Interview mit André Wegmann

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Hallo! Ich danke dir für die Anfrage und die Möglichkeit, mich hier vorzustellen.

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 38 Jahre alt, lebe in der niedersächsischen Kleinstadt Friesoythe und arbeite als selbstständiger Texter und Autor. Zunächst habe ich mir im Horror-Genre einen Namen gemacht, aber nun möchte ich mich vor allem auf Thriller konzentrieren, die ich mittlerweile auch am liebsten lese. 

Seit wann schreibst du? 

So richtig erst seit 2011, auch wenn Deutsch schon in der Schule mein Lieblingsfach gewesen ist und ich später in Internetforen viel geschrieben habe. Die eine oder andere Kurzgeschichte hatte ich auch verfasst. 2011 suchte ich dann einen Nebenjob und stieß bei diversen Internetplattformen wie Fiverr auf Inserate, in denen Texter ihre Dienste anboten. Ich habe das dann auch probiert und das Glück gehabt, schnell einen Kunden zu finden, für den ich noch heute in viel größerem Umfang Artikel schreibe. Na ja aus einem Mini-Job nebenher wurde dann schnell mehr. Ich fing an, Schreibratgeber zu lesen, um mich zu verbessern und heute habe ich einige Stammkunden, die mich immer wieder beauftragen. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Das war ebenfalls 2011, als Kindle Direct Publishing gerade bekannt wurde. Ich hatte neben dem Texten zu vorgegebenen Themen mal Lust, was eigenes zu schreiben und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Also schrieb ich die Kurzgeschichte "Sonne des Grauens", eine Mischung aus Horrorstory und Thriller mit einer guten Portion Erotik. Die Story kam gut an und schaffte es an Weihnachten 2011 in die Top 10 des gesamten Kindle-Shops. Da hatte ich natürlich Blut geleckt und wollte nachlegen. Die nächste Veröffentlichung war dann eine längere Novelle ( Kutná Hora - Kreaturen des Zorns), die ebenfalls gute Kritiken bekam und von den Winterzeit-Studios als Hörspiel vertont wurde. Die nächsten Geschichten wurden dann immer länger ... ich habe mich also langsam rangetastet, denn als ich mit dem Schreiben begann, hätte ich mir einen richtigen Roman noch gar nicht zugetraut. Aber wenn du weißt, dass du 100 oder 150 Kilometer zurücklegen kannst, dann scheust du irgendwann auch keine 300 mehr. 

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Das wusste ich nicht, sondern es hat sich so ergeben. Nach den ersten eher kurzen Veröffentlichungen hat sich die Bezeichnung noch komisch für mich angehört, aber nach den ersten richtigen Büchern war ich dann wohl unter den Autoren angekommen. Und das Autorenleben gefällt mir, denn das Schreiben ist sehr erfüllend und wenn man hinterher Feedback erhält, dass Leser die Geschichte genossen haben und sie begeistert sind, dann ist das etwas sehr Schönes.  

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Also neben der Shortstory "Sonne des Grauens" und der Novelle "Kutná Hora" waren da der Zombie-Roman "BLUTWAHN", "INFAM - Die Nacht hat tausend Augen" und "ALBINO DEVIL". Die Geschichten gehören allesamt dem Horror-Genre an. In Zusammenarbeit mit der überaus begabten Autorin Isabell Schmitt-Egner entstand außerdem das Projekt "HABITAT" - zwei Kurzromane mit Thema Tierhorror. Im August diesen Jahres habe ich meinen Nordsee-Thriller "CAUGHT - In den Fängen des Bösen" veröffentlicht. 

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Klar, das gehört dazu und bei jedem Projekt gibt es einiges zu recherchieren. Ob Schauplätze, Sachverhalte, Arbeitsweisen etc. – als Autor muss man eine genaue Vorstellung davon haben, worüber man schreibt bzw. sich damit zumindest ausreichend auskennen. Ansonsten wird das Geschriebene schwammig und die Leser merken das. In meinem aktuellen Roman kommt zum Beispiel eine Wattwanderung vor, die hatte ich zuletzt als Kind gemacht, aber das liegt schon zu lange zurück. Also habe ich mir im Internet Berichte darüber durchgelesen und Filmchen angeschaut, um die Szene möglichst lebendig und authentisch zu verfassen. Dasselbe war beim Thema "Krabbenfang" der Fall. An einigen Szenenschauplätzen war ich auch selbst. 

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause am PC.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Der Protagonist in "Caught" ist der aus dem Ruhrgebiet kommende Privatdetektiv Michael Jesko. Nachdem das Buch bisher sehr gut ankam, möchte ich um ihn und sein Team eine Serie aufbauen. Derzeit plane ich das zweite Buch und habe schon ein Grundgerüst der Handlung entworfen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Kein spezieller. Ich lese mittlerweile jedes Buch nicht nur zum Spaß als Leser, sondern immer auch aus Sicht des Autors. Ich gucke mir also an, wie die Story aufgebaut ist, wie die Charaktere entwickelt wurden und welche Kniffs der Verfasser anwendet, um die Leser zu fesseln. Also ich versuche immer noch weiter etwas zu lernen. Autoren sollten eben auch viel lesen, das ist ja allgemein bekannt.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Als Lieblingsautoren fallen mir aktuell Harlan Coben, Chris Carter und Brian Keene ein. Früher gehörten auch Preston und Child dazu. Lieblingsbücher? Es gibt jede Menge guter Bücher, die ich gelesen habe, u.a. von oben genannten Autoren. Ich nenne mal "Mörderischer Mond" von Alexandra Sokoloff, was ich ausnehmend gut fand, und "Ice Ship" von Preston und Child.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen, Fitnesstraining und Wandern. Gerne auch mal Kino, Essen gehen oder Musik hören.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Viele Bücher zu verkaufen und die Leser zu begeistern. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig. Schreiben ist eine stille, einsame Tätigkeit, manchmal auch eine anstrengende. Da motiviert es mich enorm, zwischendurch eine positive Buchbesprechung zu lesen. Konstruktive Kritik ist auch okay, denn jeder Leser nimmt Geschichten anders wahr und ich bin immer gewillt, mich weiter zu verbessern. Es heißt, dass nur der 1 Prozent der Leser nach der Lektüre eine Rezension verfassen, das ist eigentlich schade. Wenn euch eine Geschichte gefallen hat, gebt dem Autor ein kurzes Feedback. Es müssen ja nur ein paar Sätze sein, aber er wird es euch danken. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Lest doch mal in meinen Nordsee-Thriller "Caught" rein und ansonsten, egal um was es sich handelt: Never give up!


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