Interview mit Rikje Bettig

©Bonnie Bartusch

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin Rikje, 29 Jahre alt, stamme ursprünglich aus Leer in Ostfriesland und lebe mittlerweile in Oldenburg. Ich habe Rechts- und Verwaltungswissenschaften studiert und als Diplomverwaltungswirtin gearbeitet. Um meinen Traum vom Schreiben verwirklichen zu können, habe ich jedoch umgesattelt und bin nun nebenher bei meinem Mann beschäftigt.

Seit wann schreibst du?

Seit meiner frühen Kindheit: Meine erste Geschichte, die ich in ein Poesiealbum gekritzelt und dazu mit lustigen Illustrationen versehen habe, hieß "Die Tiere aus Afrika ziehen nach Jheringsfehn" - da hatte ich gerade erst gelernt, zu schreiben.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Ich habe es immer schon geliebt, mich in jeglicher Hinsicht kreativ auszutoben. Ich malte und zeichnete zum Beispiel viel, schrieb aber auch Gedichte, Kurzgeschichten und Romananfänge. Dabei wurde ich auch von meinem Großvater beeinflusst, der selbst Geschichten verfasste. Ich wollte ihn beeindrucken und wir lasen uns gegenseitig unser Geschriebenes vor. So kam es, dass in mir irgendwann der Wunsch reifte, ein ganzes Buch zu füllen.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Ich habe "Schriftstellerin" schon im Kindesalter als Berufswunsch in Freundschaftsbüchern angegeben, diesen Kindheitstraum dann aber lange Zeit aus den Augen verloren. Als ich meinem Mann zuliebe umgezogen bin, war das die Chance für einen Neuanfang.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Mein Thriller-Debüt "Mörderische Unschuld" ist am 15. Januar diesen Jahres bei "Midnight by Ullstein" erschienen, weitere Bücher werden folgen.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, bei "Mörderische Unschuld" handelt es sich um einen Justizthriller - da musste ich sehr viel recherchieren, damit alles stimmt.

Wo schreibst du am liebsten?

Bei meinem ersten Buch habe ich noch in Bremen gewohnt und hatte einen Schreibtisch mit Blick auf die Weser, dort konnte ich mich wunderbar von der Aussicht inspirieren lassen - ein bisschen klischeehaft. In unserer neuen Wohnung arbeite ich am liebsten am Esszimmertisch, weil ich mich dort am freiesten fühle.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Momentan schreibe ich nur, wenn ich auch wirklich an einem Projekt arbeite. Dann aber auch 20 Seiten täglich. Dabei höre ich gerne Musik, das spornt mich an.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Die Idee für mein nächstes Buch steht. Da ich mich aber noch in der Planungsphase befinde, möchte ich nichts verraten, denn in dieser Zeit schmeiße ich immer noch vieles um.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Keinen bestimmten, es ist eher die Vielzahl der verschiedensten Bücher, die ich gelesen habe. Überwiegend sind das Krimis und Thriller.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ich finde es schwer, mich da zu entscheiden. Ich lese alles querbeet, momentan zum Beispiel gerne Michael Robotham, Adler Olsen, Charlotte Link - um nur einige zu nennen. Am meisten hängen geblieben sind bei mir aber Jugendbücher wie "Harry Potter", "Die unendliche Geschichte" oder "Momo" - die werde ich immer in Ehren halten.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Kochen ist mittlerweile zu einer wahren Leidenschaft von mir geworden. Außerdem ist eine schöne Woche für mich eine, in der ich viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen konnte und bestenfalls noch viel an der frischen Luft war. Und ich liebe Roadtrips.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Irgendwann möchte ich eine Familie gründen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Bei meinem ersten Buch habe ich eine Leserunde bei "LovelyBooks" organisiert - das war super aufschlussreich und ich konnte einiges an Input daraus ziehen. Ich finde es richtig schön, dass sich so viele nette Menschen, mit meiner Geschichte auseinandergesetzt haben.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Glaubt an euch und eure Träume. (Wieder ein Klischee ;))


Kommentar schreiben

Kommentare: 0