Interview mit Sabina Naber

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Gerne, ich danke für die Anfrage :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin eine Schreibende, die aus dem Theater- und Filmbereich kommt und die sich zunehmend als Fotokünstlerin in die Öffentlichkeit wagt :) Mein Leben war bislang sehr bunt und vielseitig - neben meiner künstlerischen Arbeit gibt es da u. a. auch noch ein abgeschlossenes Studium, eine intensive Zeit als Journalistin und viele (Extrem)-Reisen. Ich hoffe, die nächsten Jahrzehnte bleiben so spannend :)

Seit wann schreibst du? 

Seit meiner Pubertät. Doch zum Geschichtenerzählen habe ich schon als Kind begonnen. Meine Großmutter musste immer die Statistin in diversen Szenarien geben, die ich durchgespielt habe - mein Beginn als Theaterregisseurin :) Als junge Erwachsene habe ich dann Liedtexte für Bands verfasst sowie auch Musicals und Theaterstücke. In weiterer Folge kamen Drehbücher. In der Prosa arbeite ich seit 2002.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Es hat sich entwickelt (siehe oben). Die Prosa war eine Folge vom Drehbuchschreiben, denn in dieser Branche reden sehr viele Menschen bei einem Buch mit und ich wollte mich einfach einmal freischreiben - das wurde dann mein erster Roman "Die Namensvetterin".

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Das kann ich nicht beantworten - es war weniger Wille als viel mehr Drang. Ich kann nur sagen, ab wann ich mich als Schriftstellerin im klassischen Sinn verstanden habe: ungefähr ab dem dritten oder vierten Roman, als absehbar war, dass die Veröffentlichung meiner Roman keine Episode bleibt.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Sechs in der Serie mit der Wiener Kommissarin Maria Kouba, vier in der Serie mit dem Ermittlerteam Mayer & Katz (der jüngste heißt "Flamencopassion") sowie einen Erotikroman. Dazu kommt eine erkleckliche Zahl an Kurzgeschichten. Genau ist das alles auf meiner Homepage www.sabinanaber.at aufgelistet. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Immer.

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch. Es geht aber auch auf der Terrasse oder auf langen Zugfahrten.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Kommt darauf an, was man darunter versteht. Wenn ich mit einem Roman begonnen habe, schreibe ich fast jeden Tag und das oft bis weit in den Abend/in die Nacht, jedoch sicher nicht die ersten paar Stunden nach dem Aufstehen, da bin ich noch nicht denkfähig :)

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ja, es heißt "Mohnblumenrot". Eine Frau hat ihren Mann bei einem Raubüberfall verloren. Sie versucht, in seiner Heimatstadt London auf seinen Spuren zu wandeln, um von ihm Abschied nehmen zu können, erlebt aber zunehmend irritierende Ereignisse, die sie glauben lassen, dass er noch lebt. Bald weiß sie nicht mehr, was Wahn und was Wirklichkeit ist ...

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich denke, dass einem jedes Buch beeinflusst, das man liest, und nachdem ich eine extreme Leseratte bin ... :)

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Das kann ich nicht sagen, das wechselt.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin gern in der Natur, sei es zu Fuß oder mit dem Rad, interessiere mich für Fußball, Ausstellungen, Theater, Kino, Reisen (und das natürlich gern mit meinen Liebsten) und ich tischlere sehr gern. Mehr als die Hälfte der Möbel in der Wohnung habe ich selbst gemacht. Und um den Kopf kurzfristig frei zu bekommen, löse ich leidenschaftlich Sudokus oder nehme an einem (Pub)Quiz teil :) Lesen würde ich nicht unter Freizeit einordnen, das ist ein Dauerzustand bei mir.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Nein, das möchte ich nicht, denn da bin ich abergläubisch :))))

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig, es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass man nicht in den luftleeren Raum schreibt, dass jemand genau so tief in diese andere Welt eintaucht wie ich. Das erfüllt mich mich dankbarer Freude.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Lasst uns gemeinsam Werbung fürs Lesen machen, damit wir - AutorInnen und LeserInnen - nicht bald zu einer aussterbenden Spezies gehören. Es wäre schade für die Welt. 


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