Interview mit Martin Barkawitz

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Sehr gerne, es ist mir ein Vergnügen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Baujahr 1962, also schon ein älteres Semester ;-). Ich schreibe profimäßig seit 1997, heißt konkret: Ich lebe vom Schreiben und versteuere brav jeden Euro, den ich verdiene. Ich habe mich schon in diversen Genres betätigt, von Krimi bis Steampunk, von Western bis Fantasy. Aber Spannung muss immer dabei sein, sonst langweile ich mich beim Schreiben.

Seit wann schreibst du? 

Ich habe mir schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht, aber als Profi erst seit 1997. Aber das sind ja jetzt auch schon fast zwanzig Jahre.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich wollte nach dem Studium Geld verdienen, kurzzeitig war ich Texter in einer Werbeagentur. Aber schnell merkte ich, dass ich mit selbst ausgedachten Stories besser zurechtkam als mit den Vorgaben von Kunden. Allerdings mache ich nach wie vor gern Werbung, jetzt allerdings für meine eigenen Romane.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Davon habe ich schon als Kind geträumt. Aber ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass ich es wirklich durchziehen würde.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mehrere hundert Heftromane, Taschenbücher und E-Books. U.a. habe ich sieben Jugendbücher für den Ueberreuter-Verlag geschrieben (unter den Pseudonymen Cliff Millard und Nicolas Grave), unter meinem Realnamen sind beispielsweise "Kehrwieder", "Das Armenhaus" und "Sherlock Holmes jagt Hieronymus Bosch" erschienen. Das Pseudonym Sina Jorritsma benutze ich für meine Friesland-Krimis, zuletzt für "Friesenkreuz".

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Kommt auf das Genre an. Bei den Jerry-Cotton-Krimis wird sehr viel Wert auf Authentizität gelegt, da muss man mehr Gas geben. Aber man sollte nicht als Autor in die Falle tappen, vor lauter Recherche das Schreiben zu vergessen. Ich verfasse schließlich keine Tatsachenberichte, sondern Fantasieprodukte.

Wo schreibst du am liebsten?

In meinem Arbeitszimmer, aber auch im Café oder im Zug - eigentlich spielt das keine Rolle.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich habe mir angewöhnt, Romane ausschließlich auf einem Rechner ohne Internetzugang zu schreiben. Außerdem benutze ich neuerdings die tollen Gratis-Schreibprogramme ywriter und Zenwriter. Kann ich nur empfehlen, das steigert die Produktivität ungemein!

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Im Sommer wird ein umfangreicher historischer Roman mit mehr als 100.000 Wörtern erscheinen. Aber den Titel darf ich noch nicht verraten.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ja, Dean Wesley Smith. Er hat eine sehr konsequente Haltung zum Schreiben, die kontrovers diskutiert wird. Er ist für mich ein großes Vorbild.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Karl May lese ich immer noch gerne, aber ich mag auch die Romane von Wolfgang Hohlbein oder von J. A. Konrath. Eigentlich alles, was nicht langweilig ist ;-) - Nein, ernsthaft: Ich lese sowohl Bestsellerstoff als auch völlig vergessene Schriftsteller wie beispielsweise Alfred Schirokauer.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin Degenfechter und nehme auch an Turnieren teil, allerdings mit bescheidenem Erfolg.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich habe einige Übersetzungen meiner Romane angeschoben und bin gespannt, was dabei herauskommt. Ansonsten hoffe ich darauf, gesund zu bleiben und so lange wie möglich schreiben zu können. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Das ist natürlich wichtig. Wenn ich merke, dass ein Projekt nicht gut ankommt, werde ich nichts Ähnliches in dieser Richtung schreiben. Die Verkaufszahlen sind meiner Meinung nach die einzige objektive Kritik.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ja - Danke, dass es Euch gibt. Ohne eine begeisterte Leserschaft könnte jeder Autor einpacken!


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