deinen Beitrag jetzt erst :-(
    Das ändert aber nichts daran, dass ich mich darüber total freue :-)))
    Liebe Grüße
    Elke