Interview mit Leon Herz

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Hallo, mein Name ist Leon Herz. Geboren wurde ich im Ruhrgebiet und wohne auch heute noch hier. Obwohl ich mich an vielen Orten zu Hause fühle, hängt mein Herz an dieser Region.

Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch und mag es Menschen zum Lachen zu bringen. Tanzen gehört für mich zum Leben dazu und neben Abzappeln in der Disco kann ich auch etwas mehr als nur den Grundschritt bei lateinamerikanischen und Standardtänzen :-)

Wenn das Wetter mitspielt, fahre ich gerne nach der Arbeit eine Runde auf meinem Motorrad, oder treffe mich mit Freunden. Ich liebe das Meer, aber noch mehr die Berge und bin leider als Flachlandtiroler viel zu selten dort. Ein paar Mal im Jahr schaffe ich es aber doch und dann genieße ich es zu wandern, oder meine Klettersteigausrüstung abzustauben und Berge zu erklimmen. Auch finde ich es traumhaft schön Hüttenwanderungen zu unternehmen und mit Menschen, die man gar nicht kennt, abends in der Stube ins Gespräch zu kommen.

Seit wann schreibst du? 

Der erste Einfluss, freiwillig etwas zu Papier zu bringen, war in der Grundschule ein Aufsatz freier Wahl. Ich beschrieb eine kleine Geschichte über meinen Wellensittich und die Lehrerin war davon so fasziniert, dass ich ihn der Klasse vortragen musste. Bei diesem Vortrag wurde mir auch bewusst, dass ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe :-)

Ab diesem Zeitpunkt schrieb ich immer wieder kleinere Geschichten und mein erster Fan und Kritiker war meine Mutter. Es folgten Beiträge in der Schülerzeitung und später Teilnahmen an diversen Gedicht- und Schreibwettbewerben. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Eigentlich durch den Besuch in Büchereien und Bibliotheken. Diese Einrichtungen erscheinen mir immer wie das analoge Pendant zu Videotheken. Es duftet dort ganz anders und das Stöbern durch die Regale macht mir viel Spaß. Jedes einzelne Buch erzählt eine Geschichte und handelt von Gedanken, die der Autor hatte. Ich finde es spannend und schön zu wissen, dass irgendwo jetzt ein Mensch eines meiner Bücher liest.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Der Wunsch Autor zu werden, schlummerte schon lange in mir. Ich liebe das geschriebene Wort und es kann alle Emotionen hervorrufen, die einen Menschen ausmachen. Ich bin gerne ein Schauspieler und Komiker, der andere Menschen zum Lachen bringt. Ich habe vor einem Jahr den Entschluss gefasst ein Buch zu schreiben und wollte versuchen, Gefühle durch Buchstaben zu vermitteln. So wie ein Schauspieler durch einen Film, oder Theaterstück sein Publikum unterhält, möchte ich den Leser auf diese Weise in Gedanken und Emotionen entführen.  

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Auf Amazon sind bisher als eBook bzw. Taschenbuch folgende Bücher erschienen:

- Ich liebe dich zu hassen: Psychothriller

- So weit die Herzen tragen

- Knisternde Überstunden

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Meine Bücher gehen nicht zu sehr in technische, historische oder fachliche Details. Recherche habe ich betrieben zu landschaftlichen Gegebenheiten, aber ansonsten behandeln meine Bücher die Psyche des Menschen, wobei zu sagen ist, dass bei dem Psychothriller „Ich liebe dich zu hassen“ , Recherche zu Psychopathen ein Thema war.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich an Orten, an denen es ruhig ist, meistens aber auf der Couch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Es kommt darauf an, an welchem Projekt ich mich gerade befinde. Bei einem Liebesroman kommt es vor, dass manchmal ein Glas Weißwein neben meinem Laptop steht und Kerzen im Raum verteilt sind.

Bei meinem Buch „Ich liebe dich zu hassen: Psychothriller“ brauchte ich definitiv ein spezielles Schreibritual, denn ohne dieses hätte ich das Buch nicht schreiben können. Für dieses Buch hatte ich Kleidung gewählt, die ich nur für dieses Buch angezogen und erst nach Vollendung in die Waschmaschine gesteckt habe. Ich stellte mir vor, dass die Gedanken und Gefühle noch aus vorherigen Schreibsitzungen vorhanden sein würden. Es ist ein überaus emotionales Buch, bei dem ich mich nicht einfach hinsetzen und ein paar Seiten schreiben konnte. Die Kleidung half mir dabei in die Welt des Protagonisten einzutauchen und die Geschichte zu durchleben.

Man könnte also sagen, dass ich fröhliche und liebevolle Bücher bei einer positiven und Psychothriller bei einer düsteren Atmosphäre schreibe.

