Interview mit May B. Aweley

Hallo erstmal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Aber, sehr gern.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gern. Ich liebe schöne Gerüche (Kaffee am Morgen, das Meer, Blumen), bin ungeduldig und sehr streng mit meiner eigenen Arbeit, habe 2 Kinder, einen liebevollen Ehemann,

und 2 Katzen ... Und arbeite bereits an der Vorstellung, uns einen Hund anzulegen. Ich schwimme gern, kann nicht still sitzen und hasse es, wenn es um mich herum laut ist. Außerdem

habe ich die "Berliner-Schnauze", und dennoch sagte mir einst mein Kollege René Junge: "Mit dir kann man Pferde stehlen!". Das ist das größte Kompliment und stimmt so.

Seit wann schreibst du? 

Anfang 2014 kam mein erstes Buch heraus. 

Wie bist du zum Bücherschreiben gekommen? 

Mein erstes Buch schrieb ich, nachdem ich das Buch von Kerstin Gier gelesen habe ("Für jede Lösung ein Problem"). 

Nur so traute ich mich, über ein sensibles und doch wahnsinnig interessantes Thema zu schreiben: die böse Schwiegermutter.

Und genug "Stoff" habe ich auf einer Mutterkur gesammelt, die ich gemacht hatte, als meine Kinder noch klein waren. So entstand mein erstes Buch ("BeziehungsWeise")

Zur gleichen Zeit muss sich aber mein Geschmack von Satire über anspruchsvolle Kurzgeschichten ("Achterbahn der Gefühle") zu Thriller geändert. Nun, bin ich jetzt Thrillerautorin.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Nie :) Als mein erster Thriller "Puppenbraut" die Gratischarts von Amazon stürmte und mein Mann sagte: "Herzlichen Glückwunsch, jetzt bist

du eine Autorin!" hielt ich es für einen Witz. Hobbyschreiberling. Vielleicht. Aber ernsthaft, ganz ohne Germanistikstudium? Und dennoch war es keiner. 

Heute begreife ich es langsam :D Das Schreiben macht mir einfach Spaß...

Nein, das Schreiben ist eine Leidenschaft. Bücher, Bücher, Bücher - unser Haupthema zu Hause - nicht für jeden interessant. Mein Mann und Kinder müssen dennoch durch.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Als Katharina Deffland: "BeziehungsWeise", "Achterbahn der Gefühle" (& Michael Kunz)

Als May B. Aweley: "Puppenbraut", "Existenzlos", "Der Angstheiler" und "Lauf Sophie".

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ich halte eine umfangreiche Recherche für notwendig - erst recht im Bereich der Thriller. Meine dauert zwischen einem und drei Monaten. Schließlich muss ich wissen, wie ein 

Serienkiller mit bestimmten Erkrankungen "tickt". Ich muss zu einem - gedanklich - werden.

Wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe am liebsten in Ruhe an meinem Schreibtisch. Alles andere lenkt mich ab.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Kaffee muss daneben stehen. Sonst keine Rituale.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Mein derzeitiges Projekt heißt Buch Nr. 5 (derzeitiger Titel) - aber ein Zitat steht schon ... Nun in etwa 2-3 Wochen findet bei mir ein Umzug statt, daher sind meine Gedanken diesmal 

nicht beim Schreiben ... Leider, denn ich habe Entzugserscheinungen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Direkt - Kerstin Gier; indirekt von Shakespeare bis Dürrenmatt so ziemlich jeder Autor. Richtige Wortwahl bringt mein Herz zum Pochen. Wirklich wahr.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich lese zwar Thriller etc. aber am schönsten finde ich die "alte" Literatur. Dürrenmatt, "Die Physiker", liegt derzeit (erneut) auf meinem Schreibtisch.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

"Freizeit"? Schon mal dieses Wort gehört :) Im ernst. Da ich mit einer 4-köpfigen Familie kurz vom Umzug stehe und gerade ein neues Buch rausgebracht habe,

ist meine Freizeit tatsächlich nicht vorhanden. Aber sonst: ich lese gern, mache Zumba oder schwimme meine Runden gern.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ja, gern. Möge alles so bleiben, wie es ist!

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Existenziell, darum "hocke" ich - trotz Umzugsdrang - in verschiedenen Foren drin und verlängere damit die Zeit, bis die Kisten zu Ende gepackt werden können. 

Nur durch ein konstruktives Feedback kann ein Autor lernen, besser zu werden.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich bedanke mich auch sehr herzlich für Deine Zeit. Und an die Leser habe ich ein Anliegen: Danke, dass es Euch gibt, denn ohne Euch wären wir, Autoren, nur "Eigenbuchleser". 

Wenn ich mir etwas von Euch wünschen könnte, dann, dass Ihr uns immer wissen lasst, wie Euch unsere Bücher gefallen.


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