Interview mit Marc Pain

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Hallo, ich schreibe unter dem Pseudonym Marc Pain, bin 26 Jahre und komme aus Hamburg. Geschrieben habe ich schon in vielen verschiedenen Genres. Die meisten meiner Werke sind Thriller, aber ich schreibe auch gern Horrorgeschichten oder befasse mich mit Science-Fiction. Vor zwei Jahren habe ich mich dazu entschieden, ein Teil meiner Kurzgeschichten als Selfpublisher zu veröffentlichen.

Seit wann schreibst du?

Die Lust am Schreiben habe ich schon als Kind für mich entdeckt. Wenn ich ein Buch gelesen oder einen Film geschaut habe, habe ich mir eine veränderte Handlung, ein alternatives Ende oder neue Charaktere ausgedacht. Es gibt kaum einen Zeitpunkt in meinem Leben, in dem ich nicht an irgendeiner Geschichte, einem Gedicht oder anderen Texten gewerkelt habe.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Durch die ersten Aufsätze, in der Schule, wurde mir bewusst, dass ich ein Talent dafür habe, Geschichten zu erzählen. Auch das Schreiben von Gedichten spielte immer eine wichtige Rolle in meinem Leben. Das Schreiben befreit mich und dadurch kann ich die verschiedensten Dinge reflektieren und verarbeiten.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Dass ich Autor werden will, wusste ich schon relativ früh, doch habe ich mich eine lange Zeit nicht getraut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich habe mich mit dem Veröffentlichen von Gedichten und Leseproben herangetastet und 2014 meine erste Kurzgeschichte als eBook herausgebracht.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Bislang habe ich sechs Werke veröffentlicht. Es handelt sich dabei um Kurzgeschichten aus den Bereichen: Thriller (Geh nicht dorthin), Horror (Das letzte Bild) und Science-Fiction (2500, 2505 und 2508).

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Bei allen Ideen bastle ich zunächst im Kopf an ihnen herum. Ich probiere aus und schaue, was mir mein Gefühl dazu sagt. Dann fange ich auch meistens schon mit dem Schreiben an, ohne vorher groß zu recherchieren oder mich mit anderen Sachen aufzuhalten. Wenn der erste Schritt erfolgreich war und ich mich wohl mit der Idee fühle, kommt es ganz auf das Werk drauf an. Einige Bücher erfordern eingehende Recherchen. Die Recherchen müssen in einen Plot umgearbeitet werden, und erst danach kann ich mit dem Schreiben beginnen. Recherchierte Sachen müssen zudem überprüft werden, ob sie denn wirklich so stimmen. Bei anderen Büchern kann ich mich sofort an den schönsten Teil der Arbeit machen: dem Schreiben. Ganz selten kam es auch schon vor, dass ich ein Werk während der Überarbeitung komplett umgeschrieben habe. Was alle Werke wieder gemeinsam haben, sind die Arbeiten am Cover, dem Klappentext und dem Ausfeilen der Marketingstrategie. Testleser, Lektor und Korrektor gehören auch zum Entstehungsprozess dazu. Meistens nehmen die Überarbeitungen der Werke mehr Zeit in Anspruch, als das eigentliche Schreiben.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause, dort habe ich meine Ruhe und immer genug Kaffee und Zigaretten.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Wenn ich eine Geschichte oder ein Buch geschrieben und überarbeitet habe, lasse ich mir ein Exemplar davon für mich drucken. Das brauche ich nach getaner Arbeit. Das fertige Werk in den Händen zu halten, ist das schönste Gefühl, das ich kenne.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Derzeit arbeite ich an einer neunteiligen Krimireihe, in der es um das Ermittlergespann Dunn&Kuhn geht. Für diese Reihe bin ich noch auf der Suche nach dem richtigen Verlag. Außerdem soll noch in diesem Jahr ein Thriller erscheinen – mein erster Roman, den ich veröffentlichen werde.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Ich habe früher sehr viel von Edgar Allan Poe gelesen, besonders seine Kurzgeschichten haben mir gefallen. Da ich ihn schon in jungen Jahren gelesen habe, ist er wohl einer der Autoren, die mich mit am meisten geprägt haben.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Autoren: Edgar Allan Poe, Jussi Adler Olsen, Henning Mankell, Agatha Christie, Jules Verne, Charles Dickens, John Grisham, John Katzenbach, Richard Laymon, Sir Arthur Conan Doyle.

Bücher: Die schwarze Katze, Reise zum Mittelpunkt der Erde, Die Insel, Die Fälle des Sherlock Holmes, Traumfänger, Der Gefangene.

Alle Autoren und Bücher zu nennen, würde wohl den Rahmen sprengen, aber das ist ein Teil davon.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen, Schreiben, Sport, Entspannen, mit der Familie und Freunden die Zeit verbringen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Natürlich ist es mein Wunsch, dass ich irgendwann vom Schreiben leben kann und einen großen Bestseller schreibe. Außerdem würde ich gern die Welt bereisen: die Pyramiden in Ägypten wären mein erstes Ziel.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Eine Rückmeldung der Leser ist immer toll. Ich freue mich über jede ernst gemeinte Meinung und lerne dadurch ständig neu dazu. In erster Linie geht es mir darum, dass meine Werke gelesen werden und den Leser in den Bann ziehen. Wenn ich dann durch die Leser erfahre, dass mir das gelungen ist, ist es ein großartiges Gefühl und das treibt mich an, weiterzumachen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Aus eigener Erfahrung kann ich nur dazu raten, bei der Suche nach neuem Lesestoff, auch mal ein Risiko einzugehen und über den eigenen Horizont zu schauen. Ich bin dadurch schon auf das eine oder andere Buch gestoßen, welches mich wirklich überrascht und bewegt hat. Zuletzt war es bei "Traumfänger" so gewesen.

Ich bedanke mich bei Mordsbuch für dieses interessante Interview.


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