Ich schreibe Bücher gerne in der Ich-Perspektive, denn auf diese Weise befindet sich der Leser im Kopf des Protagonisten und kann dessen Gefühle und Emotionen hautnah miterleben. Bei dem Psychothriller ist es nicht leicht auszuhalten und sich darauf einzulassen, da der Leser die kranken Gedanken nicht einfach wegschalten kann.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Aktuell schreibe ich an einem Liebesroman, der in den Bergen handelt.

Im Anschluss werde ich wieder einen Psychothriller schreiben, für den ich schon einen groben Plot entwickelt habe.

Es ist immer wieder für mich spannend, wie und in welche Richtung sich ein Buch entwickelt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Auf jeden Fall J.R.R. Tolkien. Der große Meister. Von ihm und seinen Büchern war ich schon mit 16 Jahren fasziniert. Ich denke meine Liebe zu Natur- und Detailbeschreibungen wurden durch ihn beeinflusst. Die Natur und andere Gegebenheiten in seinen Werke sind so detailliert beschrieben, dass man sie förmlich greifen kann. Er schreibt wunderbar tiefgründig, ergreifend, spannend und humorvoll.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Wie schon geschrieben J.R.R. Tolkien und das Buch „Der Herr der Ringe“, das viel mehr ist als nur einfach ein Fantasyroman .

Auch Patrick Süskind faszinierte mich mit dem Roman „Das Parfüm“.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freunde und Familie stehen bei mir ganz oben und ich mag es Menschen um mich herum zu wissen, bei denen ich mich wohl fühle und die mir viel bedeuten.

Nach der Arbeit fahre ich gerne, wenn es das Wetter zulässt, Motorrad. Manchmal versuche ich mich in einer Kletterhalle an der Wand.

Im Sommer beginne ich den Tag ab und an damit, dass ich zu einem Stadtstrand bzw. Beachclub fahre und mit meinem Metalldetektor den Sand nach dem durchforste, was die Menschen verloren haben. Im Winter hole ich in klaren Nächten mein Teleskop heraus und beobachte den nächtlichen Himmel. Schon als Jugendlicher war ich Feuer und Flamme für die Astronomie, bitte bloß nicht zu verwechseln mit der Scharlatanerie der Astrologie :-) Ich bewundere lieber die Schönheit der Sterne, als an irgendeinen Schmarrn zu glauben. Tanzen gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, sei es in der Disco, oder in der Tanzschule. Ich bin ein sehr interessierter Mensch und schaue oft vor dem Einschlafen noch eine Dokumentation über alle möglichen Dinge.

Da ich ein großer Star Trek Fan bin, kommt es auch vor, dass eine Dokumentation einer Folge dieser großartigen Serie weichen muss.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Mein Wunsch ist es möglichst viel von der Welt zu entdecken. Das können Gegenden, Länder und Landschaften sein, aber auch Menschen, die mir auf meinem Weg, geplant oder unverhofft, begegnen. 

Ein Traum von mir ist es den Pacific Crest Trail zu wandern. 4300 km von der mexikanischen zur kanadischen Grenze. Ich hoffe, dass es sich innerhalb der nächsten 10 Jahren irgendwann realisieren lässt und ich muss noch meinen Chefs beibringen, dass ich irgendwann einmal ein halbes Jahr nicht verfügbar sein werde. Auch muss ich noch jemanden finden, der bereit ist, mit mir diesen Weg zu gehen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Feedback ist mir extrem wichtig und freue mich sehr darüber. Leider muss ich sagen, dass viele Leser kein Feedback geben, was auch andere Autoren bestätigen können und was ich sehr schade finde.

Es sollten mehr Leser eine Rückäußerung geben, damit der Autor erfährt, wie sein Buch aufgenommen wurde. Ich finde es schön zu erfahren, was für Gefühle meine Leser hatten. Was hat sie bewegt, haben sie gelacht, waren sie wütend und was dachten sie, als sie es zuklappten? Dies hilft auch sehr Bücher zu schreiben.

Hierbei gilt es aber auch nach mehreren Arten von Feedbacks zu unterscheiden. Eine Rezension zum Beispiel ist meiner Meinung nach eine Bewertung von Lesern für Leser. Sie können hierbei helfen, dass sich andere für ein Buch entscheiden. Es muss keine überaus lange Rezension sein und es würde schon reichen, einfach seine Meinung zu sagen. Was war gut und warum war es gut, was sollte man erwähnen aus dem und dem Grund, kann man es empfehlen usw.. 

Dann gibt es noch das persönliche Feedback. Ich bin über Facebook, oder per Email zu erreichen und gerne für Fragen und Anmerkungen offen.

Das Wichtigste für einen Autoren sind seine Leser. Er schreibt seine Bücher und Geschichten, damit andere Menschen sie lesen und an seinen Geschichten teilhaben. Deswegen finde ich es auch wichtig zu erfahren, wie meine Bücher wirken.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich danke dir ganz herzlich, dass du mich zu diesem Interview eingeladen hast.

Ich würde mich freuen, wenn die Leser meine Bücher kennenlernen würden und ich sie auf diese Weise für eine kurze Zeit begleiten dürfte.


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