Interview mit Ingrid J. Poljak

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gerne.

Seit wann schreibst du? 

Seit meinem 13. Lebensjahr.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Damals hat es kaum andere Jugendbücher gegeben als solche mit erhobenem Zeigefinger. 

Schon der Titel des einzigen Mädchenbuchs, das ich damals gelesen habe, sagt alles: "So its's recht, Nora!"

Da dachte ich, gut, dann schreibe ich mir meine Bücher eben selber :)

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Ich habe mich damals natürlich noch nicht als Autorin gesehen, die einmal etwas schreibt, das auch andere lesen wollen. Obwohl ich auch später immer wieder versucht habe, Romane zu schreiben.

Da ich aber "nebenbei" studiert habe und Architektin geworden und auch als Grafikerin tätig gewesen bin, ist der Wunsch, Autorin zu werden, erst im Laufe der Zeit konkret geworden.

Dieses Ziel so richtig angesteuert habe ich erst, als ich mit ca. 50 festgestellt habe, dass ich als Architektin nicht mehr erreichen konnte, als ich bis dahin erreicht hatte.

Erst mit meinem Eintritt in der "Ruhestand" habe ich so richtig losgelegt und mir vorgenommen, etwas zu veröffentlichen. 2012 war es dann soweit.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

"Bildermord", ein (Kriminal-)Roman über einen Künstler.

"Auch Mord ist (k)eine Kunst", ein e-Book mit drei Kurzkrimis.

"Die Hände des Doktor Kinich" und "Alles Theater", 2 kleine Bücher mit phantastischen Kurzgeschichten. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Meine Recherchen zu "Bildermord" waren ein lange andauerndes Vergnügen in Salzburg, einer Stadt, die ich liebe.

Ich liebe auch die Welt der Oper, und ich hatte sowohl Zugang zu den technischen Einrichtungen des Salzbuger Festspielhauses als auch zur Arbeit berühmter Sänger.

Diese Recherchen haben noch mehr zu meinem Verständnis für diese Welt beigetragen. Übrigens kann man auf meiner Website einige meiner Recherche-Fotos aus Salzburg betrachten.

Wo schreibst du am liebsten?

Zu Hause am PC. Oder am Laptop, wenn ich auf Urlaub bin. Was aber nicht heißt, dass ich nicht früher auch woanders geschrieben hätte.

Ich erinnere mich noch an langweilige Unterrichtsstunden in der Schule, in denen ich unter der Bank karierte Hefte vollgekritzelt habe.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ja, aber ich halte mich nicht immer dran. Am liebsten schreibe ich zwischen 23 und 3 Uhr in der Nacht. Da habe ich Ruhe, und kein Anruf und keine dringende andere Arbeit stören mich.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Derzeit liegt ein Thriller mit dem Arbeitstitel "Diabelli" bei einer Agentin. Gleichzeitig brüte ich über dem Plot einer "Blaubart"-Geschichte.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Es gibt mehrere: Der erste war Friedrich Schiller mit seinem "Geisterseher". Dann E.T.A. Hoffmann, Edgar Allen Poe und Dostojewskij. 

Von den modernen Schriftstellern sind es Patricia Highsmith und Friedrich Dürrenmatt. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Viele Bücher der vorgenannten Autoren. Von den aktuellen Krimiautoren mag ich Inge Löhnig und Andreas Gruber. 

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Schreiben. In den Wald gehen. Lesen. Philosophische Gespräche mit Freunden führen.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Einen Bestseller schreiben ;-)

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ich hätte gerne mehr davon.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich finde es traurig, dass Bücher nicht mehr den gleichen Stellenwert haben wie früher.

Dass die meisten Bücher nur rasch gelesen werden, damit man sie bald wieder aus der Hand legen und zum nächsten greifen kann. 

Bücher sind Wegwerfartikel geworden und es scheint, als hätten sie nur mehr eine Art "Betäubungsfunktion". Schade.

Und für die Autoren: Wenn euch eine Idee fasziniert, bleibt unbedingt dran!


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