Interview mit Marion Meister (Mareike Marlow)

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Hallo. Und vielen Dank, dass ich bei deiner tollen Interview-Reihe dabei sein darf.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Na klar. Mein Name ist Marion Meister, aber die meisten werden mich unter dem Namen Mareike Marlow kennen. Ich bin verheiratet (ja, genau. Meister. Wie Derek Meister) und habe zwei Jungs im Alter von fünf und sieben. Und wir leben auf dem Land, im schönen Niedersachsen.

Seit wann schreibst du?

Das erste Buch habe ich 2006 geschrieben - zusammen mit meinem Mann Derek. Es war der erste Teil unserer Kinderbuchreihe „Drachenhof Feuerfels“ (Loewe Verlag). Derek hat mich einfach mit dazu geholt, er meinte Kinderbücher und Drachen seien doch mein Fachgebiet. Da habe ich quasi Blut geleckt.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

So gesehen, gab es diesen Moment gar nicht. Es hat sich entwickelt. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass es, wenn ich genau hingesehen hätte, völlig klar war. Zu erst habe ich ganz viel gezeichnet (meine Geschichten), dann habe ich Film gemacht (meine Geschichten), schließlich habe ich Animationsfilm studiert und (meine) Geschichten animiert. Und als ich hauptberuflich als Illustratorin gearbeitet hab’, haben mich am eigentlich immer die „Neben“-Geschichten (also die zusätzlichen Details) in den Illus interessiert.(Deshalb bin ich auch die totale Fehlbesetzung, wenn es um Naturalismus, also pure Abbildung, geht.)

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Unter meinem echten Namen habe ich einiges für Kinder veröffentlicht. „Drachenhof Feuerfels“ mit 6 Bänden und die Ponybücher „Hanna und Professor Paulchen“ auch mit 6 Bänden bei Loewe. Und zusammen mit Derek die Trilogie „Sternenschiff Argon“ bei Coppenrath. Unter dem Pseudonym Mareike Marlow sind bisher 2 Krimis bei Knaur erschienen.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Für die Pferdebücher musste ich mir viel anlesen. (Ich war leider nie ein Pferdemädchen).

Für die Krimis weniger, denn die Einfälle und Orte sind alle von meinem Leben inspiriert. (Also natürlich nicht die Morde.) Freilaufende Hühner, Kaffeesucht, die dunkle Nacht im fremden Haus …

Wo schreibst du am liebsten?

Auf dem Sofa. Mit Kaffee – wobei er leider meist kalt wird, wenn ich richtig drin bin in der Geschichte. Bei mir ist es dann total still, denn ich bin quasi gar nicht da. Wenn dann Derek plötzlich in den Raum kommt, katapultiert es mich vor Schreck meist aus den Kissen.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Der Tagesablauf diktiert es mir. Die Kinder sind von 8 bis 13 aus dem Haus. Das ist meine Arbeitszeit. Jetzt muss alles laufen, auch Emails und Telefonate. Wenig Zeit. Ich werde ziemlich stinkig, wenn ich Vormittags anderes tun muss.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ja, es wird 2018 eine Jugendbuch-Trilogie bei Fischer KJB starten. Ich bin schon mitten drin.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Beeinflusst, weiß ich nicht. Am meisten wahrscheinlich Derek Meister. (lach) Er ist mein privater Lehrer und Lektor. Wir sind ein gutes Team, besonders beim Plotten.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Oh, das sind einige. Das fängt bei der Schatzinsel und Tom Sawyer an, und reicht über Marzis Lycidas und Phillip Pullman bis zu Murakami und Jasper Fforde. Also das Einzige, das sie alle gemeinsam haben: Abenteuer! Von fantasievoll bis hin zu ziemlich abgedreht.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Gärtnern. Und die Welt entdecken zusammen mit den Kids. Das eröffnet oft ganz neue Blickwinkel.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ein Traum wäre es, mal nach Japan zu reisen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr! Ich würde diesen Austausch gerne noch intensivieren, auch, wenn es Kritik gibt, damit ich daran arbeiten kann. Denn ich erzähle die Geschichten ja, damit sie gelesen werden und hoffentlich denjenigen mit auf eine spannende Reise nehmen, ihn amüsieren und einfach gut unterhalten. Deshalb versuche ich verstärkt über die moderne Kommunikationskanäle Kontakt zu ermöglichen. (Also ihr findet mich bei Instagram, Facebook, Lovelybooks …)

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Bücher sind großartige Reisemobile, die einen in wunderbare Welten mitnehmen. Und, wenn ihr mal in einem von meinen Kutschen unterwegs wart, schreibt mir einen Reisebericht! Ich freue mich sehr, meine Passagiere kennenzulernen. :) *wink*


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