Interview mit Silke Nowak

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen 

zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Gern. Ich habe Germanistik und Philosophie an der Freien Universität in 

Berlin studiert. Es folgte eine Doktorarbeit über moderne Lyrik. Bevor 

ich Krimis schrieb, habe ich Literaturwissenschaften unterrichtet und 

als Pressesprecherin gearbeitet. Seit 2011 bin ich stolze Mutter meiner 

Tochter Viktoria.

Seit wann schreibst du?

Seit ich fünf Jahre alt bin. Zuerst waren es Liebesbriefe an die Mama, 

später dann an meine Freundinnen - und noch später an die Jungs.

Im Germanistikstudium habe ich vor allem wissenschaftliche Texte 

geschrieben; ganz heimlich natürlich auch Gedichte. Seit 2013 schreibe 

ich Kriminalromane.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Wenn man Literaturwissenschaften studiert, gehören Bücher zum Alltag. 

Ich glaube, jeder Germanistikstudent schreibt auch selbst. Es ist nur 

schwer, über die ersten paar Seiten hinauszukommen. Ein Buch 

abzuschließen ist ein Kraftakt. Den habe ich erst gestemmt, nachdem ich 

beschlossen habe, meinen Job an den Nagel zu hängen und mich auf das 

Schreiben zu konzentrieren.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

So kurz vor dem Abitur, mit etwa 17 Jahren. Damals wusste ich, dass ich 

entweder malen oder schreiben will – beides kein Berufsziel, das meine 

Eltern überzeugt hätte. Also habe ich erstmal Literaturwissenschaften 

studiert.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Sprechende Bilder. Wallstein Verlag, Göttingen 2007.

Auserwählt. Krimi. 2013.

Schneekind. Krimi. 2013.

Spielende. Krimi. 2014.

Die schwarze Lilie. Krimi. 2010/2015

Penelopes Tod. Thriller. 2015.

Die Tigerin. Krimi. September 2016

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja. Ich lese mich gründlich in das Thema ein, das in dem jeweiligen Buch 

eine Rolle spielt. Bei „Penelopes Tod“ war das etwa das sog. 

Locked-In-Syndrom. Bei „Die Tigerin“ habe ich mich mit dem Thema der 

Zwangsprostitution beschäftigt. Allerdings leben meine Bücher von der 

Geschichte, die erzählt wird. Das heißt, die Fakten müssen stimmen, 

stehen aber nicht im Vordergrund.

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Nur eine Tasse Kaffee brauche ich morgens bevor ich anfange.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Gerade schreibe ich an einem Sachbuch über das Glück. Zusammen mit einem 

Psychologen. Danach freue ich mich auf meinen nächsten Krimi.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Früher: Franz Kafka. Else Lasker-Schüler.

Später: Walter Benjamin. Paul Celan. Charles Baudelaire.

Heute: Max Frisch. Martin Suter.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Martin Suter: Small World.

Max Frisch: Homo Faber.

Agatha Christie: Alibi.

W.G.Sebald: Die Ausgewanderten.

Kurt Tucholsky: Schloss Gripsholm.

Ruth Klüger: weiter leben.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Leider viel zu viel. Bewegung brauche ich als Ausgleich zur 

Schreibtischarbeit - und weil es einfach Spaß macht, das Joggen, 

Radfahren, Schwimmen, Wandern, Skifahren, Pilates, Yoga und mehr.

Außerdem gehe ich gerne Essen und Shoppen. Ich liebe Wellness und das 

Kino. Mit meiner kleinen Tochter treibe ich mich - mal mehr oder weniger 

begeistert - auf Spielplätzen und in Freizeitparks herum.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, 

den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Eine Weltreise. Am liebsten ein Jahr lang.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Manchmal zu wichtig. Dann muss ich mich bewusst wieder 

davon freimachen, um das nächste Buch schreiben zu können.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch 

etwas sagen?

Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ihr mal in meinen neuen Krimi 

„Die Tigerin“ reinschaut!


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