Interview mit Alex S. Judge

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten :) 

Ein großes Dankeschön an dich für die Möglichkeit, Debütanten wie mich hier vorzustellen. Und es ist sehr angenehm, so im Dunkeln. Da sieht man mein Lampenfieber nicht. ;-)

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin 48 Jahre alt und bin vor 26 Jahren nach Baden-Württemberg gezogen. Vor 8 Jahren hat mich die Liebe nach Bayern verschlagen. Geboren bin ich im Osten des Landes, genau gesagt in Halle an der Saale. 

Seit wann schreibst du? 

Wie viele Autoren ebenfalls seit der Kindheit. Ich habe einen Faible für Western. Als Kind schrieb ich Abenteuergeschichten mit Pferden und Landstreicher. Dann wurden die Figuren (wie auch ich) älter und ihre Abenteuer gefährlicher. Nur ist es schwer mit einem Western den Durchbruch zu schaffen. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Mir war in den Ferien langweilig. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören. ;-) 

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?

Das weiß ich nicht mehr. Für mich war es nur wichtig, ein Buch überhaupt zu vollenden. Ich dachte vor Jahren als ich wieder mal nach einer langen Schreibpause mein Lieblingsmanuskript in die Finger bekam: würdest du es überhaupt schaffen? Ich sah mich mit 80 in die Kiste steigen und mich fragen, wäre es dir gelungen? Wie leicht lässt sich doch über verlorene Chancen jammern. Das wollte ich nicht. Ich wollte es wissen! Also fing ich wieder an, kaufte mir entsprechende Fachliteratur und überarbeitete mein altes Manuskript. Mittlerweile war die Western-Ära beendet. Ich suchte mir ein anderes Thema, das größeres Interesse weckt und fing erneut an. Für mich persönlich ist die Veröffentlichung meines Krimis bereits jetzt ein großer Erfolg, denn ich habe ihn vollendet. Das er nun auch noch gute Bewertungen bekommt und bei den Lesern ankommt, ist ein doppelter Lohn!

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

„Tödliche Abgründe“ ist mein erstes Buch.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Selbstverständlich, sonst könnte man nicht authentisch schreiben.

Entweder war ich an den Originalschauplätzen oder ich habe mich mit Stammgästen unterhalten. Aber es wird immer jemand geben, der sagt, so etwas gibt es doch gar nicht. Doch! Über nichts wird so gerne gesprochen, wie über das, von dem man keine Ahnung hat. ;-)

Wo schreibst du am liebsten?

Ich bin froh, wenn ich überhaupt Zeit zum Schreiben finde. Leider bin ich jemand, der sich sehr leicht ablenken lässt. Straßenlärm, Krach vom Nachbarn oder gar Musik gehen gar nicht. Also ist es egal wo ich sitze – nur auf Ohrenstöpsel kann ich nicht verzichten.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Es ist mir egal, wo mir was einfällt. Ich habe sogar schon mal das Bügeln unterbrochen, weil mir eine Szene eingefallen ist. Dann glühte das Bügeleisen alleine vor sich hin. 

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Viele habe bei ihren Rezensionen erwähnt, dass sie sich auf einen neuen Fall meines Ermittlerteams Pfeiffer und Schätzlein freuen. Das ist ein ungemein tolles Gefühl. Also fange ich gerade mit dem nächsten Fall an.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nicht wirklich. Jedoch erinnere ich mich an einen Krimi „Wer stiehlt schon Unterschenkel“ von Gerd Prokop, den ich als junges Mädchen liebte. Raffinierte Kriminalfälle, die im 21. Jahrhundert handeln. Ich kramte ihn vor einem Jahr hervor und las ihn erneut. Was soll ich sagen, ich war nicht enttäuscht! Und das heißt etwas.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Viele Bücher und Autoren haben sich abgewechselt. Jeder Autor hat seine Eigenheiten, im positiven Sinne, wie auch im negativen. Daher mag ich die Abwechslung. 

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit? Was ist das? *lach* 

Wenn ich Zeit habe, schreibe ich. Wenn ich Zeit habe und nicht schreiben kann, dann mache ich meinen Haushalt oder Garten. Aber wenn ich könnte wie ich wollte, gehe ich gerne in den Bergen wandern und Abends saunieren.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Das ich Zeit finde, das nächste Buch zu schreiben. Vielleicht auch, dass sich die Bücher verkaufen. Es ist sehr schwer ohne großen Verlag hinter sich im Buchhandel Fuß zu fassen. Es ist wie Klinken putzen. Die Werbung des Buches ist anstrengender, als es zu schreiben. Leider.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ganz Wichtig!

Ich hatte die ersten 200 Seiten von „Tödliche Abgründe“ fertig und gab sie Freunden und Bekannte zum lesen. Ich wollte sehen ob sie ein verlegenes „ja ganz nett“ von sich gaben, denn dann hätte ich es gelassen und die Zeit lieber dem Unkraut in meinem Garten gewidmet. Aber plötzlich sagten alle, was? Die Geschichte war noch nicht fertig? Schreib bloß weiter, wir wollen wissen wer der Mörder ist! Das war genau das Feedback das ich benötigte, um so lange Zeit durchzuhalten. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ja. Denkt immer daran ihr könnt es schaffen. Egal was Ihr vorhabt. Ihr müsst nur an euch glauben, hart arbeiten und nie aufgeben.


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