Interview mit Derek Meister

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Hallo! Ich bin Derek Meister, habe in Berlin Drehbuchschreiben studiert und dort aufregende Jahre verbracht. Mittlerweile genieße ich das Landleben mit meiner Familie in Niedersachsen, schreibe Thriller und Jugendbücher und arbeite ab und an fürs Fernsehen.

Seit wann schreibst du?

Ich habe schon früh angefangen. Ich war nie sonderlich gut in Deutsch aber gut im „Geschichtenausspinnen“ und damals - so mit 12 Jahren - ziemlich filmverrückt. Wir haben auf Super-8-Material gedreht, aber das war sehr teuer. Einfach so drauflos zu filmen, ging hart ans Taschengeld. Da habe ich mir erste Geschichten und kleine Drehbücher ausgedacht. So bin ich zum Schreiben gekommen.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?

Der Gedanke war mit sechzehn schon da. Damals habe ich meinen ersten Roman mit einem Freund zusammen geschrieben - was riesigen Spaß gemacht hat. Das Resultat ist in meinem Giftschrank zu bewundern. Smile. Aber beim Schreiben habe ich mir damals gedacht: Das wäre ein Traum - einfach immer weiter spannende Geschichten ausdenken und den Lesern den Schlaf rauben.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Es dürften rund 20 Romane sein. 5 Mittelalterkrimis („Rungholt-Reihe“), eine Jugendbuch-Trilogie (“Ghosthunter“, „GhostFighter“, „GhostMaster“), einige Kinderbücher („Drachenhof Feuerfels Reihe) und „Sternenschiff Argon“ und seit 2 Jahren nun die Nordsee-Thriller-Reihe, die sich um den sympathischen Knut Jansen dreht - einem sehr, sehr jungen Ermittler, der sein Polizeirevier in einem Nest an der Nordsee quasi „von seinem Vater geerbt“ hat. Und sich nun in ziemlich brutalen Serienmordfällen beweisen muss.. Hier sind erschienen: „Der Jungfrauenmacher“ und „Die Sandwitwe.“ 2017 kommt der dritte Band der Reihe.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Und wie. Für die Mittelalterkrimis - die Rungholt-Reihe - habe ich mich durch x Meter Literatur über die Hansezeit gelesen. Museumsbesuche, Archive durchgestöbert. Dann telefoniere und maile ich viel mit Experten. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die sich als Ärztin in die ganze Pathologie eingearbeitet hat und mich immer hübsch unterstützt. Bis sich mir der Magen umdreht *lach*. Ich versuche mit den Recherchen, möglichst tief in die Welten einzutauchen, die ich dem Leser nahebringen will. Es ist immer einfacher, Informationen wegzulassen, als Löcher zu stopfen. Und bei den Recherchen komme ich auch häufig erst auf noch bessere Ideen.

Wo schreibst du am liebsten?

In Ruhe mit lauter Musik. Kein Widerspruch. Wirklich. Wo ist egal. Früher habe ich gerne im Café geschrieben. Flughafen ist auch gut. Da sieht man viele Menschen, kann sich zu ihnen Geschichten einfallen lassen, kann spontan Inspirationen holen. Meisten arbeite ich aber ganz schlicht zu Hause - dort am liebsten im Garten. Kopfhörer auf und dann los.

Hast Du ein festes Schreibritual?

8:30 Laptop an. Nach 2000 Worten Laptop aus. Klappt leider nicht immer, aber oft. Und wenns nicht klappt, dann ist ab 17 Uhr Familienzeit. Und die Kids sind dran. Wobei die auch gerne mal reinschneien und mich mit ihren Legokreationen vom virtuellen Morden abhalten. ;-)

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Ja. Einen ziemlich rasanten Thriller, der aufs Korn nimmt, dass wir ständig online sein müssen und nicht mehr vom Internet wegkommen. Ein neuer Held in einer rasanten, modernen Welt.

Was liest du gern?

Sachbücher über Wissenschaft und Geschichte, Biografien, Thriller, Thriller, Thriller und amerikanische Literatur.

Wer sind deine Lieblingsautoren?

Stephen King, Arnold Stadler, Richard Ford, Neal Stephenson und und und …

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich gehe gerne in Antiquariate und auf Flohmärkte. Hier findet man tolle Sachen – nicht nur fürs Haus, sondern auch als Inspiration. Außerdem wandere ich gern.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Deswegen veranstalte ich auch gerne Lesungen. Ich finde das immer toll, direkt mit meinen Lesern in Kontakt zu kommen. Oder auf der Website zu sehen, was sie interessiert, was sie gut finden. Da ich ursprünglich vom Film komme – wo es so ein Feedback vom Publikum nicht gibt – genieße ich es, mit Lesern über meine Bücher zu reden.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast.


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