Interview mit Daniel Juhr

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Daniel Juhr, ich bin 38 Jahre alt, lebe und arbeite im schönen Wipperfürth. Ich bin Inhaber einer Text- und Verlagsagentur. Wir produzieren im Bergischen Land verschiedene Hochglanzmagazine aus den Bereichen Lifestyle und Stadtleben, Familie und Gesundheit, zudem Kundenmagazine, Imagetexte für Unternehmen und mehr. Im Verlag veröffentlichen wir seit dem Jahr 2010 vorwiegend regionale Spannungsliteratur: Krimis, Thriller, Anthologien, aber auch Bildbände. An den meisten Büchern bin ich entweder als (Mit-)Autor oder Lektor selbst beteiligt. Als kleiner Verlag machen wir auch die gesamte Vertriebsarbeit selbst und sind somit in den gesamten Buchprozess eingebunden.

Seit wann schreibst du? 

Ich schreibe, seit ich ein Teenager bin. Vor allem Kurzgeschichten, gerne düster und etwas schräg, meistens hat es was mit Mord zu tun.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich bin eigentlich Redakteur Tageszeitung und Verlagskaufmann. Zunächst habe ich in unseren Anthologien einzelne Geschichten übernommen, mit dem Roman "Exit" über die damalige Kultdisco unter der Müngstener Brücke habe ich mein Romandebüt gegeben.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Viel zu spät! :-) Ich wollte immer mit dem Schreiben mein Geld verdienen, habe aber erst die Vernunftausbildung gemacht, dann das Vernunftstudium, dann das Vernunft-Volontariat, letztlich aber war das gar nicht so verkehrt, weil ich in meinem täglichen Business alles kombinieren kann und das literarische Schreiben momentan "on top" mache, also ohne großen Druck.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Neben mehreren Anthologien, in denen ich Kurzgeschichten veröffentlicht habe (im Bergischen: "Mordsjahr", "Mord im Dreieck", "Mörderisch Bergisch 1 und 2", "Morde und andere Gemeinheiten", "Tote und andere Entdeckungen"; im Westerwald "Mordswind") habe ich drei Romane veröffentlicht: "Exit", "Der Kommissar und sein Kind" (CW Niemeyer Buchverlag) und "Frau Herzog und der Mann im Schatten", ein Solingen-Krimi.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, insbesondere für Exit habe ich mir über Facebook Geschichten von früheren Exit-Fans erzählen lassen sowie mit den Inhabern und DJs gesprochen. Für die Krimis habe ich jeweils in den Orten recherchiert, in denen sie spielen.

Wo schreibst du am liebsten?

In meinem Kreativ-Büro im ersten Stock unseres Hauses, weil das Ambiente dort einfach inspirierend ist.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Es läuft immer Musik. Immer. Und immer eine bestimmte. Nick Cave, Leonard Cohen, Johnny Cash, The White Buffalo, Nightwish, Epica, Iron Maiden, äh das könnte ich jetzt noch ewig fortsetzen. Also entweder Songwriter oder (Symphonic-) Metal. Je nach Szene, die ich gerade schreibe. :-) Oft kommen auch die Songs in meinen Geschichten vor, manchmal baue ich sogar das ein, was ich im Moment des Schreibens gerade höre.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Gemeinsam mit einer bergischen Autorenkollegin arbeiten wir an "Der alte Tod" über einen gealterten Profikiller, den wir beide schon unabhängig voneinander in Kurzgeschichten haben auftreten lassen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Stephen King, Jonathan Franzen, Carlos Ruiz Zafon, J.R.R. Tolkien, J.R. Moehringer

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Der Herr der Ringe, Tenderbar, Die Korrekturen, Der Schatten des Windes, Ich und die anderen; Autoren siehe oben

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit? Was ist das? Nein, im Ernst: Musikhören, Hörbücher hören, im Garten arbeiten, Lego bauen (ich liebe Lego!), Reisen (gerne mit dem Schiff), Walken, mit dem Hund draußen sein, Schlagzeug spielen, mit der Familie unterwegs sein, auf Konzerte gehen, Lesen, US-Serien gucken. Okay, ich habe doch Freizeit. :-)

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ein Jahr um die Welt reisen. Ein Jahr nur Bücher lesen und Serien gucken. Ein Jahr nur schreiben. Und das zusammen auf drei Jahre verteilt, ohne sich um Kohle kümmern zu müssen.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Wenn es konstruktiv ist, wichtig, wenn nicht, lese ich das gar nicht erst. Ebenso wichtig ist mir Feedback auf unsere Lesungen, denn die gestalten wir gerne ungewöhnlich und mit mehreren Sprechern.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Lest Bücher! Ob digital oder gedruckt, ganz gleich. Wobei die gedruckten schon schöner sind.


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